Diese Revanche ist dem EC Wil geglückt: Nachdem die «Bären» vor knapp zwei Monaten in Arosa die höchste Saisonniederlage bezogen und mit 2:8 verloren hatten, gab es beim «Rückspiel» im Bergholz einen 5:3-Sieg gegen die Bündner. Bereits bei Spielhälfte schien die Sache geritzt, nachdem ein Doppelpack von Matteo Schärer und ein Treffer von Tommy-Lee Kälin für eine komfortable 3:0-Führung gesorgt hatten. Doch Arosa stempelte doch noch ein und verkürzte binnen gut vier Minuten auf 3:2. Die Saisontore Nummer 12 und 13 von Elia-Marius Mettler in einer frühen Phase des Schlussdrittels sorgten aber dafür, dass die Entscheidung zugunsten der Gastgeber doch noch frühzeitig fiel. Dass die Bündner den letzten Treffer des Spiels erzielten, war schliesslich nebensächlich. Somit gestalteten die Wiler das vierte Heimspiel hintereinander siegreich. «Es war eine gute Mannschaftsleistung. Durch eigene Fehler liessen wir den Gegner zwar herankommen, legten dann aber wieder zu. Ein verdienter Sieg», sagte EC-Wil-Trainer Andy Ritsch. Somit können die Wiler am Samstag mit breiter Brust bei Leader Wetzikon antreten. Sie tun es im Wissen, im Zürcher Oberland in dieser Saison auch schon gewonnen zu haben.

Nachdem die Leistungskurve des EHC Uzwil zuletzt nach oben gezeigt hatte, musste er gegen Rheintal einen Rückschlag in Kauf nehmen. Er verlor gegen die Mannschaft aus Widnau auch das zweite Spiel dieser Saison mit einem Tor Unterschied, obwohl er dieses Mal auf bestem Weg zu einem Sieg war. Denn die Uzwiler gingen dreimal in Führung. Auf das 1:0 durch Thomas Bischof nach gut 27 Minuten reagierten die Rheintaler 85 Sekunden später mit dem Ausgleich. Als Silvio Widmer die Gastgeber bei Spielmitte erneut in Front gebracht hatte, fiel das neuerliche Ausgleichstor gar nur 19 Sekunden danach. Dank Treffern von Raoul Seiler kurz vor Ende des Mittelabschnitts und Alec Jäppinen rund eine Viertelstunde vor Schluss schien das Heimteam die Weichen aber doch noch auf Sieg zu stellen. Ein Powerplay-Treffer brachte den Aufsteiger knapp vier Minuten vor dem Ende aber zurück in die Partie. Und tatsächlich fiel der Ausgleich noch – genau 35 Sekunden vor der Schlusssirene. In der Verlängerung machten die Gäste in Minute 62 alles klar. «Es war einfach ein schlechtes Spiel von uns. Wir konnten nicht an die Leistung des Wetzikon-Spiels anknüpfen», sagte Uzwils Trainer Mischa Wasserfallen. Da das achtplatzierte Prättigau-Herrschaft gar ohne Punktgewinn verloren hat, ist der Uzwiler Rückstand auf die Playoff-Plätze in dieser Runde auf vier Zähler reduziert worden.

1. Liga, Gruppe Ost, 16. Runde:
Wil – Arosa 5:3
Uzwil – Rheintal 4:5 n.V.
Reinach - Wetzikon 1:4
Pikes Oberthurgau – Herisau 2:3
Bellinzona – Prättigau-Herrschaft 3:2
Argovia – Frauenfeld 1:3

Rangliste:
1. Wetzikon 16/38. 2. Arosa 16/3. 3. Bellinzona 16/32. 4. Wil 16/31. 5. Herisau 16/30. 6. Frauenfeld 16/29. 7. Pikes Oberthurgau 16/25. 8. Prättigau-Herrschaft 16/21. 9. Uzwil 16/17. 10. Rheintal 16/13. 11. Argovia 16/12. 12. Reinach 16/6.

Nächste Spiele (17. Runde):
Samstag, 8. Dezember: Wetzikon – Wil (17.30 Uhr), Herisau – Uzwil (17.30 Uhr), Rheintal – Reinach (17.30 Uhr), Frauenfeld – Bellinzona (17.30 Uhr), Prättigau-Herrschaft – Pikes Oberthurgau (18.30 Uhr), Arosa – Argovia (20.00 Uhr)