Für drei nationale Vorlagen und diverse kommunale Vorlagen kann ein «Ja» oder «Nein» in die Urne gelegt werden, der Stimmzettel kann natürlich auch leer eingeworfen oder zurückbehalten werden. In einigen Gemeinden stehen (Ersatz-)Wahlen an. hallowil.ch wird an dieser Stelle ausgewählte Abstimmungsergebnisse publizieren, erste Resultate sind am Mittag eingetroffen.

Neue Ergebnisse aus den Gemeinden und Kantonen

Wilen

Die Stimmbürgerinnen und -bürger der Gemeinde Wilen sagen zwei Mal «Ja» und zwei Mal «Nein», und zwar wie folgt (von total 1651 Stimmberechtigten sind total 1299 Stimmrechtsausweise eingegangen, davon 61 an der Urne und 1238 brieflich).

Zudem haben die Wilenerinnen und Wilener Michael Gieseck zum neuen Gemeindepräsidenten gewählt. Er hat im 1. Wahlgang mit 597 Stimmen das absolute Mehr erreicht. Die Herausforderer Guido Scherpenhuyzen und Paul Hug konnten je 219 und 117 Stimmen auf sich vereinen. Bei der Ersatzwahl für ein Mitglied des Gemeinderates wurde das absolute Mehr hingegen nicht erreicht, es wird ein 2. Wahlgang stattfinden. Kandidiert hatten: Roger Dierauer (473 Stimmen), Claudia Walt (321 Stimmen) und Ignatius Häne (172 Stimmen). 

Pflegeinitiative: angenommen mit 660 Ja- zu 589 Nein-Stimmen bei 10 Ungültigen und 11 Leeren; Stimmbeteiligung: 76,9 Prozent
Justiz-Initiative: abgelehnt mit 350 Ja- zu 860 Nein-Stimmen bei 10 Ungültigen und 35 Leeren; Stimmbeteiligung: 76 Prozent
Covid-Gesetz: angenommen mit 832 Ja- zu 446 Nein-Stimmen bei 10 Ungültigen und 9 Leeren; Stimmbeteiligung: 78,6 Prozent

Sirnach

Die Stimmbürgerinnen und -bürger der Gemeinde Sirnach sagen zwei Mal «Ja» und zwei Mal «Nein», und zwar wie folgt (von total 4903 Stimmberechtigten sind total 3385 Stimmrechtsausweise eingegangen, davon 509 an der Urne und 2876 brieflich). 

Zudem haben die Sirnacherinnen und Sirnacher Thomas Hafner im 1. Wahlgang zum neuen Gemeinderat gewählt, er wird Samuel Mäder ersetzen. Hafner konnte 1323 Stimmen auf sich vereinen, sein Herausforderer Marco Meuri deren 733.

Pflegeinitiative: angenommen mit 1910 Ja- zu 1319 Nein-Stimmen bei 57 Ungültigen und 38 Leeren; Stimmbeteiligung: 67,8 Prozent
Justiz-Initiative: abgelehnt mit 1189 Ja- zu 1947 Nein-Stimmen bei 56 Ungültigen und 82 Leeren; Stimmbeteiligung: 66,8 Prozent
Covid-Gesetz: angenommen mit 1734 Ja- zu 1560 Nein-Stimmen bei 61 Ungültigen und 16 Leeren; Stimmbeteiligung: 68,8 Prozent

Kanton Thurgau

Die Staatskanzlei des Kantons Thurgau teilt mit: «Die Thurgauerinnen und Thurgauer sagen zwei Mal ‹Ja›und einmal ‹Nein› zu den eidgenössischen Vorlagen. Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger haben die Pflegeinitiative sowie das Covid-19-Gesetz angenommen. Abgelehnt wurde die Justiz-Initiative.»

Pflegeinitititative: 70'019 oder 59.6 Prozent haben «Ja» gesagt, 47'562 Personen stimmten «Nein». Die Stimmbeteiligung lag bei 68,5 Prozent.
Justiz-Initiative: 74'325 oder 65.4 Prozent der Thurgauer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger haben ein «Nein» in die Urne gelegt. 39'297stimmten «Ja». Die Stimmbeteiligung lag bei 67,5 Prozent.
Covid-19-Gesetz: 65'084 oder 54.7 Prozent sagen «Ja», 54'001 sagen «Nein». Die Stimmbeteiligung lag bei 69,1 Prozent.

Aadorf

Die Stimmbürgerinnen und -bürger der Gemeinde Aadorf sagen drei Mal «Ja» und ein Mal «Nein», und zwar wie folgt (von total 6296 Stimmberechtigten sind total 4471 Stimmrechtsausweise eingegangen, davon 589 an der Urne, 17 vorzeitig und 3865 brieflich).

