Wer hätte das gedacht: Obwohl die beiden Teams der Region Wil aufgrund der Ranglistenposition je als Aussenseiter zu ihrem samstäglichen Auswärtsspiel antraten, fuhren sie das Punktemaximum ein. «Spektakel pur», bilanzierte EC-Wil-Sportchef Dani Zeber nach dem nervenaufreibenden 7:6-Erfolg in Frauenfeld. «Am Schluss haben wir Strafen bekommen und Spannung ins Spiel gebracht. Schlussendlich war es aber ein verdienter Sieg», sagte Zeber. Nach einem Blitzstart sehen die Wiler früh wie der sichere Sieger aus. Dank Toren von Yannick Stiefel, Lars-Kevin Spillmann, Gian Andri Stevan und Marius Herberger führten sie nach dem ersten Drittel mit 4:1. Obwohl Remo Heitzmann, Andreas Ambühl und Rico Hungerbühler später weitere Tore für die Gäste beisteuerten, liessen sich die Frauenfelder nicht entscheidend distanzieren. Spätestens als Thomas Mettler für die Gastgeber knapp drei Minuten vor Schluss auf 6:7 verkürzte, war die heisse Schlussphase eingeläutet. Obwohl die Thurgauer Goalie Daniel Styger durch einen weiteren Feldspieler ersetzten, fiel der Ausgleich nicht mehr. Somit feierten die Wiler an jener Stelle, wo sie vergangene Saison im fünften und entscheidenden Playoff-Viertelfinalspiel gewonnen hatten, erneut einen spektakulären Sieg. Mehr noch: Auf Kosten der Frauenfelder übernahen sie Platz vier in der Tabelle.

Auch der EHC Uzwil landete ein «Break»: Beim amtierenden 1.-Liga-Meister Wetzikon kam er zu einem überraschenden 3:2-Sieg. Nachdem die Züricher Oberländer eineinhalb Wochen zuvor bereits in der Cup-Qualifikation besiegt worden waren, hatten die Habichte wieder das bessere Ende auf ihrer Seite. «Mein Team hat so gut und hart gekämpft, dass der Sieg gerecht ist», sagte Uzwils Trainer Mischa Wasserfallen nach der Partie. Allerdings brauchte es eine gute Leistung von Goalie Valentin Bauer und viele geblockte Schüsse, um den neuerlichen Exploit zu realisieren. Nach dem ersten Drittel mussten die Gäste gar froh sein, nur mit 0:1 in Rückstand zu liegen. Doch dann fanden sie besser ins Spiel und erzielten innerhalb von weniger als zwölf Minuten jene drei Treffer, welche den Sieg einbrachten. Es trafen der Reihe nach Aaron Lipp, Simon Steiner im Powerplay und Raoul Seiler. Zwischenzeitlich hatten die Wetziker zum 2:2 ausgeglichen. Im Schlussdrittel wurden alle Wetziker Angriffe abgewehrt. Mit diesem Erfolg verkürzten die Uzwiler den Rückstand auf einen Playoff-Platz auf noch fünf Punkte. Die nächsten fünf Partien gegen Rheintal, Herisau, Pikes Oberthrugau, Prättigau-Herrschaft und Reinach werden zeigen, ob die Top-Acht in dieser Saison ein Thema sind oder nicht.

1. Liga, Gruppe Ost, 15. Runde:
Frauenfeld – Wil 6:7
Wetzikon – Uzwil 2:3
Rheintal - Pikes Oberthurgau 4:7
Prättigau-Herrschaft – Herisau 1:3
Arosa – Reinach 5:2
Bellinzona – Argovia 4:1

Rangliste:
1. Wetzikon 15/35. 2. Arosa 15/34. 3. Bellinzona 15/29. 4. Wil 15/28. 5. Herisau 15/27. 6. Frauenfeld 15/26. 7. Pikes Oberthurgau 15/22. 8. Prättigau-Herrschaft 15/21. 9. Uzwil 15/16. 10. Argovia 15/12. 11. Rheintal 15/11. 12. Reinach 15/6.

Nächste Spiele (16. Runde):
Dienstag, 4. Dezember: Uzwil – Rheintal (20.00 Uhr), Argovia – Frauenfeld (20.00 Uhr)
Mittwoch, 5. Dezember: Pikes Oberthurgau – Herisau (20.00 Uhr), Wil – Arosa (20.15 Uhr), Bellinzona – Prättigau-Herrschaft (20.15 Uhr).
Donnerstag, 6. Dezember: Reinach – Wetzikon (20.15 Uhr).