Die Bibliothek Uzwil feiert 2018 ihr zwanzigjähriges Bestehen. Aus diesem Anlass veranstaltet sie vier Jubiläumsevents. Den Start des Jubiläums-Programms machte am Donnerstag, 22. Februar, der Anlass „Bier und Poesie“, dem der Bier-Sommelier Adi Schmid aus St. Gallen mit seinen unterhaltsamen Ausführungen seinen Stempel aufdrückte. Knapp 20 Personen kamen in den Genuss eines 3 ¼ Stunden langen, gemütlichen Abends, an dem neben Bier auch die Poesie zum Zuge kam.Ab 1998 leitete Käthi Immoos die neu eröffnete Bibliothek; ihre Stellvertreterin war Annemarie Haid. 1998 wies die Bibliothek erst einen Drittel der jetzigen Fläche auf. 2018 umfasst sie 22 000 Titel, davon etwa 17 000 Bücher.

Seit fünf Jahren liegt die Leitung bei Jolanda Erismann. Frau Erismann erinnerte daran, dass die Bibliothek im Jubiläumsjahr 2018 drei weitere Anlässe anbieten werde. Es sind dies: Reisefieber (6. Mai), Happy Lesesommer mit Komiker Marco Knittel (8. September), Tatort Uzwil (9. November). Schon in den vergangenen Jahren hatte die Bibliothek immer wieder zu Veranstaltungen eingeladen, vom Talk mit Röbi Koller über Comic-Werkstatt und Hello-Kaffi bis zu Märchenabenden für Erwachsene.

Bier schon 754 erwähnt
Gemeinderätin Renate Graf begrüsste die Zuhörerschaft und den Boss der Brauerei „Biergarage“, Adi Schmid. Sie erinnerte an jenes Dokument im Stiftsarchiv vom Jahre 754, als ein gewisser Herr Rothpald aus Aninauva (Henau) sein Hab und Gut dem Kloster St. Gallen verschenkte und fortan als Pacht dem Kloster verschiedene Produkte abzugeben hatte, unter anderem 30 Eimer Bier, das entsprach etwa 800 Liter. Sie schloss mit „Auch Wasser ist ein edler Tropfen, mischt man es mit Malz und Hopfen“.

Bier seit über 11'000 Jahren
Adi Schmid, ein Meister im Erzählen, wies darauf hin, dass schon die Sumerer vor rund 11'000 Jahren ein bierähnliches Getränk erstellt hätten. Der Bierfachmann mit einer Sommelier-Ausbildung in Deutschland goss sozusagen in lockerer Art sein vielseitiges Wissen über alles, was mit Bier zu tun hat, aus, mit vielen Details über die Brauerei. Dabei waren auch Tipps an die Zuhörer wie „Bier darf nicht der Sonne oder der Wärme ausgesetzt werden“. Also: Kühl und dunkel lagern! Im Verlauf des Abends konnte man verschiedenste Biersorten probieren, vom Apérobier über ein Sauerbier bis hin zum Dessertbier.

Poesie-Wettbewerb: Wer erfindet die beste Geschichte?
Neben den Erklärungen zur Bierwelt und dem Degustieren von Bier und Snacks war auch die Fantasie der Erschienenen gefragt. Mit dem Spiel „Icon Poet“ erhielten die vier Gruppen per Würfel fünf Stichworte zugeteilt (z.B. Ente, Leiter, Maske, Blume, Fiebermesser). Innerhalb von nur drei Minuten galt es, aus diesen fünf Wörtern eine Story zu erfinden, und einer der Gruppe trug diese dann den anderen Gruppen vor. Jene Geschichte, die am besten ankam, erhielt dann in der folgenden Abstimmung die meisten Stimmen. Erstaunlich, was die Gruppen in dieser kurzen Zeit fertig brachten. Nach fünf Runden wurde jene Gruppe mit den meisten Stimmen erkoren und mit einem Preis belohnt. Das Spiel „Icon Poet“ kann bei der Gemeindebibliothek ausgeliehen werden.