Advent, Advent, ein Lichtlein … wobei mittlerweile schon zwei Lichtlein brennen. Normalerweise wäre jetzt Hochbetrieb für Weihnachtsmärkte, denn diese werden spätestens mit dem ersten Adventswochenende lanciert. Aber eben normalerweise. Wäre dieses Jahr nicht die Corona-Pandemie. Wie alle anderen Weihnachtsmärkte in der Region wurde auch derjenige in Wil gestrichen. Die Wilerinnen und Wiler müssen dieses Jahr nicht nur auf die hübsch dekorierten Stände und heissen Glühwein verzichten, sondern auch auf das weihnachtliche Einkaufserlebnis und das Schlendern durch die besinnlich geschmückte Einkaufmeile verzichten. Doch hatte die Absage des Weihnachtsmarktes auch einen Einfluss auf den Wiler Sonntagsverkauf? Der erste fand nämlich vergangenes Wochenende am 7. Dezember statt. Auf Anfrage von hallowil.ch bestätigt Jürg Wipf, Präsident von Wil Shopping, dass es wegen des abgesagten Marktes weniger Besucher am letzten Sonntagsverkauf gab. Das schlechte und kalte Wetter habe da eine weniger wichtige Rolle gespielt. «Die zusätzlichen Stände in der Fussgängerzone brachten noch etwas Weihnachtsmarkt-Atmosphäre», betont Wipf. 

Auf die Frage, ob die Wiler Ladenbesitzer mit dem Sonntagsverkauf zufrieden sind, meint der Wil-Shopping-Präsident: «Das kann ich noch nicht beurteilen, da ich noch keine Umfrage gemacht habe.» Der Goldschmied und Inhaber war mit dem Umsatz und den Aufträgen in seinem Goldschmiedeatelier zufrieden. Aber: «Der Aussenverkauf mit Uhren von Certina und Pierre Ballmain mit bis zu 50 Prozent Rabatt war unbefriedigend.»

Wil Shopping hofft nun auf den zweiten Sonntagsverkauf, der am 20. Dezember stattfinden wird, und dass dann mehr Besucher zur Wiler Einkaufsmeile kommen werden. «Weihnachten steht dann unmittelbar bevor», erklärt Wipf. Ausserdem wolle man das Angebot mit den Zusatzständen nochmals durchzuführen. «Wir hoffen, dass wir es können», so der Präsident des Vereins.