In wenigen Wochen kann die neue Zuzwiler Dreifach-Turnhalle den Betrieb aufnehmen. Der Gemeinderat ermöglichte der Bevölkerung im Rahmen der 1.-August-Feier die Besichtigung der Räumlichkeiten, was auch rege benutzt wurde. Das Thema Sport fand selbst beim ökumenischen Gottesdienst, der Ansprache von Gemeindepräsident Roland Hardegger und beim Festredner Marcel Dobler Beachtung. 

Wohl auch dank der Ankündigung zur Besichtigung der neuen Sporthalle fanden sich die Dörfler aus allen drei Orten Zuzwil, Weieren und Züberwangen in grosser Zahl zur Augustfeier in den Vormittagsstunden auf dem Schulareal ein. Obwohl noch eher im Rohbau, ergab sich mit dem Besuch der der neuen Sporthalle ein Einblick über die Ausmasse, dem Wechsel von der bisherigen Doppel- zur Dreifach-Turnhalle.

Die vier "F"

Den ökumenischen Gottesdienst prägten der Pfarreibeauftragte Rolf Tihanyi und Pfarrerin Greet Egli auf sportlicher Basis. Die vier «F» «frisch, fromm, fröhlich, frei», von Friedrich Jan geprägt, gelten auch für die geistige Entwicklung, betonte Tihanyi. Sich von Jesus in Bewegung setzen lassen, forderte Pfarrerin Greet Egli in ihrer Predigt. Hinweise biete auch das weisse Kreuz der Schweizer Fahne, das seine Ursprünge kriegerischen Notlagen und der Suche nach Werthaltungen verdanke.

Wünsche des Gemeindepräsidenten

Selbstkritik forderte Gemeindepräsident Roland Hardegger als notwendige Ausgangslage, wenn man sich verbessern wolle. Wenn wir auch stolz sein dürften auf die erreichten Errungenschaften, gelte es täglich daran zu arbeiten, direkte Demokratie, Freiheit, Sicherheit und Wohlstand auch unseren Nachkommen zu erhalten. Die neue Sporthalle biete für die Umsetzung eine gute Ausgangslage.

Zu den guten Wünschen forderte Hardegger eine Schweiz, in der Familien gesellschaftlich, wirtschaftlich und politisch einen hohen Stellenwert haben; eine Schweiz mit vielen toleranten Menschen, wo man dem Gegenüber etwas gönnt und nicht in Eigeninteressen versinkt. Es bedürfe auch einer Schweiz, welche von Politikern in der Art geführt werde, um Lösungen zu erreichen, statt sich in Flügelkämpfen zu blockieren.

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Nationalrat Marcel Dobler bei der Festrede: "Der Heimat Sorge tragen, dafür müssen wir auch etwas tun".

Probleme nicht verschieben

In seiner Festrede betonte Nationalrat Marcel Dobler mit Blick auf die neue Sporthalle, dass Bewegung als Lebenselixier gelte. Wolle man der Heimat Sorge tragen, müsse man etwas dafür tun. Es seien auch in der Zukunft die geschaffenen Werte, welche die Heimat prägen werden.

Das Vorzeigemodell Schweiz, wo die Menschen Arbeit und Wohlstand finden, basiere zu einem grossen Teil auf guten Rahmenbedingungen. Weil wir jeden zweiten Franken in der EU verdienten, müssten wir den bilateralen Verträgen Sorge tragen, auch wenn das Rahmenabkommen noch Nachbesserungen bedürfe. Gesprächsverweigerung könne nicht die Lösung sein. Die demographische Entwicklung mit höherer Lebenserwartung ansprechend, müssten jetzt Mittel und Wege zu deren finanziellen Bewältigung gefunden werden. Die Probleme dürften nicht laufend auf die nächste Generation verschoben werden.

Mit dem Singen der Landeshymne endete die die 1.-August-Feier. Die Festwirtschaft hielt noch etwas länger an.