Wil trägt nicht umsonst das UNICEF-Label «kinderfreundliche Stadt». Stadtrat Dario Sulzet erzählt während der «Young Charity»-Veranstaltung in seiner Begrüssungsrede von verschiedensten Projekte, die Wil für Kinder und Jugendliche bereitstellt. Es sind dies unter anderem Tagesstrukturen in allen Quartieren, Skaterpark und Robinsonspielplatz im Bergholz, aber auch die Einrichtungen der oberen Mühle. Dort finden Jugendliche die Möglichkeit, in Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern der Jugendarbeit Wil, ihre Freizeit sinnvoll zu gestalten. Auf diesem Nährboden wurde nun dieser sechste «Young Charity»-Anlass organisiert.

Isabel getraute sich als Erste auf die Bühne und begeisterte mit ihrem Lied das Publikum. Mit einer Hip-Hop-Dance-Einlage ging es weiter. Musikauswahl und Choreographien haben die Jugendlichen selber zusammengestellt. Es ist eine Freude, wie sich die Teenager mit grosser Begeisterung an diese Arbeit machten und auf der Bühne dann präsentierten. Das Moderatoren-Duo Jàzmin und Milan machten ihre Sache ebenfalls gut. Die beiden waren auch im Filmprojekt mit dabei. Dieser handelte vom Thema «Was passieren kann, wenn, man seinen Kindern nicht zuhört». Zwei Bier trinkende Väter wimmeln ein Kind ab, das etwas Wichtiges mitteilen wollte. Die Moral der Geschichte war, dass Einbrecher ungestört einen Fernseher abtransportierten. Für den ersten Moment bescherte der Kurzfilm ein Publikumslacher, aber wenn man die Situation näher betrachtet, kommt man schon ins Grübeln. «Müsste man seinen Kindern nicht mehr zuhören?», ist nun die Frage. 

Die 16-jährige Lorena aus Rickenbach hatte zwei Auftritte. Sie kam durch einen Kollegen zu diesem Anlass. Ihre Performance begeisterte das Publikum. Mit dem schwierigen Lied «I will always love you» von Whithney Houston zeigte sie ihre tolle Stimme. Gegenüber hallowil.ch zeigte sie auch Reife und Abgeklärtheit. Sie besuche die FMS in Frauenfeld, da sie Primarlehrerin werden wolle. In ihrer Freizeit nimmt sie Gesangsunterricht in den Sparten Klassik und Pop. Ihr Traum ist, einmal auf grossen Bühnen aufzutreten. Ihre bevorzugten Musikrichtungen sind Pop, Jazz und Musicals. Aretha Franklin und Whithney Houston sind nur zwei ihrer Vorbilder.


GOES-Foundation – Rettung für das Plankton

Die Kollekte, die an diesem Abend gesammelt wurde, wird für die GOES-Foundation verwendet. Die Foundation setzt sich dafür ein, das Plankton in den Weltmeeren zu retten. Die Jugendlichen haben sich für dieses Projekt entschieden und zeigen so ihr Interesse an der Umwelt und somit auch an der Klimadiskussion. Plankton sind winzige Meerespflanzen, die Grosses bewirken. Giftige Chemikalien aber auch Mikroplastik sorgen dafür, dass dieses Plankton immer schneller verschwindet und so ihre Aufgabe nicht mehr bewältigen kan.  Die GOES-Foundation sorgt für Aufbereitungssysteme und vor allem für Aufklärung, wie die Konsumenten Produkte mit schädlichen Inhaltsstoffen vermindern könnten.

 
Am «Young Charity»-Anlass haben Wiler Jugendlichen für einen guten Zweck getanzt, gesungen, gefilmt und Gedichte vorgetragen. (Video: Bettina Brauchli)