Das ist mal ein verheissungsvoller Start. Sirnachs Gemeindepräsident Kurt Baumann wünscht sich mit Blick auf die Kantonsratswahlen Mitte März, dass auch der eine oder andere der Sirnacher Fasnächtler gewählt wird. Nun ja: Baumann ist noch immer höchster Thurgauer, da Kantonsratspräsident – hat aber in den nächsten paar Tagen nichts mehr zu melden. Denn seit Donnerstagabend ist das Sirnacher Gemeindehaus traditionell in gelben und roten Stoff gehüllt. Die Aussage lautet unmissverständlich: Die Narren haben das Sagen.

Es ist die 27. Sirnacher Fasnacht, welche bis und mit zur «Verbrennete des Füürlizapfe» am Dienstagabend das Dorf in eine Festhütte verwandelt. «Superhelden» lautet das diesjährige Motto. Der Eröffnungsakt am Donnerstag brachte mit sich, dass Muschelfee Joy auf die Bühne geschwebt kam, ehe sie von Baumann das Muschelgeschmeide umgehängt bekam. Die «schönste und beste Fasnacht der Ostschweiz», wie Baumann die SiFa doch einigermassen grossmundig nannte, wurde dann mit einem lauten Böller eröffnet.

Im Video: Feuriger, bunter und lauter SiFa-Auftakt

 
Video: Thomas Lemmenmeier

Doch wer ist eigentlich die neue Superheldin von Sirnach? «Das Fasnachtsvirus habe sie schon im Bauch ihrer Mutter gepackt», sagt Joy Kayser, wie sie mit vollem Namen heisst. Bereits ihre Eltern wirkten lange bei den Vorbereitungen der SiFa mit. Deshalb waren auch ihr Bruder Tristan und sie schon als Kind dabei. Die heute 25-Jährige wohnt in Sirnach und ist diplomierte Innenarchitektin. Und wie schloss sie doch so einfach und treffend: Zapfe, Zapf, Zapf.