Der FC Zuzwil zählt aktuell rund 400 Vereinsangehörige, davon über 250 Kinder und Jugendliche. Diese trainieren auf den beiden Rasenspielfeldern in Züberwangen und Zuzwil. Die bestehenden Anlagen entsprechen den heutigen Bedürfnissen nur teilweise. Im Zusammenhang mit der Entwicklung des Schulareals Zuzwil und der Sportinfrastruktur fanden vor sieben Jahren auch diverse Diskussionen rund um die Fussballplätze statt. Während der Neubau der Sporthalle, die Realisierung der Spiel-, Pausen-, Mehrzweck- und Begegnungsplätze sowie der Beachvolleyballanlage und der Bocciabahn inzwischen abgeschlossen sind, ist die Erneuerung respektive Zusammenlegung der Rasenspielfelder noch pendent, so heisst es im «Zuzwil-aktuell» vom 17. September.

Verschiedene Standorte

Ziel des Gemeinderates war es, die beiden Spielfelder an einem Standort zu vereinen und so den Betrieb, den Unterhalt und die langfristigen Infrastrukturkosten zu optimieren sowie die organisatorischen Grundlagen der Nutzer zu verbessern. Letztlich sollte die Attraktivität der gemeindeeigenen Infrastruktur verbessert und damit das Vereinsleben unterstützt werden. Im Zusammenhang mit der beabsichtigten Zusammenlegung führte der Gemeinderat eine Standortevaluation durch. Die verbliebenen Möglichkeiten im Gemeindegebiet von Zuzwil an der Herbergstrasse und im Bürgerguet wurden nach verschiedenen Gesichtspunkten beurteilt. Für die Umsetzung der Zusammenlegung der beiden Rasenspielfelder ist seit dem Jahr 2015 im Investitionsprogramm der Gemeinde ein Betrag aufgeführt.

Einzonung möglich

Die Strittmatter Partner AG erstellte in der Folge Grobstudien für eine mögliche Rasensportanlage im Gebiet Bürgerguet sowie eine Erweiterung der Rasenspielfläche an der Herbergstrasse. Im Herbst 2014 wurden diese Unterlagen dem kantonalen Amt für Raumentwicklung und Geoinformation (AREG) zur Vorprüfung eingereicht. In seiner Stellungnahme zum neuen Richtplan vom Dezember 2019 bestätigte das AREG, dass die im Dezember 2014 in Aussicht genommene «Freihaltezone» im Gebiet Weieren-Bürgerguet möglich wäre. Diese Freihaltezone ist im Richtplan, der im September 2020 verabschiedet wurde, bereits enthalten. Eine allfällige Einzonung kann gemäss AREG jedoch erst mit einem konkreten Projekt und einer gesicherten Finanzierung in Aussicht gestellt werden.

Platz an der Herbergstrasse ungünstig

Mit der Budgetgenehmigung 2020 hat die Bevölkerung 30'000 Franken für eine Machbarkeitsstudie Rasenspielfelder an der Herbergstrasse und beim Bürgerguet bewilligt. Der Gemeinderat beauftragte die Fässler Freiraumplanung AG in Wil eine Standortevaluation durchzuführen. Aus der Studie ist ersichtlich, dass die vom Schweizerischen Fussballverband vorgegebenen Normen zur Spielfeldgrösse am Standort Herbergstrasse (bestehendes Rasenspielfeld und angrenzende Wiese beim Werkhof) aufgrund der engen Platzverhältnisse nicht empfohlen wird. Der Fachplaner hält in seiner Studie fest, dass eine Realisierung ungünstig, eng und nicht zukunftsorientiert sei. Zudem müsste ein neuer Werkhof für den Unterhaltsdienst realisiert werden. Als geeigneter Standort wurde deshalb die Variante Bürgerguet an der Weierenstrasse evaluiert und weiterverfolgt.

Auf Grundeigentümer angewiesen

Damit die Zusammenlegung der beiden Rasensportplätze am gewünschten Standort umgesetzt werden kann, ist die Gemeinde auf die Bereitschaft der Grundeigentümer angewiesen, Land abzutauschen oder zu veräussern. Diesbezüglich wurden diverse Varianten aufgezeigt und Gespräche geführt. Die präsentierten Lösungsvarianten vermochten die Grundeigentümer nicht zu überzeugen, auch wenn je nach Variante wenig Land hätte umgelegt respektive abgetauscht werden müssen. Der Gemeinderat ist der Ansicht, dass weitere Verhandlungsversuche zum jetzigen Zeitpunkt nicht zielführend sind, zumal die Haltung der Grundeigentümer klar und unverrückbar erscheint. Der Gemeinderat bedauert die aktuelle Situation. Auf Grund der fehlenden Bereitschaft zu einem Landabtausch oder -verkauf wird die Zusammenlegung der beiden Spielfelder bis auf Weiteres auf Eis gelegt. Der Gemeinderat sieht aktuell keine Möglichkeiten, diese Vision an einem anderen Standort weiterzuverfolgen.

Standortbestimmung notwendig

Das Scheitern der Verhandlungen stellt für den Gemeinderat eine neue Ausgangslage dar. Zusammen mit der Betriebskommission Liegenschaften und dem Vorstand des FC sollen nun die aktuelle Situation und deren Auswirkungen auf den Trainings- und Spielbetrieb in einem ersten Schritt analysiert werden. Sobald neue Erkenntnisse oder neue Lösungsvarianten vorliegen, wird der Gemeinderat die Bevölkerung darüber informieren.