Daniel Bösch startete wie vor Wochenfrist am St. Galler Kantonalschwingfest auch in Schaffhausen als deutlicher Favorit – und liess nichts anbrennen. Der gelernte Metzger marschierte ab dem ersten Gang ohne Probleme durch und entschied die Gänge jeweils in den ersten zwei Minuten zu seinen Gunsten. Der unbequemste Gegner hatte Bösch im ersten Gang zu bezwingen. Fabian Kindlimann machte es ihm jedoch auch nicht schwer und bereits beim zweiten Mal Grifffassen lag der Zürcher Eidgenosse auf dem Rücken. Die beiden Zürcher Philipp Lehmann und Beda Arztmann mussten im zweiten und dritten Gang den blauen Himmel jeweils auf dem Rücken betrachten.

Auch nach der Mittagspause konnte der vierte Zürcher Schwinger keinen Angriff gegen den Unspunnen-Sieger starten. Bereits im ersten Zug landete Roman Bickel auf dem Rücken. Die Schlussgangteilnahme sicherte sich Daniel Bösch mit dem Sieg über den Schaffhauser Simon Schudel. Der Einheimische Jeremy Vollenweider war nach dem fünften Gang gleich hinter Bösch platziert, was ihm die Schlussgangteilnahme sicherte. Auch er musste bereits nach 1:13 Minuten nach einem Kniekehlengriff und Nachdrücken am Boden dem Platz als Verlierer verlassen. Somit eroberte Bösch den Munot in Schaffhausen und seinen zweiten Saisonsieg.

Der Wiler Marcel Räbsamen am ESAF wohl dabei

Der Schwingclub Wil, zu dem Bösch gehört, dominierte in den vergangenen beiden Wochen die Rangliste in der Ostschweiz. Nebst den beiden Siegen durch Bösch und der Schlussgangteilnahme von Damian Ott am St. Galler Kantonalschwingfest, folgte in Schaffhausen der zweite Schlussrang für Marcel Räbsamen. Der Sennenschwinger hatte seinen ersten Kranzerfolg Mitte Mai am Zürcher Kantonalschwingfest gefeiert und kam alsdann so richtig in Fahrt. Am St. Galler Kantonalschwingfest fand er sich ebenfalls im vorderen Rängen ein und in Schaffhausen folgte danke dem zweiten Schlussrang der dritte Saisonkranz. Somit dürfte für den 18-jährigen Wiler die Teilnahme am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest (ESAF) auf sicher sein. (pd/red)