Ganze 26 Millionen Franken mehr als ursprünglich angenommen investiert der Bund in die Agglomerationsprogramme dritter Generation im Kanton St. Gallen. Damit wird eine koordinierte Planung von Verkehr, Siedlung und Landschaft im urbanen Raum sichergestellt. Doch die Region Wil darf nicht am zusätzlichen Geldtopf laben. Es bleibt bei den 37 Millionen Franken, welche bereits nach dem ersten Prüfungsergebnis zu Jahresbeginn in Aussicht gestellt worden waren.

Der Bund attestiert dem Konzept «Entwicklungsschwerpunkt Wil West» zwar eine gelungene Abstimmung auf Siedlung, Verkehr und Landschaft. Jedoch reicht das Geld nicht, um alle Wünsche der Region-Wil-Gemeinden zu erfüllen. Die für Wil West verantwortliche Regio Wil hatte sich zuletzt vor allem für eine Aufwertung in Bronschhofen stark gemacht. Denn zur optimalen Erschliessung des Gebiets Wil West gehört auch die so genannte Netzergänzung Nord. Es handelt sich um eine neu zu bauende Strasse, welche von Wil West nach Bronschhofen führt. Der Bund anerkennt zwar die Notwendigkeit dieses Projekts, beurteilt die Umsetzung aber erst in der nächsten Generation als realistisch. Somit werden Gelder frühestens in den Jahren 2024 bis 2027 gesprochen. Folglich bleibt die Netzergänzung Nord im B-Horizont. Das gleiche zählt für ein Gestaltungskonzept im Dorf Bronschhofen.

Wie der Kanton St. Gallen in einer Medienmitteilung verlauten lässt, können die beiden Bronschhofer Projekte aber trotzdem weiter geplant und das Gesamtkonzept Wil West realisiert werden. In diesem sollen auf einem Gebiet zwischen Wil, Münchwilen und Sirnach 2000 bis 3000 neue Arbeitsplätze angesiedelt werden. Der Baustart erfolgt gemäss aktuellem Planungsstand im Jahr 2023.