«Die Zahl der zugelassenen Wohnmobile hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen», schreibt FDP-Stadtparlamentarier Adrian Bachmann gleich am Anfang seiner politischen Anfrage, die er noch diese Woche einreichen möchte. Mit der steigenden Zahl an Wohnmobilen steige auch die Nachfrage nach Plätzen, an denen man dieses während der Reise für eine Nacht oder zwei abstellen könne. «So erfreut sich beispielsweise ein neu geschaffener Stellplatz in Gähwil sehr grosser Beliebtheit», weiss Bachmann. Weil Personen, die ein Wohnmobil besitzen, überdurchschnittlich zahlungskräftig sowie kulturell interessiert seien, wundere er sich besonders über eine Tatsache. «Eben solche Gäste wären in Wil besonders willkommen», führt Bachmann weiter aus, «aber in Wil sind keinerlei Aktivitäten zu erkennen, die für Reisende in Wohnmobilen attraktiv sind.» Auf dem Stadtgebiet fehle es – insbesondere in Zentrumsnähe – an geeigneten Stellplätze. «Dies, obwohl die Anforderungen beziehungsweise  Ansprüche nicht hoch sind: Stromanschlüsse, die Möglichkeit, Frischwasser zu beziehen und Abwasser zu entsorgen, allenfalls einfache sanitäre Einrichtungen sowie eine einfache Signalisation wären für die meisten Camperinnen und Camper ausreichend», erklärt er. Und besonders einen Vorteil sieht Bachmann für einen solchen Platz vor: Er sollte in naher Distanz zu den Sehenswürdigkeiten liegen oder zumindest eine gute ÖV-Anbindung haben.

Mögliche Standorte?

«Teilt der Stadtrat die Einschätzung, dass die Stadt Wil heute für Reisende inWohnmobilen nicht attraktiv ist, und dass diesbezüglich Nachholbedarf besteht?», will Bachmann nun wissen. Drei weitere Fragen hat er in seiner politischen Anfrage gestellt. So will sich der Stadtparlamentarier darüber informieren, ob dem Stadtrat Initiativen von privater Seite bekannt sind, die Stellplätze in Wil schaffen wollen. «Ist der Stadtrat bereit, die Schaffung von Stellplätzen für Wohnmobile in Zentrumsnähe zu unterstützen oder allenfalls selber solche zu schaffen?», so Bachmann. Im gleichen Atemzug fragt er nach möglichen Standorten. «Mit der Allmend an der Glärnischstrasse stünde in Wil ein mögliches Areal zur Verfügung, das über weite Teile des Jahres ungenutzt ist», schlägt er gleich vor. Auch der Parkplatz Rudenzburg würde die nötigen Anforderungen erfüllen. Um in dieser Thematik weiterzukommen, meint Bachmann, dass entsprechende Fachorganisation bei der Evaluation und Errichtung von Stellplätzen ihr Knowhow zur Verfügung stellen können. (pd/red)