Zwei Maschinen aus China standen schon seit März bereit. Doch weil der Firma Flawa die Zertifizierung nicht auf Anhieb gelang, durften in Flawil bis jetzt keine CPA-Masken, welche auch im Gesundheitswesen verwendet werden dürfen, produziert werden. Einer von 40 Prüfpunkten war nicht erfüllt, welcher das war, blieb unbekannt. (siehe Artikelarchiv unten)

Nun teilt die Flawa mit: Die Zertifizierung ist geglückt. Ab sofort können mit drei Maschinen täglich 85'000 CPA-Masken (COVID-19 Pandemie Atemschutzmasken) produziert werden. Die zwei Maschinen aus China wurden vom Bund und vom Kanton Zürich aus China beschafft. Die dritte wurde vom Ostschweizer Unternehmen Prodema konstruiert und gebaut. «Die drei Maschinen bei Flawa tragen dazu bei, die inländische Maskenproduktion sicherzustellen und den Produktionsstandort Schweiz zu stärken», schreibt die Flawa in ihrer Mitteilung. Auch aus dem Ausland würden immer mehr Anfragen eintreffen. «Priorität geniesst jedoch ganz klar der Verkauf in der Schweiz», wird CEO Claude Rieser zitiert. 

Die Flawiler CPA-Maske gibt es mit Ohren- und mit Kopfbändern. Je nach Ausführung beträgt der Stückpreis 3.20 oder 3.55 Franken (mit Kopfbändern). Verkauft werden die Masken in Schachtel à 40 (Ohrenbänder) und 25 Stück. Gemäss Mitteilung stehen sie Privatpersonen, Akteuren aus dem Gesundheitswesen und Unternehmen zur Verfügung. 

Ursprünglich eine Watte-Firma

Schon seit Mai produziert die Flawa mit zwei eigenen Maschinen Universalschutzmasken, davon wurden schon über eine Million Stück verkauft, wie das Unternehmen schreibt. Mit der am 6. Juli eingeführten Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr habe sich die Nachfrage stark erhöht. Momentan werden in Flawil pro Woche 400'000 Universalschutzmasken hergestellt. 

Ursprünglich produziert die Flawa Consumer GmbH in Flawil mit mehr als 100 Mitarbeitern Watteprodukte und Frischesohlen für Detailhändler im In- und Ausland. Seit der Corona-Pandemie stellt die Tochter der U.S. Cotton Gruppe auch Masken her. (pd/rop)

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Nachfrage bei der Flawa hat sich vervierfacht (3.7.)

Seit Ostern produziert die Flawiler Firma Flawa Schutzmasken für Herr und Frau Schweizer. Rund 400'000 Stück pro Woche werden hergestellt. Alles in allem hat die Firma schon eine Million Masken verkauft. Seit dieser Woche und der bundesrätlichen Ankündigung einer Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr per 6. Juli ist die Nachfrage deutlich höher als zuvor. Alfredo Schiliro, Mediensprecher der Flawa, spricht von einer «Vervierfachung». Eine Maskenknappheit werde es aber nicht geben, auch wenn die Nachfrage in den kommenden Tagen und Wochen weiter hoch bleibt.

So weit, so gut: Doch die Flawa würde gerne auch zertifizierte CPA-Masken herstellen, welche im Gesundheitswesen verwendet werden können. Im März sind dafür zwei Maschinen aus China geliefert worden. Die Produktion läuft aber auch im Juli noch nicht. Nachdem zuerst die Inbetriebnahme Schwierigkeiten bereitete, ist nun die Zertifizierung nicht auf Anhieb geglückt. Einer von rund 40 Prüfpunkten wurde nicht erfüllt. Um welchen Punkt es sich handelt, wird mit Verweis auf das Betriebsgeheimnis nicht genannt. «Natürlich hätten wir uns gewünscht, die Zertifizierung als CPA-Maske direkt im ersten Anlauf zu erhalten. Doch wir rollen im Moment innerhalb weniger Monate ein komplett neues Geschäftsfeld auf, das es vorher in der Schweiz nicht gab. Angesichts der Herausforderungen sind wir in diesem Prozess nach wie vor europäische Spitzenklasse», sagt Claude Rieser, CEO der Flawa. Die im beanstandeten Punkt angepasste Masken-Prüfmuster sind bereits für die neue Zertifizierung an den TÜV Nord geschickt worden.

Die Filterleistung der Masken – eines der wichtigsten Prüfkriterien – habe vollumfänglich den Ansprüchen für die Zertifizierung entsprochen. Die bereits produzierten Masken werden jedoch nicht in den Verkauf kommen. «Sobald das Zertifikat eintrifft, stehen die CPA-Masken Privatpersonen, Akteuren aus Gesundheitswesen und Unternehmen zur Verfügung», schreibt die Flawa am Freitag in einer Mitteilung.