Neugestaltung Bahnhofplatz: angenommen mit 2820 Ja- zu 1065 Nein-Stimmen bei 126 Ungültigen und 31 Leeren; Stimmbeteiligung: 64,2 Prozent. Gemeindepräsident Matthias Küng lässt nach der Abstimmung verlauten: «Dank der ausserordentlich hohen Stimmbeteiligung erhielt das Abstimmungsresultat eine bestmögliche demokratische Legitimation. Deshalb freut mich die grosse Zustimmung des Aadorfer Souveräns zu unserem Projekt sehr. Es zeigt, dass die Menschen unserer Arbeit vertrauen und bereit sind die Gemeinde weiterzuentwickeln.»
Pflegeinitiative: angenommen mit 2523 Ja- zu 1707 Nein-Stimmen bei 124 Ungültigen und 55 Leeren; Stimmbeteiligung: 70 Prozent
Justiz-Initiative: abgelehnt mit 1423 Ja- zu 2668 Nein-Stimmen bei 125 Ungültigen und 132 Leeren; Stimmbeteiligung: 70,3 Prozent
Covid-Gesetz: angenommen mit 2415 Ja- zu 1887 Nein-Stimmen bei 125 Ungültigen und 25 Leeren; Stimmbeteiligung: 72,4 Prozent

Kanton St. Gallen

Die Staatskanzlei des Kantons St. Gallen teilt mit: «Am heutigen Abstimmungssonntag stimmten die St. Gallerinnen und St. Galler zahlreich ab. Es resultierte ein Ja zur Änderung des Covid-19-Gesetztes und zur Pflegeinitiative. Die Justiz-Initiative wurde im Kanton St. Gallen abgelehnt.»

Die Details grafisch aufbereitet (Aufbereitung vom Kanton)

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Pflegeinitiative in Zahlen
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Pflegeinitiative in den Wahlkreisen
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Justiz-Initiative in Zahlen
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Justiz-Initiative in den Wahlkreisen
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Covid-Gesetz in Zahlen
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Covid-Gesetz in den Wahlkreisen


Flawil

Die Stimmbürgerinnen und -bürger der Gemeinde Eschlikon sagen ein Mal «Ja» und zwei Mal «Nein», und zwar wie folgt (von total 6029 Stimmberechtigten sind total 4128 Stimmrechtsausweise eingegangen, davon 141 an der Urne und 3987 brieflich; 51 briefliche Stimmen ungültig). 

Zudem erreichte keiner der Kandidaten das absolute Mehr und so wird in Flawil am 13.2.2022 der zweite Wahlgang für die Ersatzwahl eines Gemeinderatsmitglieds durchgeführt. So schreibt die Gemeinde am Sonntag: «Keiner der drei Kandidaten erreichte im ersten Wahlgang das absolute Mehr von 1676 Stimmen. Damit steht noch nicht fest, wer die Nachfolge von Erwin Thalmann antritt, der im vergangenen Sommer aus gesundheitlichen Gründen seinen sofortigen Rücktritt bekanntgegeben hat. Das beste Resultat erzielte Andreas Mattes (Die Mitte) mit 1605 Stimmen. Damit verpasste er das absolute Mehr nur knapp. Marco Lüchinger (SP) erreichte 1216 Stimmen, Martin Rütti (parteilos) erhielt 478 Stimmen. Die Stimmbeteiligung betrug 57,29 Prozent.»

Pflegeinitiative: angenommen mit 2387 Ja- zu 1622Nein-Stimmen bei 1 Ungültiger und 36 Leeren; Stimmbeteiligung: 67,1 Prozent
Justiz-Initiative: abgelehnt mit 1246 Ja- zu 2623 Nein-Stimmen bei 1 Ungültiger und 93 Leeren; Stimmbeteiligung: 65,7 Prozent
Covid-Gesetz: angenommen mit 2274 Ja- zu 1804 Nein-Stimmen bei 0 Ungültigen und 21 Leeren; Stimmbeteiligung: 68 Prozent

Eschlikon

Die Stimmbürgerinnen und -bürger der Gemeinde Eschlikon sagen drei Mal «Ja» und ein Mal «Nein», und zwar wie folgt (von total 3319 Stimmberechtigten total 2407 Stimmrechtsausweise, davon 323 an der Urne, 4 vorzeitig und 2080 brieflich; 0 briefliche Stimmen ungültig).

