Gleich zu Beginn der Fahnenübergabe erklärt Simon Zysset, Oberstkommandant der Veterinär- und Armeetier-Abteilung 13, dass sich die Lage in der Schweiz und der Welt in den letzten Jahren nicht «viel verändert hat». Denn es sei nicht unbedingt sicherer geworden. Terroranschläge, naturbedingte Katastrofen, Machtpolitik – darüber werde man täglich in den Medien informiert. «Wir in der Schweiz dürfen uns noch sicher fühlen», meint Zysset während seiner Rede. Trotzdem sei die Schweiz von solchen Ereignissen direkt oder indirekt betroffen. Mit diesen Worten begrüsst Zysset die Trainsoldaten mit 63 Pferden zum diesjähren Wiederholungskurs (WK), der ab sofort bis 29. November dauert. Die einzelnen Train-Kolonnen trainieren an verschiedenen Standorten in der Ostschweiz. Unter anderem auch in Bazenheid. Im Ganzen befinden sich rund 700 Angehörige der Armee, etwa 200 Pferde und rund 80 Hunde im Dienst.

«Zuerst das Tier, dann der Mensch»

Während seiner Rede erklärt Oberstkommandant Zysset wie bedeutend es ist, dass sich nicht nur die Trainsoldaten in den nächsten drei Wochen für den WK-Einsatz einsetzen, sondern dass sich eben auch die Familien und Arbeitgeber der Soldaten damit arrangieren. «Davor habe ich Respekt», sagt Zysset. Schliesslich habe er hohe Erwartungen an die Teilnehmer des diesjärigen Wiederholungskurses und wolle die Zeit nutzen. Diesbezüglich habe er als Oberstkommandant bestimmte Ziele festgelegt: «Ich möchte eine solide Basis für die neu gegründete Abteilung weiter ausbauen. Aber auch die Bereitschaft der Abteilung sicherstellen und den Nachwuchs in allen Bereichen fördern.» Und nicht zuletzt liege ihm auch der Umgang mit dem Tier am Herzen. «Wir gehen nach dem Grundsatz: zuerst das Tier, dann der Mensch», betont Zyste.

 

Am 23. November findet auf dem Schiessplatz Hintere Au in Schwellbrunn von 10 bis 13 Uhr ein Erlebnistag mit den Armeetieren statt. Laut Zysset kann sich die Bevölkerung an diesem Tag ein Bild von den Fähigkeiten und dem Einsatzspektrum der Armee machen.