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Produktionsstart für zertifizierte Masken verzögert sich (14.6.)

Die Flawa schickte sich während der Corona-Krise an, neben den traditionellen Watteprodukten auch Schutzmasken zu produzieren – und dies auf zwei verschiedenen Schienen. Einerseits jene für den normalen Alltagsgebrauch – dann aber auch zertifizierte Produkte. Während die Universalschutzmasken-Produktion für die breite Öffentlichkeit sei Ostern läuft und wöchentlich 400'000 Stück die Firma verlassen, sind die beiden Maschinen für FFP2- und FFP3-Masken für das Gesundheitspersonal weiterhin in der Testphase. Sie laufen «mal besser, mal schlechter, aber noch nicht gleichbleibend gut», wird Flawa-Unternehmenssprecher Alfredo Schiliro von «Blick Online» zitiert. Da die Prozessqualität noch nicht zufriedenstellend ist, kommt es zur Verzögerung und es gehen auch weiterhin noch keine solcher Masken von Fliessband.

Nachdem zwei solcher Maschinen im April medienwirksam aus China geliefert worden waren, sollten diese nach einer Instandsetzungs- und Zertifizierungsphase den Betrieb Mitte Mai aufnehmen. Kostenpunkt für die Anschaffung: 1,6 Millionen Franken, welche sich Bund und Kanton Zürich hälftig teilen. Laut dem Bericht geht man bei der Flawa derzeit davon aus, die Produktion dieser zertifizierten Masken per Ende Juni aufnehmen zu können – also rund eineinhalb Monate später als ursprünglich geplant. Seit dem Zeitpunkt der Kauf-Ankündigung im März hat sich die Situation allerdings grundlegend verändert und es gibt mittlerweile keine Maskenknappheit mehr im Land.

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Zweite Maschine für Universalschutzmasken (25.5.)

Das Ostschweizer Unternehmen Wicon AG hat eine zusätzliche Maschine zur Produktion von Universalschutzmasken für die Flawa Consumer GmbH gebaut. Dies teilt geht aus einer Medienmitteilung hervor. Basis war die von Flawa selbst hergestellte Maschine, die seit Mitte April in Betrieb ist. Beide laufen nun während 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche. So kann die produzierte Stückzahl von Flawa-Universalschutzmasken auf 400 000 pro Woche gesteigert werden. Bis im Juli sollen so insgesamt rund 4 Mio. Masken hergestellt werden.

Gemäss der Mitteilung hat die Flawa das Unternehmen zur Produktion von Präszisionsbauteilen mit Sitz in Andwil für den Bau der Maschine angefragt. «Anhand der von den Flawa-Ingenieuren selbstgebauten Produktionslinie konnten wir in kürzester Zeit eine optimierte zusätzliche Maschine zur Verfügung stellen», wird Markus Nägeli, CEO der Wicon zitiert.

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Mit dieser Maschine wird die Schutzmasken-Produktion der Flawa verstärkt. (Bild: pd)

50 Masken kostet 49.90 Franken

Flawa-CEO Claude Rieser sieht die kurzfristige Kooperation der beiden Ostschweizer Unternehmen als Zeichen dafür, «wie wichtig der Werkplatz Schweiz und die Effizienz nationaler KMUs ist». Dank den gebündelten Kräften könne die Universalschutzmasken-Produktion verdoppelt werden. Dies ermögliche es, auch grössere Bestellungen besser zu bewältigen können.

Privatpersonen können bei der Flawa seit Mitte Mai bis zu 5 Schachteln à 50 Stück bestellen, Firmen bis zu 3 Schachteln à 1000 Stück. Eine Schachtel mit 50 Universalmasken kostet 49.90 Franken.

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Maschinen da: Die Flawa stellt bald auch zertifizierte Schutzmasken her (23.4.)

Am Mittwochabend sind zwei Maschinen für die Produktion von FFP2-Masken in der Schweiz eingetroffen. FFP steht für «Filtering Face Piece». In den vergangenen Tagen sind die beiden Produktionsmaschinen im Herstellerwerk in China getestet und anschliessend per Lastwagen über 1400 Kilometer an den Flughafen Shanghai transportiert worden. Die Swiss hat die Maschinen als Luftfracht aus China nach Zürich geflogen.