Zudem haben die Eschliker einen neuen Gemeinderat gewählt: den parteilosen Roland Gantenbein. Er konnte 1225 Stimmen auf sich vereinen, insgesamt gingen 1546 entsprechende Wahlzettel ein. Dies entspricht einer Wahlbeteiligung von 46,6 Prozent.

Sanierung MZH Bächelacker: angenommen mit 1264 Ja- zu 627 Nein-Stimmen bei 59 Ungültigen und 31 Leeren; Stimmbeteiligung: 59,7 Prozent. Linus Köppel, Präsident der Volksschulgemeinde schreibt dazu: «Die Schulbehörde freut sich über diesen klaren Entscheid sowie das damit ausgedrückte Vertrauen.»
Pflegeinitiative: angenommen mit 1304 Ja- zu 971 Nein-Stimmen bei 53 Ungültigen und 30 Leeren; Stimmbeteiligung: 71 Prozent
Justiz-Initiative: abgelehnt mit 751 Ja- zu 1470 Nein-Stimmen bei 52 Ungültigen und 67 Leeren; Stimmbeteiligung: 70,5 Prozent
Covid-Gesetz: angenommen mit 1269 Ja- zu 1060 Nein-Stimmen bei 57 Ungültigen und 12 Leeren; Stimmbeteiligung: 72,3 Prozent

Oberbüren

Die Stimmbürgerinnen und -bürger der Gemeinde Oberbüren sagen ein Mal «Ja» und zwei Mal «Nein», und zwar wie folgt (von total 3110 Stimmberechtigten sind total 2253 Stimmrechtsausweise eingegangen, davon 63 an der Urne und 2190brieflich; 40 briefliche Stimmen ungültig).

Pflegeinitiative: abgelehnt mit 1048 Ja- zu 1145 Nein-Stimmen bei 0 Ungültigen und 15 Leeren; Stimmbeteiligung: 71 Prozent
Justiz-Initiative: abgelehnt mit 589 Ja- zu 1557 Nein-Stimmen bei 0 Ungültigen und 40 Leeren; Stimmbeteiligung: 70,3 Prozent
Covid-Gesetz: angenommen mit 1161 Ja- zu 1087 Nein-Stimmen bei 0 Ungültigen und 3 Leeren; Stimmbeteiligung: 72,4 Prozent

Wil

Die Stimmbürgerinnen und -bürger der Gemeinde Wil sagen drei Mal «Ja» und ein Mal «Nein», und zwar wie folgt (von total 14'267 Stimmberechtigten total 9762 Stimmrechtsausweise, davon 328 an der Urne und 9434 brieflich; 132 briefliche Stimmen ungültig).

Hof zu Wil: Die 3. Bauetappe, das Renovations- und Innovationsprojekt, für den Hof zu Wil wurde von den Wilerinnen und Wilern deutlich angenommen, und zwar mit 6063 Ja- zu 2315 Nein-Stimmen.
Pflegeinitiative: angenommen mit 5430 Ja- zu 4109 Nein-Stimmen bei 0 Ungültigen und 75 Leeren; Stimmbeteiligung: 67,4 Prozent
Justiz-Initiative: abgelehnt mit 2874 Ja- zu 6370 Nein-Stimmen bei 0 Ungültigen und 218 Leeren; Stimmbeteiligung: 66,3 Prozent
Covid-Gesetz: angenommen mit 5830 Ja- zu 3842Nein-Stimmen bei 0 Ungültigen und 47 Leeren; Stimmbeteiligung: 68,1 Prozent


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Schöne Aussichten: Kredit und Darlehen für die 3. Bauetappe des Hof zu Wil wurden angenommen; Blick aus dem Dachstuhl (Foto: Janine Meyer)


Jonschwil

Die Stimmbürgerinnen und -bürger der Gemeinde Jonschwil sagen zwei Mal «Ja» und ein Mal «Nein», und zwar wie folgt (von total 2643 Stimmberechtigten sind total 1971 Stimmrechtsausweise eingegangen, davon 52 an der Urne und 1918 brieflich; 22 briefliche Stimmen ungültig).

Pflegeinitiative: angenommen mit 1006 Ja- zu 920 Nein-Stimmen bei 0 Ungültigen und 28 Leeren; Stimmbeteiligung: 73,9 Prozent
Justiz-Initiative: abgelehnt mit 543 Ja- zu 1327 Nein-Stimmen bei 0 Ungültigen und 50 Leeren; Stimmbeteiligung: 72,6 Prozent
Covid-Gesetz: angenommen mit 1024 Ja- zu 935 Nein-Stimmen bei 0 Ungültigen und 10 Leeren; Stimmbeteiligung: 74,5 Prozent

Bettwiesen

Die Stimmbürgerinnen und -bürger der Gemeinde Bettwiesen sagen ein Mal «Ja» und zwei Mal «Nein», und zwar wie folgt (von total 782 Stimmberechtigten sind total 543 Stimmrechtsausweise eingegangen, davon 84 an der Urne und 459 brieflich).

