Es war an der Delegiertenversammlung des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB) im Berner Kursaal keine Überraschung, als der 50-jährige Pierre-Yves Maillard zum neuen Präsidenten ernannt wurde. Der SP-Mann galt bereits im Vorfeld als Favorit und hatte die Unterstützung der grössten Schweizer Gewerkschaft, der Unia. Auch die Gewerkschaften SEV und Syndicom stellten sich hinter Maillard. Auf ihn entfielen im ersten Wahlgang 115 der 212 eingegangenen Stimmen, womit er das Absolute Mehr um acht Stimmen übertraf. Maillard wird Nachfolger des St. Galler SP-Ständerates Paul Rechsteiner, der dem SGB in den vergangenen zwei Jahrzehnten vorgestanden war.

Somit geht das Warten auf eine erste SGB-Präsidentin weiter. Denn die Wahl verpasst hat die 54-jährige Wilerin Barbara Gysi, die 82 Stimmen für sich gewinnen konnte. Seit 2011 politisiert sie als SP-Nationalrätin in Bundesbern, nachdem sie dies zuvor während zwölf Jahren im St. Galler Kantonsrat getan hatte. Zwischen 2001 und 2012 war Gysi in Wil auch Stadträtin gewesen und hatte zuerst das Ressort Freizeit/Sport und später das Departement Soziales/Jugend/Alter betreut. Gewerkschaftliche Erfahrungen bringt sie bereits einige mit. Seit 2012 ist Gysi Präsidentin des Gewerkschaftsbundes St. Gallen und seit 2016 Präsidentin Personalverband des Bundes (PVB). Seit sechs Jahren amtet die gelernte Sozialpädagogin zudem Vizepräsidentin der SP Schweiz.

Am Mittwoch dürfte es klappen

Somit muss die Stadt Wil noch vier Tage warten, bis sie – aller Voraussicht nach – ins nationale Rampenlicht rückt. Denn am kommenden Mittwoch dürfte die Wiler FDP-Ständeratspräsidentin Karin Keller-Sutter zur Bundesrätin und Nachfolgerin von Johann Schneider-Ammann gewählt werden. Die FDP Wil organisiert im Hof zu Wil ab 8 Uhr ein Public Viewing, zu dem Interessierte eingeladen sind.

Hallowil.ch berichtet am Mittwoch ab 8 Uhr in einem Liveticker aus dem Hofkeller von der Bundesratswahl und liefert in der Folge auch Reaktionen.