Zum zweiten Mal in seiner Karriere holt der Wiler Cédric Noger Weltcup-Punkte. Und zum zweiten Mal fährt er auch gleich in die Top 20. Doch etwas war anders als bei der ersten Punkte-Fahrt in Saalbach im Dezember. Damals musste er um die Qualifikation für den zweiten Lauf zittern und schien als 31. nicht dabei zu sein. Doch dann wurde sein Teamkollege Marco Odermatt nachträglich disqualifiziert. Im zweiten Lauf fuhr Noger noch auf Platz 18 nach vorne. Dieses Mal ging es ohne zu zittern und Noger schaffte es mit der hohen Startnummer 45 auf Platz 23, von dem er dann nicht mehr verdrängt wurde.

Im zweiten Lauf konnte sich Noger um drei weitere Plätze nach vorne arbeiten und wurde schliesslich 20ter - genau 3,04 Sekunden hinter Sieger Henrik Kristoffersen aus Norwegen. Da der Rückstand schon nach dem ersten Lauf 3,04 Sekunden betragen hatte, lässt sich sagen, dass Noger im zweiten Lauf nichts mehr verloren hat auf die Spitze. "Im ersten Lauf war es eine sehr gute Leistung. Unterwegs hat es sich zwar nicht so angefühlt. Im zweiten Lauf habe ich probiert, noch einmal alles rauszuhauen. Zum Teil war ich etwas zu spät dran über die Wellen. Alles in allem war es aber eine gute Leistung." Somit sind elf weitere Zähler auf dem Weltcup-Punktekonto des Wilers. Alles in allem stehen da nun deren 24. Womöglich kommen noch weitere dazu. Eine Chance gibt es noch - übernächstes Wochenende im slowenischen Kranjska Gora. Der Anfang Monat abgesagte Riesenslalom von Garmisch-Partenkirchen wird nicht nachgeholt.

Wichtig ist für Noger aber auch, dass er Platz drei in der Riesenslalom-Europacup-Wertung verteidigt. Gelingt dies, hätte er nächste Saison einen Startplatz im Weltcup auf sicher. Noch drei Rennen sind ausstehend - ein erstes am kommenden Donnerstag (28. Februar) in Oberjoch in Deutschland. Doch was ist nun wichtiger? Weltcup oder Europacup? "Wichtig ist, gut Ski zu fahren. Aber natürlich würde es Ruhe hineinbringen, wenn ich nächste Saison den Weltcup-Startplatz auf sicher hätte", sagt Noger gegenüber hallowil.ch.

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Der Liveticker zum 2. Lauf:

So, das soll's gewesen sein von diesem Liveticker. Noch einen angenehmen Sonntagnachmittag. Bis bald auf hallowil.ch.

Noch ein Weltcup-Riesenslalom steht an diesem Winter an. Und zwar übernächstes Wochenende in Kranjska Gora in Slowenien. Mal schauen, was da möglich ist für Noger.

Und Noger? Er klassierte sich auf Position 20. Der Rückstand ist mit 3,04 Sekunden ganz genau gleich gross wie nach dem ersten Lauf. Damit darf Noger zufrieden sein, auch wenn er sein bestes Weltcup-Ergebnis nicht überbietet.

Wow, das war ein Herzschlag-Finale: Hirscher macht oben zwei Fehler und verpasst somit den Sieg um 0,04 Sekunden. Wie schon an der WM muss er sich dem Norweger Kristoffersen geschlagen geben.

Henrik Kristoffersen geht in Führung. Somit lautet die Frage: Kristoffersen oder Hirscher?

Noch zwei stehen oben. In Führung noch immer Fanara. Es steht somit auch fest, dass Noger sein Weltcup-Bestergebnis nicht überbieten kann.

Wird aber gleich wieder getoppt vom Franzosen Thomas Fanara, der die Führung übernimmt.

Der Sechste nach dem ersten Lauf, Zan Kranjec aus Slowenien, knallt man eine deutliche Führung mit über einer Sekunde Vorsprung hin.

Der beste Schweizer nach dem ersten Lauf, Loic Meillard, wird im Gesamtergebnis zweitbester Schweizer. Somit steht auch fest: Noger wird hier effektiv drittbester Schweizer.

Nun sind die besten Acht aus dem ersten Lauf dran. Die Entscheidung naht.

Und schon ist Noger in den Top-20: Stefan Brennsteiner bekommt auf dem Weg zur Bestzeit zu viel Innenlage und scheidet aus.

Nun fährt Teamkollege Marco Odermatt deutlich schneller als Noger und wird Zweiter im aktuellen Zwischenklassement. Noger wird wohl drittbester Schweizer heute.

Jetzt sind wir in einer Phase, in dem die Vorsprünge aus dem 1. Lauf so gross sind, dass es wohl schon Ausfälle braucht, damit es für Noger noch weiter nach vorne geht.

Auch nach der Fahrt von Teamkollege Gino Caviezel ist Noger bester Schweizer. Somit wird es mindestens Platz 21 für den Wiler.

Im SRF-Interview sagt Noger: "Es macht richtig Spass und ist cool, einen zweiten Lauf zu fahren. Im ersten Lauf war es eine sehr gute Leistung. Unterwegs hat es sich zwar nicht so angefühlt. Im zweiten Lauf habe ich probiert, noch einmal alles rauszuhauen. Zum Teil war ich etwas zu spät dran über die Wellen. Alles in allem war es aber eine gute Leistung."

Noger lässt Ted Ligety hinter sich. Allerdings hat der Amerikaner sich da ordentlich verfahren. Mindestens Platz 22 für den Wiler. Die besten 15 sind noch oben.

Beinahe wäre es nochmals einen Platz nach vorne gegangen für Noger. Aber Manuel Feller bleibt dann doch ein paar Hundertstels vor dem Wiler.

