Was für eine Dramatik im Bergholz im Spiel des EC Wil gegen die Pikes Oberthurgau. Bis der 5:4-Erfolg der Gastgeber eingefahren war, hatte die Führung mehrfach gewechselt und beide Teams lagen mindestens zweimal voran. Den Führungstreffer der Romanshorner egalisierte Andreas Ambühl noch im Startdrittel mit einem Shorthander. Die Wiler Jubelschreie nach dem Führungstreffer im Mittelabschnitt durch Matteo Schärer waren noch kaum verhallt, da lagen die Gastgeber plötzlich erneut in Rückstand. Mit zwei Toren binnen zwölf Sekunden wendeten die Pikes das Blatt. Noch deutlich vor der zweiten Sirene war der neuerliche Ausgleich durch Matteo Torino aber Tatsache. Es war im Schlussdrittel wieder an den Wilern, vorzulegen. Dies tat Tommy-Lee Kälin eine Viertelstunde vor Schluss mit dem 4:3. Doch die Pikes waren wiederum nicht um eine Antwort verlegen und glichen vier Minuten vor Schluss aus.

Damit war der Weg frei für eine spannende Schlussphase. In dieser nutzte Lars-Kevin Spillmann einen Scheibenverlust des Gegners. Er liess mit einem angetäuschten Schuss und einer Körpertäuschung einen Gegenspieler aussteigen und traf dann zur Entscheidung – fünf Sekunden vor Schluss. «Es hätte gar nie so eng werden dürfen. Bezüglich Chancen und Spielanteilen waren wir die bessere Mannschaft», sagte EC-Wil-Trainer Andy Ritsch. Er amtet nach der Entlassung von Daniel Zeber weiterhin auch als Sportchef ad interim. Über die Festtage hat sich diesbezüglich nichts geändert.

Uzwil siegt zum vierten Mal hintereinander auswärts

Der EHC Uzwil hat einen wichtigen Erfolg in der Ferne realisiert. Beim abgeschlagenen Schlusslicht Reinach siegte er mit 4:3 und liegt nun nur noch zwei Zähler hinter dem achten Platz, der zur Teilnahme an den Playoffs berechtigt. Das Verdikt ist knapper, als es zwischenzeitlich aussah. Nachdem die Uzwiler kurz nach Spielhälfte dank Toren von Robin Reinmann und Cyrill Meyer binnen 41 Sekunden aus einem 1:1 eine 3:1-Führung gemacht und im Schlussdrittel durch Manuel Grigioni auf 4:1 erhöht hatten, schien der Mist geführt. Doch dann liess die Konzentration gar früh nach, was die Aargauer in der Schlussphase zu zwei Toren nutzten. «Da haben wir total den Faden verloren», sagte Uzwils Trainer Mischa Wasserfallen.

 
EHC-Uzwil-Trainer Mischa Wasserfallen war trotz des 4:3-Siegs in Reinach nicht vollends zufrieden.

Tatsächlich wurde es in der Schlussphase noch hektisch. Wirklich in Gefahr, den Ausgleich noch zu kassieren, liefen die Uzwiler aber nicht mehr. Sie haben somit das vierte Auswärtsspiel hintereinander gewonnen. In der heimischen Uzehalle gingen die letzten drei Partien hingegen verloren. «Wir spielen sehr gerne zuhause. Ich kann nicht wirklich erklären, warum das so ist», sagte Wasserfallen. Einmal mehr hatten die Uzwiler, die im Startdrittel durch Lukas Klopfer in Führung gegangen waren, mit einem schmalen Kader auskommen müssen. Dieses Mal waren 14 Feldspieler mit dabei.

Am Dienstag das Derby in der Uzehalle

Somit haben die beiden Mannschaften Moral getankt für das Derby gegeneinander, welches am kommenden Dienstagabend (8. Januar) um 20 Uhr in der Uzehalle beginnt. Es liegt an den Uzwilern, Revanche zu nehmen. Der erste direkte Vergleich dieser Saison war eine klare Sache und die Wiler siegten im Bergholz mit 4:0.

Resultate, 1. Liga Ostgruppe, 20. Runde:
Wil – Pikes Oberthurgau 5:4
Reinach – Uzwil 3:4
Argovia – Herisau 2:1
Frauenfeld – Wetzikon 2:0
Arosa – Prättigau-Herrschaft 5:4 n.P.
Bellinzona – Rheintal 10:4

Rangliste:
1. Wetzikon 20/45. 2. Arosa 20/43. 3. Bellinzona 20/38. 4. Wil 20/38. 5. Frauenfeld 20/36. 6. Herisau 20/35. 7. Pikes Oberthurgau 20/34. 8. Prättigau-Herrschaft 20/26. 9. Uzwil 20/24. 10. Argovia 20/18. 11. Rheintal 20/17. 12. Reinach 20/6.

Nächste Spiele, 21. Runde:
Dienstag, 8. Januar: Uzwil – Wil (20.00 Uhr), Rheintal – Frauenfeld (20.00 Uhr)
Mittwoch, 9. Januar: Herisau – Bellinzona (20.00 Uhr), Pikes Oberthurgau – Argovia Stars (20.00 Uhr), Wetzikon – Arosa (20.15 Uhr), Reinach – Prättigau-Herrschaft (20.15 Uhr)