Die Nachricht kam für viele doch recht überraschend: Nach offensichtlichen Uneinigkeiten hat sich Die Mitte Bütschwil-Ganterschwil aus der überparteilichen Findungskommission zurückgezogen. Stattdessen will man selbstständig die Suche nach einem passenden Nachfolger für Karl Brändle gestalten. «Wir mussten leider feststellen, dass kein konstruktives Arbeiten mehr möglich ist», sagt Präsident Patrik Raschle von Die Mitte Bütschwil-Ganterschwil auf Anfrage.

Insbesondere das Vorgehen innerhalb der Findungskommission wurde kritisiert. Die Mitte habe gewisse Ansprüche, welche jedoch nicht erfüllt werden konnten. Konkret geht es dabei um eine externe Beratung, die sich Die Mitte gewünscht hätte. «Ich war Mitglied der Kommission und habe an den jeweiligen Sitzungen mehrmals angedeutet, dass wir beabsichtigen, eine externe Beratung einzubeziehen. Leider ohne Erfolg», sagt Raschle weiter.

Der Widerstand formierte sich bei den anderen Parteien, weil eine externe Beratung als zu teuer eingestuft wurde. Die Mitte kann dieses Argument nicht nachvollziehen. «Dadurch hätten wir in dieser kurzen Zeit, nämlich vom 1. Oktober bis zum 23. Dezember, definitiv eine grössere wählbare Auswahl bieten können», so Raschle weiter. Am 23. Dezember ist der Wahlvorschlagstermin angesetzt. Eine grössere Auswahl sei ebenfalls ein Kriterium Der Mitte, welches nicht eingehalten wurde.

Die Partei begibt sich nun selbstständig auf die Suche nach einem geeigneten Nachfolger. Ein erstes Inserat wurde vergangene Woche bereits aufgeschaltet. Doch die Zeit ist knapp, gibt Raschle zu. «Wir haben bis Ende November in der Findungskommission mitgearbeitet. Dadurch haben wir wertvolle Zeit verloren.» Man gebe jedoch sein Bestes, um doch noch einen passenden Kandidaten oder Kandidatin zu finden. «Das alles innerhalb eines knappen Monats auf die Beine zu stellen, gleicht jedoch einem ordentlichen Kraftakt.»