Aus bisher noch ungeklärten Gründen kam die 19-jährige Lenkerin eines Autos am Samstagmorgen um etwa 7.15 Uhr auf einer Bahnüberführung zwischen Uzwil und Flawil in einer Rechtskurve von der Strasse ab und stürzte auf die Bahngeleise. Ein herannahender Schnellzug, der laut Polizeiangaben Richtung St. Gallen unterwegs war, konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen. Obwohl das Auto auf der Doppelspur-Strecke auf dem anderen Gleis lag, kam es zu gleich mehreren Kollisionen. Rund 80 Personen im Zug wurden evakuiert. Die Autolenkerin erlitt schwere Verletzungen und musste mit der Rega ins Spital gebracht werden.

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Das Auto total zerlegt.

Die Zugstrecke zwischen Uzwil und Flawil war während rund vier Stunden gesperrt und die Reisenden hatten mit Ersatzbussen vorlieb zu nehmen. Mittlerweile läuft der Bahnbetrieb aber wieder störungsfrei.

Ähnlicher Zwischenfall ohne verletzte Person
Der Unfall erinnert stark an ein Ereignis, das sich am 8. Juli ebenfalls in der Nähe von Uzwil zugetragen hatte. Damals war ein Lieferwagen zwischen Uzwil und Henau von der Strasse abgekommen und auch auf den Bahngeleisen gelandet. Jener Zwischenfall hatte sich ebenfalls an einem Wochenende am Morgen abgespielt, auch in jenen Unfall war ein von Wil herannahender Interregio Richtung Chur involviert. Es gibt aber einen grossen Unterschied: Da der Zug am 8. Juli im allerletzten Moment noch hatte anhalten können, war damals keine verletzte Person zu beklagen gewesen.