Jann Döbelin, der im Herbst 2021 die Nachfolge des langjährigen Quartierverein-Präsidenten Guido Bünzli antrat, freute sich über den regen Zuspruch, fanden doch viele West-Quartierbewohnerinnen und -bewohner jeglichen Alters am Samstagnachmittag den Weg ins Cinewil, wo zum einen auf das Jahr 2022 angestossen und zum anderen die besten Bilder des Foto-Quartierwettbewerbes gekürt wurden. Vorstandsmitglied Ulrike Hintze blieb es vorbehalten, die ausgezeichneten Bilder zu präsentieren. Den ersten Preis, einen Kosmetikgutschein, gewann Astrid Rudolf für ihr Bild «Strassenmalerei».

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Vorstandsmitglied Ulrike Hintze zeichnet die besten Bilder des Foto-Wettbewerbes aus.

Neuer Schulraum von Nöten

Döbelin erklärte, dass auf den Vorstand des Quartiervereins in den kommenden Monaten viel politische Arbeit warte. Da die Zusammenarbeit mit dem neuen Stadtrat sich «sehr gut angelassen» habe, sei er jedoch zuversichtlich, dass sich der Quartierverein bei vielen anstehenden Projekten erfolgreich für seine Bevölkerung einsetzen könne. Er erwähnte dabei den knappen Schulraum. Das Alleeschulhaus, aber auch die Tagesstruktur platze aus allen Nähten, weshalb es dringend neuer Bauten bedürfen. Zwar würde es sich bei einer raschen Lösung höchstwahrscheinlich nur um «jahrzehntelange Provisorien» handeln. Doch seien solcher besser als gar keinen neuen Schulraum zu haben, gab sich Döbelin pragmatisch.

Schulwegsicherheit verbessern

Weitere wohl langjährige Projekte seien die Neugestaltung des Bahnhofplatzes und die Verkehrsberuhigung der Zürcherstrasse. Auch sei man mit der Stadt im Gespräch, um zeitnah eine Lösung beim Einlenker Winkelried- / Weststrasse zu finden. Ziel müsse es sein, die «Schulwegsicherheit zu verbessern», so Döbelin, der von Beruf Bau- und Verkehrsingenieur ist. «Wir wollen dahin kommen, dass wir den Durchgangsverkehr durch unser Quartier verringern oder dass er in Zukunft zumindest nicht zunimmt. Denn das Westquartier soll in erster Linie zum Leben, Wohnen und Schaffen da sein», betonte Döbelin.

Frauentreff wird Krabbelgruppe

Deshalb wolle man möglichst zeitnah viele der von Vereinsseite initiierten oder mitgetragenen Events und Angebote wieder zum Laufen bringen, sobald es die Pandemie zulasse. Eine Neuerung wurde bereits bekannt gegeben: Der bisherige Frauentreff in den FEG-Räumen soll zum Krabbeltreff mutieren. Dabei könne man auch auf die Unterstützung der Stadt Wil und der Mütter- und Väterberatung zählen, erklärte Döbelin.