Nachdem man am Dienstag bereits dem FC Thun ein 1:1 abtrotzte, besiegten die Ostschweizer nun den Grasshopper Club aus Zürich mit 1:0. Schlüssel zu diesem Erfolg war eine äusserst konzentrierte und taktisch höchst disziplinierte Leistung. Der FC Wil scheint für den Start der Rückrunde bereit zu sein.Die rund 600 anwesenden Zuschauer sorgten schon fast für Challenge League Verhältnisse im Wiler Südquartier. Wer dann auch noch ein schwarz-weisses Fussballherz hat, wurde an diesem Nachmittag mit Sicherheit nicht enttäuscht. Es darf vorab gesagt werden, dass der FC Wil eines seiner besten Spiele seit Langem gezeigt hat.

Mit dem Anpfiff übernahm das Heimteam sofort das Spieldiktat und spielte frech nach vorne. Man stand jederzeit hoch und störte den Gegner bei Ballbesitz sofort. Diese Rechnung ging auch über weite Strecken auf. Die Gäste aus Zürich liessen sich immer wieder zu Fehlern hinreissen und verloren so viele Zweikämpfe und Bälle bereits früh im Mittelfeld.

Testspieler mit entscheidendem Tor

Wie immer zu dieser Jahreszeit, testet der FC Wil potentielle neue Akteure. Einer davon ist Nick von Niederhäusern, der nun bereits mehrfach zum Einsatz kam. Eine Unachtsamkeit in der Zürcher Hintermannschaft nutzte dieser Eiskalt aus und verwandelte souverän zum 1:0 für die Wiler. Wer nun auf eine Reaktion der Gäste hoffte musste sich weiterhin gedulden.

Das Team von Murat Yakin fand gegen die gut organisierten Äbtestädter kein Mittel. Es resultierte eine richtig gute Chance, welche aber vom starken Noam Baumann geklärt wurde. Ansonsten zeigte der Rekordmeister nur einige äusserst harmlose Weitschüsse, die das Tor aber weit verfehlten. Die Heimführung zur Pause war mehr als verdient.

Abgeklärte Leistung sichert den Sieg

Im zweiten Durchgang waren die Gäste nun sichtlich bemühter und versuchten das Spieldiktat an sich zu reissen. Insgesamt fehlte es aber an den Mitteln und Ideen um die Wiler Hintermannschaft ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Vor allem auf den letzten Metern fehlte es GC nach wie vor an Ideen und Durchsetzungskraft.

In der Schlussphase spielte dann auch Plötzlich Frust mit. Immer wieder wussten sich die Gäste nur mit Fouls zu helfen. Auch im zweiten Durchgang war Wil die Mannschaft mit den besseren Chancen. Die beste Chance vergab der eingewechselte Testspieler Marvin Baumann, er scheiterte aus kürzester Distanz. Mit einer hervorragenden Leistung sicherten sich die Ostschweizer einen verdienten Sieg.

FC Wil 1900 – Grasshoppper Club Zürich 1:0 (1:0)

IGP Arena, Wil: 600 Zuschauer. – SR: Nikolaj Hänni.

Tore: 12. von Niederhäusern 1:0.

FC Wil 1900: N. Baumann; Rahimi, Lekaj, Stillhart; Von Niederhäusern, Ze Eduardo, Breitenmoser (51. Scholz), Hefti (78. Goncalves); Cortelezzi (58. Vonlanthen), Lombardi (65. Muslin), Savic (83. M. Baumann).

GCZ: Vasic (46. Lindner); Lika, Basic (63. Cvetkovic), Bergström (63. Zesiger), Rhyner (46. Doumbia); Kapic, Bajrami, Taipi (72. Fasko); Pusic (72. Avdijaj), Djuricin (46. Lavanchy), Andersen (72. Pnishi).

Bemerkungen: Wil ohne Audino (verletzt), Korkmaz (krank), Maroufi, Schällibaum, Keller, Kucani, Atila, Latifi, Freid, Hamdiu, Ilazi, Pugliese, Huber, Schiavano, Gjoshi, Sacirovic und Roesler (alle nicht im Aufgebot) dafür mit den Testspielern Nick von Niederhäusern (zuletzt Amerika), Nias Hefti, Marvin Baumann (beide SG U21) und Fabio Costantini (U20). GC ohne Vilotic, Suarez, Sadik, Sukacev, Barbosa, Ngongo, Müller, Arigoni und Pribanovic (alle nicht im Aufgebot). – 84. Pfostenschuss M. Baumann.

Verwarnungen: Fehlanzeige.