Es war beileibe kein Spektakel – am Schluss zählen aber die drei Punkte. Mit einer kämpferisch und taktisch einwandfreien Leistung sicheren sich die Äbtestädter drei wichtige Punkte. Damit rückt man in der Tabelle auf Rang 6 vor und überholt damit die Tessiner und den FC Aarau.Die aktuelle Formkurve und die letzten Resultate liessen im Vorfeld auf eine ausgeglichene aber wohl fussballerisch attraktive Partie hoffen. Es kam daher doch eher überraschend, dass beide Mannschaften eher verhalten in diese Begegnung starteten. Die Rossoblu versuchten von Beginn an vehement und aggressiv das Wiler Angriffsspiel bereits im Ansatz zu unterbinden.

Dieses hohe Pressing führte dazu, dass sich überhaupt kein Spielfluss entwickeln konnte. Diese Bemühungen reduzierten die Gäste nach rund zehn Spielminuten. Was für die Gäste mehr Ruhe in das eigene Spiel brachte, befreite den FC Wil aus einer doch recht lästigen Umklammerung. Nun schien das Spielgerät langsam gefälliger durch die Reihen zu laufen.

Kaum Torchancen im ersten Durchgang

Trotz allem ist die Geschichte der ersten Halbzeit schnell erzählt. Richtige Torchancen und gefährliche Abschlüsse waren absolute Mangelware. Die beste Gelegenheit verzeichnete Sergio Cortelezzi nach einer knappen halben Stunde. Sein Abschluss rutsche dem Torhüter der Gäste beinahe noch durch. Das war es dann aber auch mit ernstzunehmenden Torversuchen.

Die zweite Halbzeit brachte auf beiden Seiten eine sichtbare Steigerung. Zwar dauerte es wieder bis die ersten Torchancen zu verzeichnen waren, beide Teams schienen aber gewillt, die Partie zu ihren Gunsten zu entscheiden. Chiasso liess durchaus gute Torchancen leichtfertig liegen. Den Wilern fehlte die Durchschlagskraft vorne gänzlich.

Entscheidung mittels Elfmeter

Trotz wenigen Torchancen gelang den Wilern doch noch der Siegtreffer. Nach einem Foul an Sandro Lombardi zeigte Schiedsrichter Sven Wolfensberger zurecht auf den Punkt. Johan Vonlanthen verwandelte souverän zur 1:0 Führung. Beinahe wäre den Tessiern im Gegenzug der Ausgleich gelungen, die Chance wurde aber sehr fahrlässig vergeben.

So sichert sich der FC Wil einen nicht unverdienten Heimsieg. Wenn auch, gemessen an den Chancen, ein Unentschieden seine Richtigkeit gehabt hätte, haben die Äbtestädter heute viel richtig gemacht und sich diesen Erfolg erarbeitet. Es ist hier zu erwähnen, dass sich die Ostschweizer in der zweiten englischen Woche in Folge. Unter diesen Umständen ist ein Sonderlob für eine derart kämpferische Leistung mehr als angebracht.

FC Wil 1900 – FC Chiasso 1:0 (0:0)

IGP Arena, Wil: 610 Zuschauer. – SR: Sven Wolfensberger.

Tore: 72. Vonlanthen (P) 1:0.

FC Wil 1900: Kostadinovic; Rahimi, von Niederhäusern, Stillhart; Goncalves, Zé Eduardo, Breitenmoser (46. Schällibaum), Hefti; Lombardi; Audino (64. Muslin), Cortelezzi (57. Vonlanthen).

FC Chiasso: Mossi; Gennari, Urbano, Monighetti, Guerchadi; Kabacalman (86. Bahloul); Faktic, Carte Said; Hamadi (90. Facchin), Farrugia (76. Josipovic), Ceesay.

Bemerkungen: Wil ohne Lekaj (gesperrt), Savic (verletzt), Freid, Maroufi, Alves und Keller (alle nicht im Aufgebot). Chiasso ohne Delli Carri, Belometti, Soumare (alle gesperrt), Xaysensourinthone, Nilovic (beide verletzt), Russo, Soumah und Rey (alle nicht im Aufgebot). – 81. Lattenschuss Faktic.

Verwarnungen: 51. Monighetti.