Das Kantonsstrassenprojekt Wiler- und St.Gallerstrasse, Abschnitt Isnyplatz bis Landbergstrasse, ist einen weiteren Schritt vorwärtsgekommen. Das vom Kanton St.Gallen und der Gemeinde Flawil ausgearbeitete Projekt wurde von der Regierung des Kantons St.Gallen am 16. Mai 2017 genehmigt. Am 7. Juni 2017 startet die öffentliche Auflage des Sanierungsprojekts.Der Ausbaustandard der Wiler- und St.Gallerstrasse ist nicht mehr funktionsgerecht. Es sind diverse Defizite spürbar. Dazu gehören unter anderem die ungenügende Verkehrssicherheit, die mangelhafte Fussgänger- und Velofahrerführung, aber auch die Bewältigung der Verkehrsüberlastung. Aus diesem Grund hat im Jahr 2013 eine breit abgestützte Begleitgruppe mit Vertretern aus der Bevölkerung und den Fachstellen von Kanton und Gemeinde ein Betriebs- und Gestaltungskonzept für die Wiler- und St.Gallerstrasse erarbeitet.

Aufgrund der positiven Rückmeldungen nach Vorliegen des Betriebs- und Gestaltungskonzepts entschied der Gemeinderat, dem Kanton St.Gallen für den Abschnitt Isnyplatz bis Landbergstrasse die Ausarbeitung eines Bauprojekts zu beantragen. Da es sich bei der Wiler- und St.Gallerstrasse um eine Kantonsstrasse handelt, ist der Kanton bei diesem Projekt federführend.

Die Ziele des Projektes
Die Ziele der Strassensanierung und -gestaltung sind, die Sicherheit für Fussgängerinnen und Fussgänger sowie Velofahrende zu erhöhen, den Knotenpunkt Isnyplatz zu sanieren, die Sichtweiten bei den Einmündungen in die Kantonsstrasse zu verbessern, aber auch die Senkrechtparkierungen an der Kantonsstrasse zu beseitigen. Eine Verstetigung des Verkehrsflusses, die Reduktion von Lärmbelastung und Lichtverschmutzung sowie die Aufwertung des Zentrums – zum Beispiel die Gestaltung des Bärenplatzes – sind Ziele des Projekts.

Flawiler Stimmberechtigte sagen Ja
Der Bau von Kantonsstrassen obliegt dem Kanton. Von den Gesamtkosten von 8,615 Millionen Franken trägt rund die Hälfte der Kanton. Der Kostenanteil für die Gemeinde Flawil beträgt brutto 4,07 Millionen Franken. Nach dem zu erwartenden Beitrag aus dem Agglomerationsprogramm verbleiben netto rund 3,72 Millionen Franken. Gegen den Vernehmlassungsbeschluss des Rates, den Gemeindebeitrag zu gewähren, wurde im Frühsommer 2016 das fakultative Referendum ergriffen. An der Urnenabstimmung vom 12. Februar 2017 haben die Flawiler Stimmberechtigten dem Gemeindebeitrag für das Kantonsstrassenprojekt Wiler- und St.Gallerstrasse zugestimmt.

Der Gemeinderat hat die im Vorfeld der Abstimmung geäusserten Vorbehalte der Opposition und die Befürchtungen der Skeptiker ernstgenommen. Er hat das Tiefbauamt des Kantons St.Gallen gebeten, einzelne Projektteile noch vor der öffentlichen Auflage nochmals zu überprüfen. Das ist erfolgt. Nach Ostern konnten verschiedene Grundeigentümer über kleinere Projektanpassungen informiert werden.

Über 100 betroffene Grundeigentümer
Gemäss Strassengesetz des Kantons St.Gallen müssen Strassenbauprojekte während 30 Tagen öffentlich aufgelegt werden. Weil beim vorliegenden Bauprojekt kantonale und kommunale Strassen betroffen sind, müssen die notwendigen Rechtsverfahren des kantonalen Tiefbauamts, des Polizeikommandos des Kantons St.Gallen und der Gemeinde koordiniert werden. Das heisst: Die Verfahren werden gleichzeitig gestartet. Ebenso werden die von den Bauvorhaben betroffenen Grundeigentümer mittels persönlichem Schreiben über die Projektpläne informiert.

