Die Zahlen, welche der Verwaltungsrat der Wiler Sportanlagen AG (Wispag) am Montagabend im Sportpark Bergholz seinen Aktionären vorlegte, konnten sich sehen lassen. «Wir haben im Jahr 2019 einen Betriebsgewinn von 50‘000 Franken erwirtschaftet und konnte so zum dritten Mal in Folge positiv abschliessen», sagte Verwaltungsratspräsident Christian Tröhler. 

Dass den drei «fetten» Jahren nicht ein solches viertes folgen wird, daraus macht Tröhler keinen Hehl. Die mit der Covid-19-Pandemie einhergehende Schliessung der Sportanlagen Mitte März wird in der Rechnung ein Minus hinterlassen, «das wir in dieser Saison nicht mehr aufholen werden. Wir können nur hoffen, dass das Loch nicht noch tiefer wird. Wenn wir nicht mehr schliessen müssen, kommen wir mit einem blauen Auge davon. Eine zweite Welle wäre hingegen katastrophal», so Tröhler. Konkret habe die Schliessung während fast drei Monaten einen Ertragsausfall gegenüber den Vorjahren von rund 610‘000 Franken und einen Verlust von 300‘000 Franken hinterlassen. «Wir mussten den Betrieb von einem Tag auf den anderen von hundert auf null herunterfahren», sagte Tröhler.

Die Einnahmen durch die Saisonabonnemente hätten anfangs der Saison gefehlt. Und auch jetzt seien die Leute nicht «badefreudig». Immerhin habe man seit vergangenem Freitag die Abstandsregeln deutlich lockern können. Wo es vorher zehn Quadratmeter je Gast brauchte, sind es jetzt noch vier. Somit könne man wieder bedenkenlos Badende hereinlassen. Auch habe man den Lockdown nutzen können, um Reparaturen durchzuführen. So wurde beispielsweise der Küchenboden erneuert, was bei laufendem Betrieb eher schwierig gewesen wäre.


Noch immer kein Namenssponsor

Noch keinen Schritt weiter sind die Wiler Sportanlagen bei der Suche nach einem neuen Naming-Right-Partner für den Sportpark. Sie hätten seit der Kündigung der IGP Pulvertechnik per Ende 2019 intensiv nach Interessenten gesucht, jedoch beim Klinkenputzen bei namhaften Firmen und Konzernen nicht den erwünschten Erfolg gehabt. Und das Vorhaben dürfte, angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Situation, «nicht gerade leichter werden», sagte der Verwaltungsratspräsident. Eine Erfolgsmeldung könnte also noch auf sich warten lassen.

Eine Änderung gab es im Wispag-Verwaltungsrat: Für die aufgrund ihres Wechsels von der Stadt- in die Kantonsregierung aus dem Verwaltungsrat ausscheidende ehemalige Stadtpräsidentin, Susanne Hartmann, wurde der neue Stadtpräsident ad interim, Daniel Meili, gewählt.