Beim FC Wil 1900 schlägt am Sonntag gegen Vaduz die Stunde der Wahrheit, den Wiler Club wieder auf die Erfolgsstrasse zu führen. Am Freitagmittag stellten sich die Verantwortlichen den Medien, um über den Stand der Vorbereitungen zu informieren. Nur wenige Wochen Zeit hatte der neue Trainer Konrad Fünfstück für den Aufbau der neuen Mannschaft. Er sieht die Mannschaft aber durchaus für den Ernsteinsatz bereit. Für den Saisonerfolg, um nicht gegen den Abstieg zu kämpfen, stehe jedoch ein steiniger Weg bevor.An der Medieninformation vom Freitag machte Medienchef Dani Wyler deutlich, dass sie mit dem Saisonstart eigentlich zwei Probleme zu lösen hätten. Zum einen müsse der sportliche Erfolg einsetzen, andererseits stehe viel Vertrauensarbeit bevor gegenüber den Fans, den Städtern und auch der Stadtregierung. Mit dem ersten Ernstspiel gegen Vaduz ist die Mannschaft maximal gefordert, gegen den stark agierenden Absteiger aus der Super League eine gute Leistung zu zeigen.

Der Neuaufbau brauchte seine Zeit
Nach VR-Präsident Roger Bigger benötigte der Neuaufbau seine Zeit. Etwas spät sei der Entscheid für den neuen Trainer gefallen. Aber Probleme beim Mannschaftsaufbau habe es nicht gegeben. Es galt einfach die richtigen Leute zu finden, welche die gesetzte Philosophie auch umsetzen wollen. Der Stand der Mannschaft dürfe als gut beschrieben werden.

Cheftrainer Konrad Fünfstück wies auf die kurze Vorbereitungszeit von nur fünf Wochen hin. Der optimale Stand der Mannschaft sei nur mit täglichem Training möglich geworden. Wichtig nannte Fünfstück, dass sie in jedem Spiel an die Grenzen des Möglichen gehen. In kleinen Schritten wolle er die Mannschaft festigen. Die Teambildung sei eigentlich eine Daueraufgabe.

Captain Marco Muslin, er kehrte nach zwei Jahren wieder zu FC Wil zurück, sieht seine Aufgabe insbesondere im Erreichen einer familiären Gemeinschaft, wo Jeder für maximalen Einsatz bereit sei. Es sei wichtig, den FC Wil in neuer, attraktiver Form präsentieren zu können.

Realistische Ziele im Auge
Nach Roger Bigger will der FC nicht bereits in der kommenden Saison nach Höchstzielen Ausschau halten. Eine Erwartung stehe im Raum, nicht gegen den Abstieg spielen zu müssen. Wenn die Mannschaft sich optimal entwickle, könnten beim CUP Erfolge erreicht werden, in mehreren Runden im Spiel zu bleiben.

Nach Trainer Fünfstück gibt es keine Wünsche zum Saisonverlauf, wohin die Reise geht. Bei jedem Spiel werden die Ziele wieder neu gesetzt, mit etwas Glück auch erreicht. Dass eine schwierige Saison bevorsteht, sieht auch Captain Marco Muslin. Als Schlusslicht zu starten, seien sie gefordert, wenn sie Ende Saison unter den ersten Fünf sein wollten.

Es geht darum, Vertrauen zu gewinnen
In der Gesprächsrunde wurde immer deutlicher, dass neben dem sportlichen Erfolg mit gleicher Kraft am Aufbau des Vertrauens gegenüber den Fans und der Bevölkerung gearbeitet wird. Der vom Trainer gesetzte Ausspruch „Ein langer steiniger Weg“ gelte auch für den Aufbau des Vertrauens.

In der Mannschaft seien mehrere Identifikationsfiguren eingebaut, welche dem FC eine positive Ausstrahlung geben könnten.. Nach Roger Bigger steht auch eine Kampagne in Vorbereitung, wieder als Wiler Verein wahrgenommen zu werden.

Am gesetzten Budget von 2,5 Mio. Franken will Roger Bigger nicht rütteln. Daran habe sich nichts geändert.