Pflegeinitiative: angenommen mit 306 Ja- zu 209 Nein-Stimmen bei 12 Ungültigen und 8 Leeren; Stimmbeteiligung: 68,4 Prozent
Justiz-Initiative: abgelehnt mit 166 Ja- zu 333 Nein-Stimmen bei 12 Ungültigen und 16 Leeren; Stimmbeteiligung: 67,4 Prozent
Covid-Gesetz: angenommen mit 251 Ja- zu 277 Nein-Stimmen bei 12 Ungültigen und 1 Leer; Stimmbeteiligung: 69,2 Prozent

Zuzwil

Die Stimmbürgerinnen und -bürger der Gemeinde Zuzwil sagen zwei Mal «Ja» und ein Mal «Nein», und zwar wie folgt (von total 3375 Stimmberechtigten sind total 2576 Stimmrechtsausweise eingegangen, davon 57 an der Urne und 2519 brieflich; 21 briefliche Stimmen waren ungültig).

Pflegeinitiative: angenommen mit 1268 Ja- zu 1251 Nein-Stimmen bei 0 Ungültigen und 24 Leeren; Stimmbeteiligung: 75,4 Prozent
Justiz-Initiative: abgelehnt mit 733 Ja- zu 1752 Nein-Stimmen bei 0 Ungültigen und 34 Leeren; Stimmbeteiligung: 74,6 Prozent
Covid-Gesetz: angenommen mit 1533 Ja- zu 1025 Nein-Stimmen bei 0 Ungültigen und 11 Leeren; Stimmbeteiligung: 76,1 Prozent

Kommunale Abstimmungen und Wahlen

  • Stadt Wil: Obligatorisches Referendum zum Renovations- und Innovationsprojekt Hof zu Wil
  • Flawil: Ersatzwahl eines Mitglieds des Gemeinderates (1. Wahlgang) für den Rest der Amtsdauer 2021-2024 aufgrund des gesundheitsbedingten Rücktritts von Erwin Thalmann vom 28. November 2021
  • Niederhelfenschwil u.a.: Ersatzwahl eines VR-Mitglieds der Wasserkorporation Lenggenwil
  • Niederhelfenschwil u.a.: Ersatzwahl eines Behördenmitglieds der Oberstufenschulgemeinde Sproochbrugg
  • Wilen: Wahl des neuen Gemeindepräsidenten
  • Sirnach: Wahl eines neuen Gemeinderats (oder 2. Wahlgang im Februar 2022)

Nationale Vorlagen

  • Pflegeinitiative: Das Initiativkomitee sagt «Ja» und lehnt den indirekten Gegenvorschlag des Parlaments ab. Bundesrat und Parlament hingegen empfehlen ein «Nein» und damit den Gegenvorschlag.
  • Covid-19-Gesetz: Im September 2020 hatte das Parlament das Covid-19-Gesetz verabschiedet, es wurde mehrmals angepasst und auch ein Referendum im Juni 2021 wurde mit 60 Prozent angenommen. Ein Teil des Gesetzes kommt heute erneut zur Abstimmung, und zwar die Anpassungen, die das Parlament im März 2021 beschlossen hat. Bundesrat und Parlament empfehlen ein «Ja», das Referendumskomitee weibelt für ein «Nein».
  • Justiz-Initiative: Wird die Initiative angenommen, wird die Bundesrichterwahl künftig per Los entschieden. Um diese Unabhängig zu gewährleisten, fordert Initiative ein «Ja». Bundesrat und Parlament hingegen lehnen die Initiative ab.

Community gibt Stimme ab

Die Redaktion wollte herausfinden, wie es in der Region aussieht und hat deshalb gefragt: Stimmen Sie ab? Die Auswertung nach Umfrageschluss vom Morgen des 28. November zeigt: Die hallowil.ch-Community nimmt aktiv am demokratischen Prozess teil.

