Seit Ende Mai ist es offiziell, dass die CVP Wil für die Erneuerungswahlen den Eschliker Gemeindepräsidenten Hans Mäder für das Stadtpräsidium und Beat Gisler für den Stadtrat ins Rennen schickt. In einer Medienmitteilung präsentiert der Vorstand der CVP Wil nun am Freitag eine Liste mit 20 Personen, mit denen er die Parlamentswahlen bestreiten wird. «Mit 6 Frauen und 14 Männern – darunter auch engagierte Mitglieder der jungen CVP – hat sich die Partei das Ziel gesetzt, die bisherigen neun Sitze mindestens zu halten», informiert die Partei. Und nicht nur das: Parteipräsident Franklin Munishi tritt als Kandidat für einen Sitz im Wiler Schulrat an. 

«In erster Linie will ich Schulrat werden, weil ich Vater von vier Kindern bin, die von der 2. Klasse bis hin zum Gymnasium verschiedene Schulen in der Stadt Wil besuchen», sagt Munishi auf Anfrage von hallowil.ch. Er ist überzeugt, dass er damit eine gute Aussensicht sowohl für die Bevölkerung als auch für das Schulsystem einbringen und damit schulische Belangen gut vertreten kann. Er wolle sich dafür einsetzen, dass das Wiler Schulsystem auch in Zukunft gut und zeitgemäss voranschreite. Zu seinen Wahlchancen meint Munishi: «Ich hätte mich nicht aufstellen lassen, wenn ich meine Chancen nicht als gut einschätzen würde.»

Zu der Tatsache, dass der Wiler Schulrat womöglich per 2024 aufgehoben wird, meint Munishi, dass dieser mehr von der Bevölkerung und dem Stadtparlament wahrgenommen werden muss. Sollte der Wiler CVP-Präsident im Herbst in den Schulrat gewählt werden, will er sich für die Existenz des Schulrates einsetzen. «Man darf nicht vergessen, dass der Schulrat auch in der Vergangenheit einiges geleistet hat», betont Munishi. Nur habe die Bevölkerung das nicht gespürt. «Mit meiner Wahl würde ich bewusst nach aussen treten und zeigen, dass der Stadtrat als auch die Bildungskommission den Schulrat sowohl strategisch als auch beratend brauchen.»

Das sind die nominierten CVP-Kandidaten

«Neben acht bisherigen Kandidaten kann die CVP dank der guten Arbeit eine ausgewogene Kandidatenliste präsentieren», meint der CVP Vorstand in ihrer Medienmitteilung. Von den «Bisherigen» tritt einzig Hans Moser nicht mehr an. Der Bronschhofer verzichtet somit freiwillig auf eine dritte Legislatur in der Wiler Legislative.

Die Liste sieht aktuell folgendermassen aus: 

- Prend Berisha (bisher)
- Roland Bosshart-Schaffhauser (bisher)
- Christoph Gehrig (bisher)
- Reto Gehrig (bisher)
- Brigitte Gübeli-Forrer (bisher)
- Christine Hasler (bisher)
- Christoph Hürsch (bisher)
- Erwin Schweizer Erwin (bisher)
- Annik Hasler (neu)
- Sofije Krejci-Lutiq (neu)
- Sandra Lusti (neu)
- Valentina Munishi (neu)
- Thomas Abbt (neu)
- Marius Grämiger (neu)
- Orell Imahorn (neu)
- Ardijan Rrudhani (neu)
- Beat Ruckstuhl (neu)
- Philipp Schönenberger (neu)
- Peter Weber (neu)
- Stefan Wyss (neu)

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Gemeindepräsident von Eschlikon will Wiler Stadtpräsident werden (08.05.)