Nach Abwicklung der Zoll-Formalitäten wird die Fracht nach Flawil transportiert. In den kommenden zwei Wochen werden die zwei Maschinen in den Produktionshallen der Firma Flawa aufgebaut und durch Techniker aus China in Betrieb genommen. Sowohl Maschinen, Produktionsprozess wie auch die produzierten Masken werden anschliessend zertifiziert und für den Gebrauch freigegeben. Es wird damit gerechnet, dass die Produktion spätestens Mitte Mai aufgenommen werden kann. Sobald die Maschinen mit voller Kapazität laufen, werden rund um die Uhr täglich zwischen 80'000 und 100'000 FFP2-Masken hergestellt. Die angestrebte Produktionsmenge leistet einen wesentlichen Beitrag dafür, dass in der Schweiz, insbesondere im Gesundheitssektor, genügend Masken verfügbar sind.

Beschaffung und Finanzierung durch Bund und Kanton Zürich

Die Beschaffung erfolgte durch den Bund und den Kanton Zürich, die sich die Kosten von rund 1,6 Millionen Franken hälftig teilen. Die Frauenfelder Firma Autefa konnte in China aus einem Fertigungslos zwei Maschinen für die Schweiz reservieren. Auf einen Aufruf via Swissmem, dem Verband der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie, meldete sich die Flawa Consumer GmbH als Produktionspartnerin. Da das Unternehmen aus Flawil eine ihrer Kernkompetenzen in der Produktion von Watteprodukten hat, ist die eigene Maskenproduktion in der Schweiz auch in Zukunft sichergestellt. Die Weiterverwendung der Maschinen nach der Corona-Pandemie wird zu einem späteren Zeitpunkt geregelt.

Parallel dazu produziert die Flawa weiter auf Hochtouren Universalschutzmasken auf der eigenen Maschine, die in einem separaten Raum steht. Die Produktion dieser Masken hat bereits am Ostersamstag begonnen und die Produktionskapazität konnte zwischenzeitlich auf rund 200'000 Masken pro Woche gesteigert werden. Diese Universalschutzmasken werden an Privatpersonen und Unternehmen verkauft und stossen auf grosses Interessen Die ersten 100'000 Universalmasken waren binnen weniger Minuten ausverkauft (siehe unten). (pd/red)

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100'000 Masken in wenigen Minuten verkauft (20.4.)

«Die Anfrage nach unseren Universalschutzmasken war nach Eröffnung des Onlineshops enorm und die ersten bereits produzierten rund 100'000 Masken nach wenigen Minuten ausverkauft. Wir werden die verfügbare Menge an laufend produzierten Universalschutzmasken nun täglich über den Onlineshop für die Bestellung freigeben. Sobald die jeweilige Anzahl ausverkauft ist, werden am gleichen Tag keine Bestellungen mehr entgegengenommen», sagt Claude Rieser, CEO der Flawa Consumer GmbH.

Kunden, die keine Möglichkeit hatten, Masken zu bestellen, werden gebeten, den Onlineshop am darauffolgenden Tag zu besuchen. «Unsere Mitarbeitenden setzen sich mit Hochdruck ein, die Nachfrage nach Universalschutzmasken zu erfüllen. Unsere Maschine läuft auf Hochtouren und das wird auch so bleiben», sagt Claude Rieser.

Die von Flawa produzierten Masken sind für Privatpersonen und für Unternehmen gedacht und nicht für den professionellen medizinischen Einsatz. Eine Schachtel mit 50 Universalmasken verpackt in fünf Beuteln à je 10 Stück kostet 49,90 Franken. Für Unternehmen stehen auch Verpackungseinheiten à 1000 Stück zur Verfügung. (pd/red)

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Flawa will bis Juli zwei Millionen Masken herstellen (15.4.)

«Wir sind erleichtert, dass wir seit Ostersamstag mit der Produktion der Universalschutzmasken starten und uns über die guten internationalen Kontakte den benötigten Vliesstoff für die nächsten Monate sichern konnten. Dies war die grösste Herausforderung angesichts der aktuellen langen Lieferfristen für Spinnvlies, aus dem die Masken fabriziert werden. Die Covid-19-Pandemie hat zudem die Weltmarktpreise für das Rohmaterial exponentiell steigen lassen», sagt Claude Rieser, CEO der Flawa Consumer GmbH. Die eigene Maschine von Flawa hat zurzeit eine Produktionskapazität von rund 70'000 Einheiten pro Woche, die schrittweise auf wöchentlich 200'000 gesteigert wird. «Bei diesem Rhythmus und dem Rohmaterial, das uns zur Verfügung steht, werden wir bis Mitte Juli rund zwei Millionen Masken herstellen und zum Verkauf anbieten können», ergänzt Claude Rieser.