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Stand der hallowil.ch-Umfrage am Morgen des 28. Novembers: Insgesamt wurden 175 Stimmen abgegeben, davon: 149 Ja, 10 Eher Ja, 7 Nein, 2 Eher Nein, 7 Kommt Drauf An (Stand am 28.11.21, die Redaktion)


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So hat hallowil.ch bisher berichtet (13.11.21)

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Insgesamt wurden 128 Stimmen abgegeben, davon: 106 Ja, 10 Eher Ja, 3 Eher Nein, 2 Nein, 7 Kommt Drauf An (Stand am 13.11.21, die Redaktion)

Die Umfrage am Ende des Artikels ist weiterhin geöffnet, auch unser Posteingang freut sich über Ihre Wortmeldung, überhaupt hat die hallowil.ch-Redaktion ein offenes Ohr für Ihre Anliegen.

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So hat hallowil.ch bisher berichtet und nach Antworten gefragt (17.10.21)

Abstimmung Ende November: Die Vorlagen im Überblick und ein Aufruf

In genau sechs Wochen entscheiden die Schweizer Stimmberechtigten über drei eidgenössische Vorlagen. Im hallowil.ch-Land stehen auch kommunale Vorlagen sowie Wahlen auf der Traktandenliste. hallowil.ch hat eine Übersicht zusammengetragen – und fragt nochmal nach: Wer geht nicht an die Urne und warum?

Am Wahlsonntag vom 28. November stehen verschiedene Wahlen und Abstimmungen im hallowil.ch-Land an. hallowil.ch hat einen nicht abschliessenden Überblick zusammengetragen. Fehlt etwas? Melden Sie sich bei uns!

  • Stadt Wil: Obligatorisches Referendum zum Renovations- und Innovationsprojekt Hof zu Wil. hallowil.ch hat anfangs Oktober über die Medienorientierung der Stadt Wil berichtet.
  • Flawil: Ersatzwahl eines Mitglieds des Gemeinderates (1. Wahlgang) für den Rest der Amtsdauer 2021-2024 aufgrund des gesundheitsbedingten Rücktritts von Erwin Thalmann vom 28. November 2021
  • Wilen: Wahl des neuen Gemeindepräsidenten
  • Sirnach: Wahl eines neuen Gemeinderats

Am 28. November wird auch über drei nationale Vorlagen abgestimmt:

  • Pflegeinitiative: Nicht erst seit Corona steht die Pflege vor grossen Herausforderungen. Die Initiative verlangt, dass Bund und Kantone die Pflege fördern soll. So soll genügend Fachpersonal zur Verfügung stehen, der Bund soll zudem Arbeitsbedingungen und die Abgeltung regeln. Zudem sollen Aus- und Weiterbildung kontinuierlich gefördert werden. Das Initiativkomitee sagt «Ja» und lehnt den indirekten Gegenvorschlag des Parlaments ab. Bundesrat und Parlament hingegen empfehlen ein «Nein» und damit den Gegenvorschlag.
  • Covid-19-Gesetz: Die Corona-Pandemie hat von Regierungen weltweit ein rasches Handeln gefordert, so auch hierzulande. Anfangs stützte man sich dabei auf Notrecht, im September 2020 hatte das Parlament dann das Covid-19-Gesetz verabschiedet. Als Reaktion auf die Entwicklung der Krise wurde das Gesetz mehrmals angepasst, so gab es im Juni ein Referendum, das mit 60 Prozent angenommen wurde. Nun wird ein Teil des Gesetzes erneut zur Abstimmung vorgelegt, nachdem ein weiteres Referendum zustande gekommen ist. Es geht dabei um die Anpassungen, die das Parlament im März 2021 beschlossen hat. Bundesrat und Parlament empfehlen ein «Ja», das Referendumskomitee weibelt für ein «Nein».
  • Justiz-Initiative: Derzeit werden Bundesrichter vom Parlament gewählt. Dieser Umstand wird vom Initiativkomitee der Justiz-Initiative kritisiert. Aus dessen Sicht beeinträchtige dieses Wahlverfahren die richterliche Unabhängigkeit, ausserdem hätten Parteilose keine Chance auf eine Wahl. Wird die Initiative angenommen, wird die Bundesrichterwahl künftig per Los entschieden. Um diese Unabhängig zu gewährleisten, fordert Initiative ein «Ja». Bundesrat und Parlament hingegen lehnen die Initiative ab.

Stimme abgeben: Ja, nein, kommt darauf an …

Die direkte Demokratie der Schweiz ermöglicht es der Stimmbevölkerung, an politischen Prozessen direkt teilzuhaben. Viele Schweizerinnen und Schweizer entscheiden sich aber, nicht an Wahlen und Abstimmungen teilzunehmen. Auch im hallowil.ch-Land? Melden Sie sich bei uns und erzählen Sie uns, warum Sie Ihre Stimme nicht abgeben. Sie erreichen uns per Mail und via Whatsapp. 078 602 74 02