Seit der Meldung von gestern Dienstag, hat die Kapo SG weitere Bitcoin-Erpresserbriefe erhalten, wie Hanspeter Krüsi, Leiter Kommunikation Kapo SG auf Anfrage von hallowil.ch mitteilt. Es sei das Erste Mal, dass solche Briefe per Postweg verschickt werden. Der aktuelle Gegenwert für 0.5 Bitcoin sind etwa 20'000 bis 25'000 Franken, bestätigt Krüsi. Gerade, aber nicht nur deshalb ist es wichtig, dass Sie den Forderungen in den Briefen nicht folgen. Denn, wenn Sie einmal bezahlen, dann ist das Risiko sehr gross, dass Sie einen weiteren Erpresserbrief bekommen werden, fügt Hanspeter Krüsi an.

Verhalten Sie sich ruhig

Falls Sie jemals einen Erpresserbrief bekommen, bewahren Sie Ruhe. Auf Anfrage von hallowil.ch ergänzt die Kantonspolizei Thurgau, keine Zahlung zu tätigen und sich bei der Polizei zu melden. Im besten Fall sollte das Couvert nicht geöffnet und der Polizei übergeben werden.

Bei Erpressungen empfiehlt die Polizei im Allgemeinen, nicht auf Forderungen einzugehen und sich bei der Polizei melden.

Mehr Informationen zu Cybercrime finden Sie im Ratgeber der Kantonspolizei St. Gallen. 

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So hat hallowil.ch bisher berichtet (05.10.2021)

Kapo SG warnt: Erpresser wollen mit Briefen und Drohung an Bitcoin kommen

Die Kantonspolizei St. Gallen informiert am Dienstag darüber, dass bisher unbekannte Täter A-Post-Briefe an verschiedene Privathaushalte verschickt habe. Dabei handele es sich um Erpresserschreiben, in denen «unter Todesandrohung die Überweisung von Bitcoins auf eine Bitcoin Adresse im Internet» gefordert werde, und zwar sollen innert zehn Tagen 0.5 Bitcoins an eine bestimmte Internet-Adresse überwiesen werden. Die Briefen seien «maschinengeschrieben» und enthielten die Behauptung, dass die privaten Alltagsabläufe der Betroffenen den Erpressern bekannt seien und diese die Betroffenen zusätzlich beobachten würden. Auch wird mit dem Tod gedroht, und zwar wenn man der Forderung nicht nachkomme oder wenn man die Polizei einschalte.

Brief so wenig wie möglich berühren

Die Kantonspolizei St. Gallen rät betroffenen Personen, keinen Geldbetrag zu überweisen, sondern sich aller Drohungen zum Trotz direkt an sie zu richten und Anzeige zu erstatten. In diesem Fall sollte der Brief vorsichtig und wenn möglich mit wenig Berührungen in einer Klarsichtmappe der Polizei übergeben werden.