Entlang der Wiler- und St.Gallerstrasse, zwischen Isnyplatz und Landbergstrasse, gibt es über 100 Grundeigentümer, welche vom Projekt betroffen sind. Die Verantwortlichen des Tiefbauamtes und der Gemeinde stehen den betroffenen Grundeigentümern für Fragen und Anliegen zur Verfügung.

Öffentliche Auflage
Die Projektpläne liegen nun während 30 Tagen vom 7. Juni 2017 bis 6. Juli 2017 im Gemeindehaus Flawil, Bahnhofstrasse 6, im 3. Stock beim Anschlagbrett des Geschäftsfeldes Bau und Infrastruktur zur öffentlichen Einsichtnahme auf. Nach der öffentlichen Auflage steht die Behandlung allfälliger Einsprachen an. Sobald diese bereinigt sind, wird der Kanton St.Gallen die Landerwerbsverhandlungen mit den betroffenen Grundeigentümern aufnehmen. Erst wenn diese abgeschlossen sind, wird mit den Bauarbeiten gestartet. Damit ist frühestens im Jahr 2019 zu rechnen.

WEITERE THEMEN
GGA Flawil unterstützt die Fachstelle Medienpädagogik

Im Zuge der neuen Medien nimmt die Medienpädagogik in den Schulen einen immer wichtigeren Stellenwert ein. Aus diesem Grund gibt es an der Schule Flawil ein Zusatzpensum für die Fachstelle Medienpädagogik. Diese wird während dreier Jahre von der Genossenschaft Gemeinschaftsantenne (GGA) Flawil mit 20'000 Franken finanziert.

Seit den 1970er-Jahren war die auf genossenschaftlicher Basis geführte GGA Flawil dafür besorgt, allen Einwohnern in der Gemeinde Flawil einen guten Fernseh- und Radioempfang sowie später den Internetzugang zu gewährleisten. 2013 kauften die Technischen Betriebe Flawil (TBF) von der GGA das Kommunikationsnetz. Die Flawiler Stimmberechtigten hatten 2012 dem Bau eines flächendeckenden Glasfasernetzes zugestimmt.

Vermögen an die Bevölkerung zurückgeben
Nach dem Ja der Flawiler Stimmbürgerinnen und Stimmbürger verkaufte die GGA das bestehende Netz an die TBF, welche den Auftrag erhielten, das Glasfasernetz zu bauen. 2015 beschlossen die GGA-Genossenschafter schliesslich, auch das Kundengeschäft zu verkaufen. Damit einher ging das Ende der Geschäftstätigkeit der GGA. An derselben Generalversammlung entschieden die Genossenschafter auch, das verbliebene Vermögen für gemeinnützige Zwecke zugunsten der Flawiler Bevölkerung einzusetzen.

Namhafter Betrag
Die GGA Flawil hat nun einen weiteren namhaften Betrag gesprochen. An ihrer Hauptversammlung haben die Genossenschafter um Präsident Raphael Kühne beschlossen, die Fachstelle Medienpädagogik an der Schule Flawil während den kommenden drei Jahren mit 20‘000 Franken zu finanzieren. Ausserdem hat die GGA 5000 Franken für das Einrichten eines zusätzlichen Arbeitsplatzes gesprochen. Das 20-Prozent-Pensum übernimmt Cecilia Raschle, die Lehrerin mit Zusatzqualifikation im ICT-Bereich im Schulhaus Enzenbühl ist. Sie wird dabei eng mit dem parallel zu ihr arbeitenden Medienpädagogen Thomas Dörig zusammenarbeiten, der in einem 35-Prozent-Pensum tätig ist. Diese Zusammenarbeit bringt für die Fachstelle Medienpädagogik sehr viel mehr Ressourcen.