Also, Noger macht zum zweiten Mal in seiner Karriere Weltcup-Punkte und freut sich darüber. Sein bestes Weltcup-Ergebnis zu egalisieren dürfte aber schwierig werden. Das wichtigste ist aber, dass Noger punktet. Zuletzt in Adelboden hatte es ihm ja um 0,02 Sekunden nicht in den zweiten Lauf gereicht.

Der 36-jährige Routinier Manfred Moelgg fältt hinter Noger zurück. Das ist doch schon mal was.

Es reicht zwar nicht zur Führung. Mit 0,86 Sekunden Rückstand ist es aber Platz zwei! Das dürfte dann wohl noch ein paar Plätze nach vorne gehen. Es war eine gute Fahrt auf Zug.

Bei der ersten Zwischenzeit ist die Führung weg. 0.27 Sekunden zurück.

Doch Tumler verliert kontinuierlich und fällt zurück. Nun Daumen drücken für Noger.

So, Leif Kristian Nestvold-Haugen, der im ersten Lauf einen schweren Fehler hatte, legte mal eine Richtzeit hin, die wohl ein Weilchen halten dürfte. Nun Thomas Tumler.

Noger hat heute übrigens mal keine Unterstützung seines Fanklubs, der sonst bisher immer dabei war im Weltcup. Es ist auch ziemlich schwierig zu erreichen, dieses Bansko. Gelegen im Südwesten Bulgariens. Rund 160 Kilometer von Sofia und 220 Kilometer von Thessaloniki entfernt.

Unmittelbar vor Noger wird dann mit Thomas Tummler der erste Schweizer starten.

So, der zweite Lauf ist gestartet. Der Kanadier Erik Read fàhrt mit einer Gesamtzeit von ziemlich genau 2:30 Minuten über die Ziellinie. Als Achter folgt dann Noger.

Das ist die Ausgangslage: Fünf Schweizer sind dabei. Noger ist der viertbeste. Sein Rückstand auf die Spitze und Marcel Hirscher beträgt 3,04 Sekunden. Noger wird sein bestes Weltcup-Ergebnis zu pulverisieren versuchen. Das ist Platz 18 beim Riesenslalom von Saalbach im Dezember des vergangen Jahres. Damals war er im zweiten Lauf vom 30. auf den 18. Platz nach vorne gefahren. Wir sind gespannt. Jenes Ergebnis ist bisher das einzige Mal, dass der Wiler in die Punkte fuhr. In Alta Badia und Adelboden hatte es nicht für den Finaldurchgang gereicht.

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Cédric Noger ist nach dem ersten Lauf zuversichtlich.

Herzlich willkommen zur Entscheidung im Weltcup-Riesenslalom im bulgarischen Bansko. Der Wiler Cédric Noger hat es zum zweiten in seiner Karriere in den zweiten Lauf geschafft. Er liegt auf Platz 23. Was liegt noch drin? Simon Dudle tickert für Sie durch den zweiten Lauf.

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Nach dem 1. Lauf:

So gut war der 26-jährige Wiler Cédric Noger im Weltcup in einem ersten Lauf noch nie. Er qualifizierte sich in seinem erst vierten Weltcup-Rennen zum zweiten Mal für die finale Entscheidung. Nachdem Noger bei der zweiten Zwischenzeit noch auf Position 29 lag, machte er im unteren Teil mehrere Plätze gut. So hatte er schliesslich gar mehr als vier Zehntel Reserve auf eine Nicht-Qualifikation. Sein Rückstand auf den Führenden nach dem ersten Lauf, Marcel Hirscher, beträgt 3,04 Sekunden. Im zweiten Lauf wird Noger als Achter ins Rennen gehen und eine bessere Piste vorfinden als im ersten Lauf mit Nummer 45.

Somit stellt sich nun die Frage: Schafft der Wiler sein bestes Weltcup-Ergebnis? Im Dezember war er in Saalbach in der Entscheidung von Platz 30 auf Position 18 vorgefahren und zwischenzeitlich in der Leaderbox gesessen. Allerdings hatte Noger damals auch von einigen Ausfällen profitiert.

Der zweite Lauf beginnt um 12.30 Uhr und wird live auf SRF zwei übertragen. Auch hallowil.ch wird mittels Liveticker von der Entscheidung berichten.

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Die Vorschau:

«Es ist nach wie vor nicht selbstverständlich», dass ich an Weltcuprennen teilnehmen darf», schreibt Cédric Noger diese Woche in seinem Blog. Die Aussage verwundert bei gerade einmal drei Weltcup-Rennen nicht. Zweimal hat er den zweiten Lauf verpasst, einmal reichte es in extremis in diesen. Heute Sonntag steht Nogers vierter Weltcup-Einsatz an – und zwar beim Riesenslalom im bulgarischen Bansko. Das Rennen beginnt um 9.30 Uhr. Da der Februar-«Riesen» in Garmisch-Partenkirchen wegen zu viel Schnee abgesagt werden musste und Noger nicht für die Ski-WM qualifiziert war, musste er mit FIS-Rennen überbrücken – mit mässigem Erfolg. «Trotzdem spüre ich, dass das gute Gefühl von Dezember und Januar langsam wieder zurückkommt», so Noger.

Mindestens so wichtig wie das Resultat von Bansko ist, was danach im Europacup passiert. Gelingt es Noger, den dritten Platz zu verteidigen, hat er nächste Saison einen Startplatz im Weltcup auf sicher. Der dritte Platz ist allerdings noch alles andere als abgesichert und die Abstände hinter ihm sind gering. Drei Europacup-Rennen verbleiben: am 28. Februar in Oberjoch, am 7. März in Hinterstoder und das Finalrennen am 11. März Kranjska Gora.