Es ist die erste WM-Medaille für einen Schweizer in einem Strassenrennen in diesem Jahrtausend. Letztmals stand Beat Zberg in dieser Disziplin im Jahr 1999 auf dem Podest und wurde Zweiter. Bei der diesjährigen WM im Yorkshire in England war bei Dauerregen und kühlen Temperaturen je länger je mehr abzusehen, dass es für Stefan Küng zu Edelmetall reichen würde. Einerseits forderte das Rennen etliche prominente Opfer wie Titelverteidiger Alejandro Valverde und Vuelta-Sieger Primoz Roglic. Andererseits zog der 25-jährige Wilener einige Kilometer vor dem Ziel das Tempo an und nur zwei Fahrer konnten mithalten. Es kam zum Sprint, der an den dänischen Weltmeister Mads Pedersen ging. Platz zwei sicherte sich Matteo Trentin. Küng wurde mit zwei Sekunden Rückstand Dritter. «Ich wollte mit Herz fahren und es war eine Flucht nach vorne», sagt Küng gegenüber dem Schweizer Fernsehen SRF.

Die Bronze-Medaille war für den Hinterthurgauer eine grosse Genugtuung, nachdem es am Donnerstag im Zeitfahren, seiner Paradedisziplin, mit Platz zehn eine Enttäuschung abgesetzt hatte. (sdu)