Ein Prosit auf die Eschliker Brauerei Mükon. Bekannt geworden ist die Bierbrauerei, welche seit 2017 so richtig produziert, von Delila und Beat Müller, durch ihre drei Standardbiere Hell, Dunkel und Weizen. Das Bier-Repertoire reicht heute von «Cider» aus Bio-Äpfel, bis hin zum «Passion» mit Früchten, oder einem fassgereiften «Sour Wheat». Bierliebhaber kommen anhand der unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen voll und ganz auf ihre Kosten. Nun war die Sachlage jedoch so, dass viele Büchsen «Passion» und ebenso viele Flaschen «Sour Wheat» ihr Mindesthaltbarkeitsdatum erreicht, oder gar überschritten, haben. Dahingehend starteten Müllers am Freitagabend, zum zweiten mal, die Aktion Gratisbier für Alle.

Bierproduktion fast bei null

Coronabedingt haben sich die Betreiber gezwungen gesehen, die Bierproduktion herunterzufahren. Da viele Anlässe aus der Agenda gestrichen worden sind, ist die Nachfrage nach dem flüssigen Gold markant gesunken. «In einem normalen Jahr produzierten wir schon mal um die 10'000 Liter Bier. In diesem Jahr sind es bis dato lediglich einige hundert Liter», sagt Beat Müller. Seine Frau Delila betreut gleichzeitig die ersten ankommenden Kunden, die sich über die verschiedenen Biersorten informieren – und natürlich auch degustieren – wollen. Zwei solche Besucher sind extra aus Berlingen angereist, sie seien durch die Zeitung auf den kostenlosen Ausschank der Brauerei Mükon aufmerksam geworden. «Wir interessieren uns über alle Mikrobrauereien im Thurgau, wir selber haben nämlich auch angefangen damit. Unsere Bierproduktion steckt jedoch noch in den Kinderschuhen.» Nach ihren ersten Schlücken sind sie voll des Lobes. «Das helle Mükon schmeckt sehr gut», sagen die beiden. Ein Männertrio stösst ebenfalls mit einem frischgezapften Hellen an. «Es schmeckt halt nicht so, wie man es von den grossen Bierherstellern kennt; und das ist auch gut so», lautet ihr erstes Resümee.

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Ein Prosit, dieses Männertrios, auf das Mükon. Am Freitag gab es in Eschlikon Gratisbier, welches das Mindesthaltbarkeitsdatum erreicht hat.

Immer mehr Besucher kommen, die einen verlassen das Brauereiareal mit vollen Getränkekisten, andere füllen ihre Taschen. Nebst der Mükon Brauerei in Eschlikon, sind auch das Fischinger Pilgrim und das Riethöfler aus Hurnen, als Bierproduzenten bekannt. «Wir geniessen untereinander eine tolle Freundschaft. Wir helfen uns auch mal aus und sind weit weg von einem Konkurrenzdenken», sagt Beat Müller. Mükon gibt es im Übrigen auch als Bierbrand oder als Malzmüesli, will heissen; die Ideen sind den Müllers noch längst nicht ausgegangen. Ein Besuch in Eschlikon lohnt sich, auch im Sinne davon, die regionalen Produzenten zu unterstützen.