Die von Flawa produzierten Masken bieten – in Kombination mit den vom Bundesamt für Gesundheit empfohlenen Verhaltensregeln – laut dem Unternehmen zusätzlichen Schutz vor einer Tropfeninfektion und tragen dazu bei, die Übertragungswahrscheinlichkeit zu reduzieren. Sie sind für Privatpersonen und für Unternehmen gedacht und nicht für den professionellen medizinischen Einsatz. Erhältlich sind die Universalschutzmasken ab kommendem Montag 20. April über den Onlineshop des Unternehmens. Eine Schachtel mit 50 Universalmasken verpackt in 5 Beuteln à je 10 Stück kostet 49,90 Franken. Für Unternehmen stehen auch Verpackungseinheiten à 1000 Stück zur Verfügung.


Masken sollen für alle reichen

Der Onlineshop wurde bewusst so programmiert, dass pro Bestellung nur jeweils eine Verpackungseinheit gekauft werden kann. Grössere Bestellmengen werden nach vorheriger persönlicher Kontaktaufnahme mit der Flawa Consumer GmbH und den entsprechenden Vorabklärungen entgegengenommen. «Wir möchten allen Privatpersonen und Unternehmen die Gelegenheit geben, bei uns zu bestellen und damit einen Beitrag an die Versorgung mit Universalschutzmasken für die breite Bevölkerung in der Schweiz leisten», begründet Claude Rieser den Entscheid. (pd/red) 

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Masken für den Bund und den Kanton Zürich (31.3.20)

Eigentlich produziert die Flawiler «Flawa Conumer GmbH» Watteprodukte und Schuheinlagen. Vor einigen Wochen hat das Unternehmen aber angekündigt, in die Produktion von Schutzmasken zur Bekämpfung des Coronavirus einsteigen zu wollen (siehe Artikel unten). Dieses Thema ist in aller Munde, seit Österreich am Montag eine Maskenpflicht fürs Einkaufen ausgerufen hat. Die Masken-Produktionspläne der Flawiler Firma werden derweil immer konkreter. Wie die Flawa auf der eigenen Homepage mitteilt, haben Bund und Kanton Zürich in den vergangenen Tagen eine vollautomatische Produktionslinie für Atemschutzmasken der Firma «Autefa Solutions» aus Frauenfeld beschafft. Diese beiden Anlagen werden bei der Flawa installiert und in Betrieb genommen.

Auf diesen Produktionslinien sollen die zertifizierten FFP2-Atemschutzmasken hergestellt werden. Sie sind für das Gesundheitspersonal gedacht, nicht für die breite Öffentlichkeit. Wie die Masken verteilt werden, sei seitens der Behörden noch in Abklärung. «Die Produktionskapazität dürfte für 64'000 Masken pro Tag reichen», schreibt die Flawa.

Rohstoff-Import als hohe Hürde

Die ursprüngliche Idee des Unternehmens war und ist, Universalmasken für den privaten Gebrauch zu produzieren. Voraussetzung dafür: Die dafür benötigten Vliesstoffe aus dem europäischen Ausland müssen geliefert und importiert werden. «Aufgrund der ausserordentlichen Lage überall in der Welt sind derzeit aber keine verbindlichen Aussagen zu Mengen und Terminen möglich. Wir werden im Sinne der Nothilfe alles in Bewegung setzen, um die Situation in der Schweiz zu verbessern», schreibt die Flawa, ohne weitere Details zu nennen. Ob und wann die Produktion beginnt, steht noch nicht fest.

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Flawa will Universal-Masken herstellen (14.3.20)

Die Flawa produziert hauptsächlich Watteprodukte und Schuheinlagen. Doch schon bald sollen Masken dazukommen, welche zum Schutz vor dem Coronavirus getragen werden können. Aufgrund der Ausbreitung der Pandemie hat sich das Flawiler Unternehmen entschieden, in die Produktion einzusteigen. «Unsere Bestrebung ist es, eine Maske für den privaten Sektor zu entwickeln, damit Druck auf medizinisch indizierte Gesichtsmasken reduziert wird», schreibt das Unternehmen auf seiner Homepage. Die Masken bieten laut Flawa folgende Vorteile: Die Schmierinfektion – durch den Griff an Nase und Mund begünstigt – wird reduziert. Zudem werden infektiöse Tröpfchen beim Husten und Niessen von der Maske zum grossen Teil abgefangen.

Gemäss SRF soll der Produktionsstart unmittelbar bevorstehen und noch im März erfolgen. Laut Flawa-CEO Claude Rieser arbeitet die Firma ohnehin mit den Materialien, die für die Universal-Schutzmasken benötigt werden. Die Maschinen würden nun entsprechend umgerüstet. Eine Maske soll 20 bis 40 Rappen kosten. Der Vertrieb erfolgt über einen Online-Shop, der demnächst aufgeschaltet wird.