So richtig freuen über sein erstes Tor für den FC Wil konnte sich Lavdim Zumberi nicht. Es fiel erst in der 90. Minute und zu spät für einen Punktgewinn. «Ich hätte lieber kein Tor erzielt und wir hätten dafür gewonnen. Aber trotzdem: Es ist ein schönes Gefühl, dass ich mein erstes Tor geschossen habe», sagt der 21-Jährige.

Begonnen hatten die Wiler das Spiel sehr gut, mit starken Angriffen über beide Seiten. Silvio brachte das Team nach einer Viertelstunde in Führung. Doch die Schaffhauser waren höchst effizient und ihre beiden Stürmer nutzten die Chancen, die man ihnen bot. «Wir haben uns selber geschlagen mit den individuellen Fehlern – und der FC Schaffhausen verfügt über zwei gute Stürmer mit zusammen 28 Saisontoren», meinte Cheftrainer Alex Frei.

Gegner stand tief

Liga-Topskorer Rodrigo Pollero erzielte seine Saisontore Nr. 16 und 17, sein Sturmpartner Ivan Prtajin sein 11. Allzuviele Torchancen hatten die Schaffhauser nicht, der FC Wil tat mehr fürs Spiel. «Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen, nachher kassieren wir zwei unnötige Tore. Dann ist es schwierig gegen eine Mannschaft, die so tief hinten drin steht», erklärt Torschütze Lavdim Zumberi.

Und so bleibt die Ausgangslage für die letzten vier Runden spannend. Die Mannschaft hat es in den beiden nächsten Spielen selbst in der Hand, sich von den Abstiegssorgen zu befreien. Mit dem Auswärtsspiel in Neuenburg (Freitag, 7. Mai) und dem Heimspiel gegen Chiasso (Dienstag, 11. Mai) stehen Partien gegen direkte Konkurrenten auf dem Programm. Natürlich ist da Druck vorhanden auf die Spieler, aber damit sollte jeder zurechtkommen – oder wie es Lavdim Zumberi formuliert: «Mit Druck muss man umgehen können als Fussballer» .