«Die Jugend ist unsere Zukunft», sagt Martin Senn, Präsident der IG Wiler Sportvereine, anlässlich der 46. Delegiertenversammlung. Ein Grund, warum er sich persönlich in die Vereinsumfrage und deren Auswertung eingesetzt hat. Von den 57 Mitgliedsvereinen haben 43 Vereine die Umfrage mit den Fragen zu Erwartungen an die IG Wiler Sportvereine sowie Gemeinde, Mitgliederzahlen und die Einschätzung der eigenen Stärken sowie Schwächen ausgefüllt. «14 Vereine haben leider nicht auf die Umfrage reagiert», so Senn. Trotzdem habe man genügend Antworten für die Datenerhebung erhalten. 

«Bei der Geschlechterverteilung innerhalb der Vereine zeigt das Ergebnis eindeutig, dass es mehr männliche Vereinsmitglieder hat», sagt Senn. 29,8 Prozent sind Mädchen/Frauen und 70,2 Prozent Knaben/Männer. Bei der Mitgliederstruktur wird klar, dass die meisten Vereinsmitglieder Kinder sind und die Vereine «kein grosses Nachwuchsproblem» haben. 2182 Mitglieder (38,7 Prozent) sind Kinder bis 19 Jahren. Um die grösste Gruppe noch differenzierter betrachten zu können, wurde sie in weitere Altersgruppen unterteilt: Vier- bis Sechsjährige (9,62 Prozent), Sieben- bis Zwölfjährige (48,44 Prozent), 13- bis 16-Jährige (28,55 Prozent), 17- bis 19-Jährige (13,39 Prozent). «Sieben Vereine haben sogar eine Warteliste für die interessierten Kinder», weiss Senn nach der Umfrage, «natürlich gibt es überall Ausnahmen». 

Die Vereinsmitglieder zwischen 20 und 50 Jahren bilden in den meisten Wiler Sportvereinen die kleinere Gruppe. «Das hat damit zu tun, dass die 20-Jährigen mit ihrer Ausbildung beschäftigt sind und wenige Jahre später in der Familienplanung stecken», sagt Senn. Erst später werde das Thema Verein wieder präsent. 

«Aber mit den Umfrage-Ergebnissen wird nicht nur verdeutlich, dass die meisten Vereine kein Nachwuchsproblem haben», sagt Senn, «sondern, dass es auch vermehrt Menschen über 50 Jahren in den einzelnen Vereinen gibt». Mit 1425 Vereinsmitgliedern (25,27 Prozent) seien die über 50-Jährigen die zweitgrösste Gruppe. «In den letzten zehn Jahren hat diese Gruppe eindeutig zugelegt», so Senn. Das habe damit zu tun, dass die älteren Leute heute sportlicher und aktiver seien. 

Wie wichtig die Vereinsbefragung für die IG Wiler Sportvereine ist und was deren Ergebnisse nun bedeuten, erklärt Präsident Senn im folgenden Video:

 
"Neuer Hallenraum ist dringend nötig", sagt IG-Präsident Martin Senn im hallowil.ch-Interview.

Martin Senn bleibt Präsident

Vor dem spannenden Referat über die Vereinsbefragung hält sich Senn an die ordentlichen Traktanden. Dazu gehört unter anderem ein kurzer Rückblick auf das Vereinsjahr 2018. Zu dessen Höhepunkte der Präsident beispielsweise die Jugend Games zählt – die alle zwei Jahre stattfinden. «314 Kinder haben 70 Kurse von über 30 Vereinen besucht», sagt Senn sichtlich zufrieden.

Wie erwartet, kommt es weder bei der Wahl des Präsidenten noch des Vorstands zu einer Kampfwahl. Es gibt keine Gegenkandidaten. Sowohl Präsident Senn als auch die sieben Vorstandsmitglieder Michael Stöckli, Judith Fuchs, Nadine Christi, Roman Schlauri, Charly Eder, Christoph Gehrig und Urban Staubli lassen sich für ein weiteres Amtsjahr wählen. «Ich empfehle Hanspeter Bieri als neues Vorstandsmitglied zu wählen», sagt Senn während des Traktandums Wahl.

Weiter für eine neue Sporthalle kämpfen

Die Ziele für das laufende sind für Senn klar: Einen neuen Presseverantwortlichen für die Jugend Games suchen und bestimmen. «Das Ziel mit einer neuen Halle vertieft weiterverfolgen, denn sie wird dringend benötigt», zählt der wieder gewählte Präsident ein weiteres Ziel auf. Ausserdem möchte Senn am städtischen Sportleitbild mitarbeiten und die Forderungen aus der Vereinsumfrage unter die Lupe nehmen, Lösungen erarbeiten und «wenn möglich realisieren». Und: Massnahmetabelle über die Zukunft der einzelnen Sportvereine erstellen. 

Weitere Infos und detaillierte Ergebnisse der Vereinsumfrage gibt es unter: www.ig-wil.ch