Stark zugelegt hat «Schmobi», wie das Unternehmen genannt wird, vor allem als Outsourcing-Partner für Fix-Zuschnitte. Im Maschinenpark mit über 30 Sägen wurden 2018 über 3,5 Millionen Zuschnitte gesägt. Das entspricht einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 20 Prozent. Auch der Umsatz entwickelte sich aufgrund steigender Stahlpreise positiv. Genaue Zahlen nennt Schmobi in der entsprechenden Medienmitteilung nicht.

Die Lage in der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie sei nach wie vor erfreulich, schreibt das Unternehmen. «Trotz leichter Abflachung der Konjunkturentwicklung und einigen Unsicherheiten in der Wirtschaftspolitik bleiben wir zuversichtlich. Wir wollen mit unserer Marktdurchdringungsstrategie weiterwachsen», sagt Andreas Koch, Leiter Finanzen und Administration. «Das neue Jahr ist gut angelaufen. Der Auftragsbestand im ersten Quartal 2019 ist immer noch deutlich höher als im Vorjahr», so Koch weiter.

Mittlerweile mehr als 100 Mitarbeiter

Ins Geschäftsjahr 2019 ist Schmobi mit 108 Mitarbeitenden gestartet. Das entspricht einem Zuwachs von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. In den vergangenen zwei Jahren hat das KMU insgesamt 15 neue Arbeitsplätze geschaffen, grösstenteils in der Lagerlogistik. Das Team kann trotz 20 Neuzugängen im vergangenen Jahr immer noch durchschnittlich elf Dienstjahre ausweisen. 

2019 ist das 60. Geschäftsjahr in der Unternehmens¬geschichte. Der Doppelname Schmolz + Bickenbach reicht sogar zurück bis ins Jahr 1919. Damals, vor genau 100 Jahren, gründeten Arthur Schmolz und Oswald Bickenbach gemeinsam eine Stahlgesellschaft. Die Schmolz + Bickenbach Stahlcenter AG wurde 1959 in Wil gegründet und ist auch heute noch zu 100 Prozent im Familienbesitz der Nachkommen der zwei Gründerfamilien. «Wir sind seit 60 Jahren wirtschaftlich völlig autonom und einzig namentlich mit dem börsenkotierten und weltweit tätigen Stahlkonzern Schmolz + Bickenbach verbunden», hält Geschäftsleiter Peter Breitenmoser, der zugleich Verwaltungsratspräsident des Wiler KMU ist, fest.

Bekenntnis zu Wil West

2019 investiert Schmobi mit rund zwei Millionen Schweizer Franken erneut in die moderne Infrastruktur, IT, Prozesse, Lagerlogistik und den eigenen Fuhrpark. Im Bereich der Infrastruktur betrifft eine grössere Investition die Sanierung der Gebäudehülle des 1984 erbauten Bürotrakts. Dieser energetischen Gebäudemodernisierung ist das KMU verpflichtet, um den verbindlichen Standards des Energiegesetzes zu entsprechen. Gleichzeitig nutzt Schmobi die Bauphase, um in den betroffenen Gebäudebereichen weitere bauliche Optimierungsmassnahmen vorzunehmen. All diese Investitionen sind wiederum ein Bekenntnis zum Standort Wil West.

Schmobi zählt schweizweit zu den führenden Stahlhandelsunternehmen und ist mit über 12'000 Tonnen Material der grösste Lagerhalter für Stabstahl in der Schweiz. (pd)