Die Corona-Pandemie hat die Kulturbranche so richtig durcheinandergewirbelt. Wir haben Sie die letzten Wochen und Monate erlebt?

Sie waren schwierig. Wir wären bereit gewesen, unsere Events durchzuführen, hatten uns darauf gefreut und mussten spontan auf die verordneten Massnahmen reagieren. Aber wir wollten auch auf die Wünsche der Künstler Rücksicht und ihre zum Teil genannten Bedenken ernst nehmen. Bisher mussten wir vier Veranstaltungen absagen und den geplanten Event im Februar werden wir auch nicht durchführen können.

Wie geht es der Bühne am Gleis derzeit?

Wir befinden uns in einer Starre. Wir sehnen uns nach Kultur, die wir in unseren Räumen zeigen können und auf Begegnungen mit Künstlern und Publikum. Der Vorstand hat sich gut auf diese Saison vorbereitet und ist ausgebremst. Ob erste oder zweite Welle: Die Massnahmen vom BAG und dem Kanton werden von uns mitgetragen. Wir sind sehr bemüht, all die abgesagten Events zu verschieben und in die kommenden Saisons einzuplanen. Mit einigen Künstlern konnten wir schon Termine vereinbaren.

Wie erleben Sie die Unterstützung seitens der Behörden und Bevölkerung?

Wir nehmen wahr, dass eine grosse Unsicherheit seitens der Bevölkerung besteht. Da wir diese Saison, also von Oktober bis März, unsere Türen noch nie aufmachen konnten, haben wir noch nicht testen können, ob das Publikum bereit gewesen wäre, Vorstellungen bei uns zu besuchen. Wir hatten einige Rückmeldungen – Leute, die beteuerten, dass sie gerne gekommen wären.

Normalerweise organisieren Sie fünf bis sechs Veranstaltungen im Jahr. Wenn Sie zurückblicken: Gibt es eine davon, an die Sie sich besonders gerne erinnern?

Wir konnten einzigartige, spezielle und besondere Künstler und Formationen bei uns begrüssen. Es ist jedes Mal eine grosse Bereicherung, als Publikum an einer Produktion teilhaben zu können. Besonders gerne erinnere ich mich an den Auftritt in der letzten Saison von Franz Hohler.

Zukunftsprognosen sind derzeit zwar schwierig. Dennoch: Was denken Sie, wie es weitergeht?

Ich mag mich da nicht in wilde Spekulationen stürzen. Natürlich würde ich mir wünschen, dass wir bald wieder die Türen für Künstler und Publikum öffnen dürfen. Wir sind bereit! Aber wir sind Teil des Ganzen und müssen probieren, flexibel zu bleiben und uns im Rahmen des Möglichen bewegen. Ich kann jedoch verraten, dass die nächste Saison in Planung ist….

Bleiben wir bei der Zukunft. Gibt es ein Projekt, das Sie besonders gerne umsetzen würden?

Es wäre für uns eine besonders grosse Freude, wenn wir programmtreu unsere letzten beiden Veranstaltungen durchführen könnten: Am 6. März das Kinderstück «Frederick» mit Kathrin Bosshard und am 27. März Helga Schneider mit «Miststück» .