Ziele und Aufgaben
Die Medienpädagogin und der Medienpädagoge sind für die pädagogischen Fragestellungen bezüglich Einsatz und Beschaffung von Informatikmitteln der Schule Flawil zuständig. Sie klären mit den Lehrpersonen und Schulleitungen die Bedürfnisse und den Einsatz von Informatikmitteln, evaluieren neue Angebote sowie koordinieren die technischen und betrieblichen Rahmenbedingungen mit der Informatikabteilung der Gemeinde Flawil. Ausserdem planen sie Weiterbildungseinheiten für Lehrpersonen im Bereich der Nutzung der Neuen Medien für den Unterricht. Schliesslich ist die Schulung der Schülerinnen und Schüler in Workshops im Bereich Social Media, Mediennutzung und Medienverhalten ein wichtiger Teil ihrer Arbeit.

GGA Flawil spricht weitere Beträge
Die GGA-Genossenschafter haben weitere namhafte Beträge gesprochen. Der Ludothek Flawil haben sie 3500 Franken für ein Glücksrad und vier kleine Autos gespendet. Die Gemeindebibliothek, welche in der zweiten Jahreshälfte 2017 umgebaut und saniert wird, erhält für die Einrichtung des Jugendraumes 20‘000 Franken. Und Volley Flawil wird bei der Realisierung eines Doppel-Beachvolleyballfeldes, vorgesehen auf einem der Teil der Wiese der Schul- und Sportanlage Botsberg, von der GGA Flawil mit 20‘000 Franken unterstützt.

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Fassade wird saniert
FLAWIL Seit gestern Donnerstag wird an der Turnhalle Enzenbühl ein Fassadengerüst aufgestellt. Der Grund: Die Fassade muss saniert werden. Nach Pfingsten werden die Maler- und Gipserarbeiten ausgeführt. Läuft alles wie gewünscht, sind die Sanierungsarbeiten bis zu den Sommerferien abgeschlossen.


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Jubiläumsfest mit vielen Attraktionen
Unter dem Motto «barrierefrei spielen» hat das neunte Nationale Spielfest in der und rund um die Ludothek Flawil stattgefunden. Zugleich feierte die Ludothek ihr 30-jähriges Bestehen. Das Jubiläumsfest wurde als «Kinderfest» von der Gemeinde im Rahmen des Unicef-Labels «Kinderfreundliche Gemeinde» mit einem einmaligen Beitrag unterstützt.

Die ehemaligen Ludothekarinnen und das heutige Team hörten zum Auftakt des Jubiläumsfestes eine lustige Geschichte von Gemeinderat Eddie Frei zum Thema Spiel. Danach genossen sie einen gemütlichen Apéro mit den Behörden, ehe sie um 11 Uhr ihre Posten für das Jubiläums- und Spielfest bezogen. Die zahlreichen Besucherinnen und Besucher freuten sich über viele Attraktionen. Da war zum Beispiel der Stelzenmann, der mit grossen Schritten über die Schweissbrunnstrasse stolzierte und beim anschliessenden Ballonworkshop so manche Kinderaugen zum Staunen brachte. Zu jeder vollen Stunde bildete sich vor der Ludothek eine lange Warteschlange mit Kindern, welche geduldig warteten, um am Glücksrad zu drehen. Nicht nur vor der Ludothek, sondern auch im Vögelipark herrschte reger Betrieb.

Um 14 Uhr wurde der Spielparcours eröffnet, der nochmals neue Posten anbot. Wer den Parcours absolviert hatte, konnte am Schluss bei der Mohrenkopfschleuder den verdienten Mohrenkopf fangen. Beim Wettbewerb mussten Fragen zum Werdegang der Ludothek beantwortet werden. Pünktlich um 16 Uhr, nach den Grussworten von Gemeindepräsident Elmar Metzger, wurden die Fragen vom Stelzenmann auf lustige Art aufgelöst. Drei Gewinner durften je ein Jahresabonnement in Empfang nehmen.