Die Ankündigung des neuen Botschafters sorgt alljährlich für eine stattliche Zahl Teilnehmer seitens der Mitglieder. 44 Personen wollten sich am Montagabend die Ernennung des bis zum Anlass geheim gehaltenen neuen Botschafters nicht entgehen lassen.

Aus seinem Jahresbericht wies der Vorsitzende auf die gelungenen Anlässe des abgelaufenen Jahres hin. Herausragend nannte er die vier gelungenen Sommerserenaden mit verschiedenen musikalischen Vereinsauftritten. Wenn auch finanziell nicht tragend, dürfe das erste Turmfest als Gelungen bezeichnet werden. Mit einem Foto anlässlich der Bunderatswahl von Karin Keller-Sutter wies Dönni auf deren Wahl als Botschafterin 2018 vor Jahresfrist hin. Sommerserenaden sollen auch im Jahr 2019 stattfinden. Mit den neuen Vorstandsmitgliedern wollten sie auch neuen Ideen bezüglich Veranstaltungen nachgehen. Auch suchten sie nach Kooperationen mit Vereinen und dem Ausbau des Helferteams.


Drei Neue in den Vorstand

Obwohl kein Wahljahr konnte der Präsident drei neue Mitglieder für den Vorstand vorschlagen. Maria Schmid, die Gattin des früheren Leiters von Wil Tourismus Christian Schmid, will sich für die Ausgestaltung des Programms einsetzen. Zum guten Gelingen wollen auch Errico Mirto, Besitzer der Vinothek und Samuel Konrad, Bankfachmann aus Niederhelfenschwil beitragen.

Die Frage seitens des Vorsitzenden ob dem geänderten Vereinsprogramm auch den Namen anzupassen fand keine Zustimmung. Als Überraschung informierte Dönni über das Angebot der Stadt für einen zukünftigen finanziellen Beitrag. Als unpassender Moment wurde das Angebot jedoch abgelehnt.

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Erfreut über die Ernennung zum Botschafter, erhält Roland P. Poschung die Auszeichnung vom Präsidenten Walter Dönni.

Höhepunkt Botschafter-Ernennung

Es war an Christoph Niederberger, den neuen Botschafter Roland P. Poschung als breit abgestützte Persönlichkeit vorzustellen. Insbesondere wies er auf dessen zahlreichen Veranstaltungen «Persönlich» im Hof zu Wil hin. Poschung habe sich auch auf der internationalen Bühne einen Namen gemacht.

Sichtlich gerührt bedankte sich Roland P. Poschung für die Ernennung. Dass er zu solch grosser Ehre komme, verdanke er auch seiner Partnerin Helen, welche ihn in all seinen Aktivitäten immer unterstützt habe. Im Anschluss wurde der neue Botschafter bei Apéro riche gebührend gefeiert. 

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Wiler Botschafter: Er ist der Nachfolger von Karin Keller-Sutter

Voraus der Ernennung zum Botschafter wollte hallowil.ch vom neuen Botschafter erfahren, wie er sein «Botschafter-Jahr» angehen und gestalten will.

hallowil.ch: Herr Poschung, wie wurden Sie informiert, dass Sie zum neuen «Botschaft der Stadt Wil» auserkoren wurden?
Als mich Wil-Tourismus-Präsident Walter Dönni anrief, dachte ich zuerst an einen Scherz, an ein verstecktes Radio-Mikrofon. Ich konnte es anfänglich gar nicht glauben. Denn ich wusste, Walter Dönni hatte ich im 2018 noch als «Hofnarr» medial begleitet. Dann schilderte er mir das Auswahlverfahren. Erst mit der Zeit realisierte ich alles und so kam grosse Freude auf. Ich bin sehr dankbar für diese Anerkennung für mein mediales und soziales Wirken. Es ist mir eine grosse Ehre, dass ich nun «Botschafterin» Karin Keller-Sutter, inzwischen Bundesrätin, als siebter Botschafter direkt folgen darf.

hallowil.ch: Welche Anforderungen und Aufgaben haben Sie über das Jahr 2019 in dieser Botschafter-Funktion zu erfüllen?
Erlauben Sie mir dies vorweg: Ich habe in meinem Leben Höhen und Tiefen mit meiner Lebenspartnerin Helena Hohermuth in Achtsamkeit und Respekt durchgestanden. Diese wertvolle Anerkennung ist wie Honig auf unserer Seele. Helena ist der wertvollste Mensch in meinem Leben, deshalb ist ihr von meiner Seite diese Auszeichnung gewidmet. Bei der Gesprächsreihe «Persönlich im Hof zu Wil» ist sie für mich der gute Geist im Hintergrund. Auf sie ist immer Verlass, dafür danke ich ihr von Herzen.

Viktor Giacobbo als erster Botschafter ging seinerzeit in die Kantonsschule, Botschafter Josef Jäger verzierte einen Lastwagen mit dem Bild von Wil. Und wenn ich mich richtig erinnere, realisierte Natikicker Fabian Schär etwas im Fussballbereich. Jetzt sind diesmal ältere Generationen an der Reihe: Denn ich habe die Idee entwickelt, dass ich in einem Alterszentrum, zum Beispiel im Sonnenhof, wenn die Betreiber dies erlauben, gerne eine öffentliche Lesung mit Geschichten aus meinen Büchern «1-Franken-Geschichten» und «Damals im Militär» durchführen könnte, um so den älteren Gästen eine Freude zu bereiten.

hallowil.ch: Haben Sie Vorstellungen, wie Sie als Botschafter unterwegs sein werden?
Ich werde mich nun wohl ganz anständig verhalten müssen (Anmerkung Red.: er lacht!). Keine Angst, ich wurde anständig erzogen. Unterwegs werde ich zu Fuss, in einem Bus von Wilmobil oder gelegentlich in unserem Opel Mokka anzutreffen sein. Vielleicht gibt es eine klimafreundliche Automarke mit Aufschrift (er lacht wieder): «Hier fährt der Botschafter von Wil».

hallowil.ch: Wie werden Sie als «Botschafter» für Wil Werbung machen?
Wir leben seit 27 Jahren in Bronschhofen-City. Mit Wil und Umgebung sind wir deshalb stark verwurzelt und berichten gerne über unsere schöne Heimat im In- und Ausland. Auch haben wir gerne Gäste, denen wir diese vielseitige Gegend zeigen.

hallowil.ch: Sie erhalten bekanntlich eine Urkunde. Gibt es einen Ehrenplatz?
Diese ehrenvolle Auszeichnung wird – je nach Wetter – einen anderen Ehrenplatz bekommen.