Es wäre eine Phase, in welcher der EHC Uzwil gegen direkte Konkurrenten punkten müsste, wenn er im Kampf um die Playoff-Plätze ein Wort mitreden will. Die Konjunktive deuten es an: Auch in Romanshorn gab es für die Habichte nichts zu holen sie verloren gegen die Pikes Oberthurgau mit 2:4. Dabei hatte sich im ersten Drittel Aussergewöhnliches getan und der EHC Uzwil war durch Mischa Broder in Führung gegangen. Er nutzte die erste Überzahl-Situation des Spiels nach nur elf Sekunden aus. Zum ersten Mal seit der Startrunde führte der EHC Uzwil, zum ersten Mal überhaupt auswärts. Doch die Freude währte nicht lange. Als die Gäste zu Beginn des zweiten Drittels im Begriff waren, eine doppelte Unterzahlsituation zu überstehen, schlug es doch noch ein: 1:1. Da die Uzwiler in der Folge eine mehr als eineinhalb minütige Überzahlsituation ungenutzt liessen, kam es, wie es kommen musste: Die Pikes gingen nach gut der Spielhälfte in Führung. Zwar gelang Yves Breitenmoser, der zum ersten Uzwiler Treffer einen Assist beigesteuert hatte, im Schlussabschnitt der Ausgleich. Doch nur gut eine Minute später führten die Gastgeber wieder – und machten 19 Sekunden vor Schluss mit dem 4:2 den Sack zu. Somit wartet der EHC Uzwil in dieser Saison weiterhin auf den ersten Punktgewinn in der Fremde – und auf den ersten Zähler seit der Startrunde. Die Playoff-Plätze liegen bereits sieben und mehr Punkte entfernt.

Beim EC Wil ist festzuhalten: Eigentlich schade, dass oftmals nur wenige Zuschauer den Heimspielen beiwohnen. Denn die Mannschaft von Trainer Andy Ritsch ist in dieser Saison bisher ein Garant für Spektakel. In jedem der sieben bisherigen Meisterschaftsspiele hat es mindestens sieben Tore gegeben. Allein in den vergangenen drei Partien waren es deren 31 – also im Durchschnitt mehr als zehn Treffer pro Partie. In Widnau, wo die Wiler in der vergangenen Saison gegen den damaligen 2.-Ligisten SC Rheintal in der Cup-Qualifikation noch gescheitert waren, wurde die Frage über den Sieger der Partie schon in der Startviertelstunde beantwortet – zugunsten der Wiler. Zwar konnten die Rheintaler den Gäste-Führungstreffer von Elia-Marius Mettler noch ausgleichen. Doch dann traf der EC Wil innerhalb von vier Minuten gleich dreimal und führte zur ersten Pause mit 4:1. Der Reihe nach waren Yannick Stiefel, Andreas Ambühl und Dario Eigenmann erfolgreich. Die entscheidende Differenz war damit gelegt. In den verbleibenden beiden Dritteln wechselten sich die Mannschaften mit dem Toreschiessen schön regelmässig ab. Leeroy Rüsi, Bence Horvath und zwei weitere Male Topskorer Ambühl sorgten mit weiteren Gäste-Toren dafür, dass der EC Wil in einem Spiel so viele Treffer erzielte wie noch nie in dieser Saison. Mit dem 8:4-Erfolg wurde der Exploit von Wetzikon eindrücklich bestätigt und die Abstiegszone verlassen.

1. Liga, Gruppe Ost, 7. Runde:
Pikes Oberthurgau – Uzwil 4:2
Rheintal – Wil 4:8
Wetzikon – Argovia 7:1
Herisau – Reinach 5:2
Arosa – Frauenfeld 7:3
Prättigau-Herrschaft – Frauenfeld 3:9

Rangliste:
1. Arosa 7/20. 2. Wetzikon 7/19. 3. Frauenfeld 7/18. 4. Bellinzona 7/12. 5. Pikes Oberthurgau 7/10. 6. Wil 7/10. 7. Rheintal 7/10. 8. Herisau 7/10. 9. Prättigau-Herrschaft 7/9. 10. Argovia 7/4. 11. Uzwil 7/3. 12. Reinach 7/1.