Für die einen wird es eine Überraschung sein, für die anderen eher weniger: Hans Mäder, Gemeindepräsident von Eschlikon, will der nächste Wiler Stadtpräsident und damit der Nachfolger von Susanne Hartmann werden. Überraschend ist sein Vorhaben, weil er erst seit Juni 2015 das Gemeindeoberhaupt von Eschlikon und schon 62-jährig ist. Weniger überraschend ist es, weil er gebürtiger Wiler und ehemaliger Fraktionspräsident der CVP Wil ist. Mit Mäder als möglichen Kandidaten schätzt Franklin Munishi, Präsident der CVP Wil, die Chancen gut ein, dass das Wiler Stadtpräsidium weiterhin in der Hand der CVP bleibt. Als möglichen Kandidaten? «Ja, es ist vorläufig eine Empfehlung der Parteileitung», führt Munishi weiter aus. Denn die Parteimitglieder haben das letzte Wort und müssen die Kandidatur von Mäder bestätigen.

«Wir haben uns für Hans Mäder entschieden, weil er eine kompetente Persönlichkeit ist», erklärt Munishi gegenüber hallowil.ch. Das zeige vor allem der Blick auf «seinen bemerkenswerten Lebenslauf». Journalist, Staatswissenschaftler, Unternehmensentwickler, leitender Informatik-Koordinator, Geschäftsleiter, Politiker – die beruflichen Stationen «sprechen eindeutig für ihn».

 
(Video: Mykhailo Zinchenko)

CVP will zweiten Sitz im Stadtrat

Doch die Wiler CVP möchte nicht nur das Stadtpräsidium weiter in ihrer Leitung sehen, sondern auch einen zweiten Sitz im Stadtrat der Äbtestadt erobern. «Einserseits steht uns das Stadtpräsidium zu», begründet Munishi, «andererseits ist es Zeit, dass wir wieder einen zweiten Sitz im Stadtrat bekommen.» Und diesen Sitz soll Beat Gisler besetzen. Seit über 20 Jahren lebt der gebürtige Urner in Bronschhofen und ist seit drei Jahren Leiter der Wirtschaftsermittler der Kantonspolizei Thurgau. «Wer sich seinen Werdegang anschaut, der wird davon überzeugt sein, dass die Stadt Wil Menschen wie ihn braucht», ist CVP-Präsident Munishi überzeugt. Gisler sei eine bodenständige Persönlichkeit, die für einen Sitz im Wiler Stadtrat fähig sei, anpacken könne und sich für Veränderungen einsetze. «Ein Macher eben», führt der Wiler CVP-Präsident weiter aus. Gisler ist ein gelernter Treuhänder sowie Wirtschaftsprüfer, seit 17 Jahren bei der Kriminalpolizei und seit drei Jahren in einer leitenden Funktion tätig. «Er hatte bisher in den unterschiedlichsten Unternehmungen Einsicht bekommen», sagt Munishi, «was die wenigsten Menschen in ihrer beruflichen Laufbahn haben.»

 
(Video: Mykhailo Zinchenko)

Wahl im Herbst

Parteipräsident Munishi ist zuversichtlich und optimistisch, dass sowohl Mäder als auch Gisler im Herbst kandidieren werden und auch die Wahlen gewinnen werden. «Wir haben viele treue Wähler und sind als Partei gut verankert», sagt Munishi. Ausserdem habe Parteimitglied Susanne Hartmann in den vergangenen acht Jahren gute und tadellose Arbeit geleistet.

Aktuell darf die CVP wie alle anderen Parteien wegen des Coronavirus keine übliche Nominationsversammlung durchführen. «Aus diesem Grund sind wir gezwungen, die Abstimmung schriftlich durchzuführen», betont Munishi, «Die Parteimitglieder müssen ihr Votum abgeben». Sollten diese die Kandidaturen von Mäder und Gisler bestätigen, hat die CVP wie alle anderen Parteien und Kandidaten bis zum 29. Juni Zeit, um ihre Wahlvorschläge abzugeben. Der erste Wahlgang findet am 27. September statt.

Bereits bekannt ist, dass Stadtrat Daniel Meili auch Wiler Stadtpräsident werden möchte.