Die bereits achte Auflage des Wiler Stadtfestes vom Samstag mit der Gemeinde Wilen als Gast erreichte eine überaus grosse Beachtung seitens der Gäste aus den beiden Orten. Mit den attraktiven Auftritten der Gastgemeinde Wilen wurde daraus fast ein Stadtfest der Superlative. Neben Musik und Gesang, zeigte sich Wilen auch von der akrobatischen und tänzerischen Seite. Stadtpräsidentin Susanne Hartmann sprach von einer einvernehmlichen Zusammenarbeit. Kurt Enderli, Gemeindepräsident von Wilen: „Die gute Zusammenarbeit mit Wil ist in vielen gemeinsamen Aktivitäten bestätigt“. Für einen speziellen Höhepunkt sorgte die offizielle Vergabe der Benevolpreise an die drei Wiler Vereine.Punkt 11 Uhr, nach den drei Böllerschüssen, startete die Brassband Wilen unter der Leitung von Beat Bachmann die achte Auflage des Wiler Stadtfestes, das im Turnus von zwei Jahren stattfindet. Mit Peter Heutschi war der passende Moderator gefunden, der die Akteure auf der Bühne unterhaltsam ankündigte.

Mit Begegnung für Gemeinschaft und Zugehörigkeit sorgen
Stadtpräsidentin Susanne Hartmann machte in ihrer Festrede deutlich, dass die 23'540 Menschen von Wil mehr als die Summe der Einwohner ausmachten. Gemeinschaft und Zugehörigkeit fänden mit Begegnungen statt, Austausch in fröhlichen Stunden. Mit dem Erstauftritt der Wilener Musik sei ein erstes Näherkommen möglich geworden. In der Feier des Stadtfestes seien viele Facetten enthalten, Sportlich, Musikalisch und kulinarische Genüsse.

Nach Susanne Hartmann pflegt Wil mit der Gemeinde Wilen eine einvernehmlich gute Zusammenarbeit. Der Alltag kenne keine Grenzen, auch wenn Kantonsgrenzen überschritten werden.

Wilen mit hochkarätigen Auftritten
Die Gemeinde Wilen begnügte sich nicht allen mit musikalischen und gesanglichen Auftritten. Mit der Brassband Wilen, war den Gästen im Zelt ein erstes besonderes Highlight geboten. Ebenso von stattlicher Qualität zeigte sich der Wilener Chrüz und Be-Chor mit mehreren gesanglichen Darbietungen.

Hochkarätig wurde es nachfolgend mit den akrobatischen Darbietungen seitens der beiden Kunstsportstaren Corinne und Kersten, ebenfalls eine Leistung aus Wilen. Die beiden Kunstturnstaren haben sich bereits in nationalen und internationalen Auftritten einen Namen gemacht. Das war aber noch nicht alles. Gleich nachfolgend stieg die Break-Dance-Gruppe, ebenfalls unter Leitung von Corinne und Kersten auf die Bühne mit einem fulminanten Auftritt. Mit einer zweiten Kunstturn-Show verabschiedeten sich Corinne und Kersten unter viel Applaus vom Publikum.

Wilen und die vielen Gemeinsamkeiten mit Wil
In der Vorstellung seiner Gemeinde Wilen stellte Gemeindepräsident Kurt Enderli mit Betonung fest, dass die Zusammenarbeit mit Wil keineswegs eine Floskel darstelle. Die Zusammenarbeit sei derart geprägt, dass man immer nach Lösungen und nicht nach Problemen suche. Dankbar blicke er auf die vielfältigen Gemeinsamkeiten, angefangen bei der Gasversorgung, dem TV-Angebot, die Benutzung der Schiessanlage Thurau und die Mitwirkung beim Sicherheitsverbund. Die Palette des Zusammenwirkens gehe weiter im sozialen Bereich wie Thurvita, Spitex, Kaktus Kinder- und Jugendbildung, Tagesfamilien, Kantonsschule Wil. Vortrefflich sei auch die bereits langjährige Zusammenarbeit mit den Landeskirchen in Wil, für Wilen eine sinnstiftende Basis.

Als Gastgemeinde wollte Kurt Enderli auch mit einem Geschenk aufwarten. Für die Stadtpräsidentin hatte er eine Skulptur von Cornelia Coppala mitgebracht, eine Geiss. Mit einem herzlichen Händedruck und freudvoller Umarmung bedankte sich Enderli bei der Stadtpräsidentin für die Einladung.

Prix Benevol-Preisübergabe
Die Preisträger von Benevol aus der Stadt Wil waren zwar bereits bekannt gemacht. Am Stadtfest wurde den drei Preisträgern offiziell gratuliert mit Übergabe der Urkunde. Die Übergabe nahm Suzanne Näf, Departementssekretärin bei der Stadt vor. Sie erinnerte an das grosse Interesse am Benevol-Preisausschreiben mit 32 Anmeldungen.

Erste Preisübergabe erfolgte an den Verein „Fair Wil“. Das seit 2013 wirkende Schreibbüro ermöglicht Fremdsprachigen eine Hilfestellung beim Ausfüllen von amtlichen Papieren, wenn sie der deutschen Sprache zu wenig mächtig sind. Die 15 Freiwilligen haben bisher rund 300 Personen Unterstützung geboten.

Zweiter Preisträger ist die Jungwacht Wil, welche bereits seit 80 Jahren Kindern aus Wil und Region ein Spiel- und Spassangebot bietet. Darin wirken 36 Leiter, welche mit einer grossen Zahl Kinder bald in ein zwei Wochen dauerndes Lager reisen.

Der Frauen- und Müttertreff Bronschhofen erreichte als dritte Organisation den Prix Benevol. Der Verein besteht seit 30 Jahren und pflegt Kontakte zu Jung und Alt mit verschiedensten Angeboten, so auch dem Angebot einer Spielgruppe.

Noch vor dem Ausschank des von der Stadt offierierten Apéros mit Imbiss informierte die Stadtpräsidentin über die bevorstehende Teilnahme der Stadt Wil am St. Galler-Fest im 2018. Sie lud die Anwesenden ein, Ideen für einen Auftritt am St.Galler-Fest einzubringen.

Fest bis zu später Stunde
Nach dem Startanlass konnten die Festlichkeiten in den vielen Beizli verschiedenster Vereine und Organisationen beginnen. Über die ganze Fussgängerzone verteilt hatten sich die Organisatoren eingerichtet, teils mit überaus einladenden Einrichtungen und kulinarischen Angeboten.

Im Festzelt fanden in den späteren Nachmittagsstunden weitere Vorführungen statt. Besondere Hinweise für das Abendprogramm kamen seitens des „Ghrüz und Be Chors“, der Teile aus dem Septemberprogramm vorstellen wollte.