Benedikt Würth schien für die Wiler Ständeratspräsidentin Karin Keller-Sutter ein möglicher Stolperstein zu sein. Da am Wahltag zuerst der Ersatz für die zurücktretende CVP-Bundesrätin Doris Leuthard ernannt wird, hätte sie Situation eintreten können, dass mit Benedikt Würth (CVP) ein St. Galler gewählt wird – und somit Karin Keller-Sutter verhindert. Zwei Ostschweizer Bundesräte wären wohl des Guten zu viel. Doch zu diesem Szenario kommt es nicht, da Würth auf eine Kandidatur verzichtet, wie er am Montagnachmittag bekannt gegeben hat. Diesen Entscheid fällte er nach eingehender Klärung mit seiner Familie, seinem Umfeld und der Kantonalpartei sowie den jüngsten Entwicklungen bei den Kandidaturen. Eine Bundesratswahl hänge in hohem Mass von den Konstellationen ab. «Mit Ständeratspräsidentin Karin Keller-Sutter steht eine Persönlichkeit aus der Ostschweiz zur Verfügung, die beste Wahlchancen für den Bundesrat hat und für diese anspruchsvolle Aufgabe sehr gut vorbereitet ist. Auch wenn seit der Abschaffung der Kantonsklausel die Kandidatinnen und Kandidaten nicht auf die regionale Herkunft reduziert werden sollten, spielt in der föderalen Schweiz dieser Aspekt weiterhin eine Rolle», lässt Würth verlauten. (pd/red)

Post inside
Ist sie schon gewählt? Die Chancen von Karin Keller-Sutter, Bundesrätin zu werden, haben sich abermals vergrössert. (Bild: Simon Dudle)