«Das wird eine spannende, schwierige Sitzung.» Das sagt der Wiler SVP-Fraktionspräsident Benjamin Büsser zu hallowil.ch, nachdem seine Partei das Budget der Stadt Wil für das Jahr 2021 durchleuchtet hat. Büsser spricht von der Budget-Sitzung des Stadtparlaments am 3. Dezember. Dann wird der Voranschlag für das kommende Jahr beraten, welcher einen Verlust von knapp neun Millionen Franken vorsieht. Die Wiler Volkspartei wird an jenem Abend einige Anträge einbringen. Büsser sagt: «Uns fehlt der Sparwillen des Stadtrates. In praktisch allen Departementen sind Kostenreduktionen möglich. Die Liebe zum Detail geht dem Budget komplett ab.» Der SVP-Fraktionspräsident kann zum Beispiel nicht verstehen, wieso für ein Kunsthallen-Jubiläum oder den Besuch der polnischen Partnergemeinde Geld zur Verfügung gestellt wird, obwohl aktuell solche Anlässe wegen der Corona-Situation nicht möglich sind. Auch Ausgaben für Velozähl-Stationen oder Tarifvergünstigungen im Öffentlichen Verkehr seien nicht nötig.

Wie so oft stellt die SVP aber auch die Stellen in Frage, welche neu geschaffen werden sollen. 215 Stellenprozente sollen es dieses Mal sein. Vor Jahresfrist waren es noch gut 720 neue Stellenprozente gewesen. «Man könnte die anfallende Arbeit mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen bewältigen», ist Büsser überzeugt.

Mit den angekündigten Steuerfuss-Erhöhungen – in den Jahren 2022 und 2024 soll der Steuerfuss um je vier Prozentpunkte auf 126 Prozent angehoben werden – kann sich die Volkspartei ebenfalls nicht anfreunden. «Für uns ist nur eine Erhöhung für ein konkretes Projekt, wie es der Sportpark Bergholz war, vorstellbar. Aber nicht, um dem Ausgaben-Wahnsinn des Stadtrats nachzukommen», sagt Büsser. Dass Budget ist für die SVP «inakzeptabel» und braucht «schwere Nachbesserungen».