Im Wissen um die Notwendigkeit einer neuen Sporthalle, insbesondere für die Schule Sirnach, hat der Gemeinderat gehandelt und bereits im Dezem-ber 2021 mit Befürwortern, Gegnern und Politischen Parteien über das weitere Vorgehen beraten. Die Notwendigkeit einer neuen Sporthalle war unbestritten, nicht aber deren Nutzung, Grösse, Standard und Kosten. Die anwesenden In-teressenvertreter haben sich für eine reine Sporthalle ohne Mehrzwecknutzung und damit für eine Trennung von Sport und Kultur ausgesprochen.

Ohne weitere Verzögerung hat der Gemeinderat eine Planungskommissi-on mit der Erarbeitung eines neuen Projektes beauftragt. Damit die Interes-sengruppierungen während der Planungsphase ihre Anliegen und Bedürfnisse einbringen können, ist eine sogenannte Resonanzgruppe ins Leben gerufen worden. Die Planungskommission arbeitet seit Anfang Jahr mit Hochdruck an den Planungsgrundlagen für ein neues Projekt im Schulcampus Grünau. Die Arbeit der Planungskommission und die bisherigen Ergebnisse wurden als wertvolle Grundlage für die weitere Projektentwicklung beurteilt.

Interessen der Sportvereine bündeln

Dieser Aufgabe widmet sich u.a. die neu gegründete IG-SportSirnach. Die Sir-nacher Sportvereine gehören, nebst der Schule, zu den wichtigsten Nutzern der zu planenden Sporthalle. Aus diesem Grund möchten sie ihre Bedürfnisse, Anliegen und Erfahrungen in die Projektarbeit einbringen können. Damit die-ses Wissen gebündelt, verdichtet und in die Diskussion eingebracht werden kann, haben Delegierte der Sportvereine an einem Workshop Ende April Argu-mente, Raumbedürfnisse und Strategien erarbeitet.

Post inside
Bild: PD


In Alternativen denken

Der Workshop stand unter dem Leitmotto: «In Alternativen denken». So rich-tete sich der Blick der Workshopteilnehmenden nebst den sportlichen Bedürf-nissen auch auf soziale und gesellschaftliche Entwicklungen. In der Diskussi-on zeigte sich, dass nur eine ganzheitliche Betrachtung des gesellschaftli-chen Wandels helfe, allen Anspruchsgruppen aus Sport, Kultur und Familien aufzeigen zu können, welchen Nutzen sie aus der angestossenen Planung ziehen können.

Aus diesem Blickpunkt ist die vom Vorstand angeregte Machbarkeitsstu-die für die Turnhalle Grünau 2 (Birkenweg) positiv aufgenommen worden. Die-se in die Jahre gekommene Turnhalle wird als Pièce de Résistance betrachtet. Erst wenn klar sei, welchen künftigen Nutzen dieses Gebäude haben könnte, kann die neue Sporthalle mit Blick auf Nutzen und Grösse geplant werden.

Die Ergebnisse des Workshops beinhalten daher, nebst einer neuen Sporthalle, auch Vorschläge zur Umnutzung der alten Turnhalle Grünau 2 (Bir-kenweg), zu den Aussenanlagen und zur Grünanlage «Geeren». Das Augen-merk des Workshops richtete sich aber nicht nur auf die Anliegen der Sportver-eine.

Vor allem die Umnutzung der Turnhalle Grünau 2 in eine poli-sportive und soziokulturelle Liegenschaft beinhaltete Perspektiven für kulturelle Nut-zungen (Operette, Musikgesellschaft, Jodelclub, Handharmonikaspielring, und weitere mehr.) sowie Räumlichkeiten für eine mögliche Kinderkrippe.

Denkanstösse weiterverfolgen

Die IG-SportSirnach hat die Anregungen und Nutzungsideen an die Pla-nungskommission und den Gemeinderat weitergeleitet. Sie versteht das Work-shop-Resultat als Denkanstösse und als wertvolle Hinweise bezüglich der Nut-zungsansprüche der Sportorganisationen.

Mit der Erarbeitung einer Machbarkeitsstudie ging sie in Vorleistung zu einem späteren Projekt. Dieser finanzielle Effort soll den Willen der Sportverei-ne zugunsten einer ganzheitlichen Betrachtung einer künftigen Sportanlage unterstreichen.