Am ersten Tag habe man vom milden Herbstwetter profitiert, hielt Michel Oesch, Projektleiter des World Food Festivals, fest. Am Samstag hätten die tiefen Temperaturen und die Bise den Besuch etwas beeinträchtigt. Der Sonntag, wiederum sonnig, war am Mittag gut besucht, wogegen die Erwartungen bezüglich des Abends generell kleiner waren. Das Festival in Wil am letzten September-Wochenende hat nach Ansicht von Michel Oesch auch die Konkurrenz der Thurgauer Herbstmesse Wega in Weinfelden gespürt.

Post inside
Michel Oesch, Projektleiter des World Food Festivals, sieht den Erfolg des Festivals durch die gleichzeitig durchgeführte Wega in Weinfelden beeinträchtigt.

Einer von 24 Standorten

Das World Food Festival ist auf die Schweiz beschränkt, will aber Spezialitäten aus aller Welt anbieten. Es wird zwischen April und Oktober jeweils ein Wochenende lang durchgeführt. Pausiert wird nur während der Sommerferienzeit. Wil war in diesem Jahr einer von 24 Standorten.

Das Areal vor dem Allee-Schulhaus hat sich als Durchführungsort für das World Food Festival bewährt. Es gab genügend Platz für die 26 Anbieter, aber auch für Bänke und Tische für Besucher. Letztere, sowie Abfallbehälter und weitere Utensilien, transportiert der Organisator jeweils in einem 40-Tonnen-Lastwagen. Drei Personen gehören zum Kernteam des Organisators und fünf bewerkstelligen den Auf- und Abbau.

Kulinarische Entdeckungsreise

Von Indien bis Griechenland oder von Vietnam bis Brasilien lasse sich der kulinarische Horizont mit frisch zubereiten Gerichten erweitern, warb das World Food Festival im Voraus. Wer einen Besuch in der Allee wagte, konnte sich überzeugen, dass nicht zu viel versprochen worden war. Ganz unterschiedliche Gerüche stiegen in die Nase. Kenner und Entdeckungsfreudige konnten auch den Gaumen auf seine Rechnung kommen lassen. Und: Essen machte auch am World Food Festival im Familien- und Freundeskreis am meisten Spass.