Wegen des unsicheren Wetters und leichten Nieselregens kam der Zuzwiler Chilbibetrieb ab Samstagmittag nur langsam auf Touren. Am Abend und am Sonntag änderte sich dies aber grundlegend. Zwar zählte man weniger Volk als letztes Jahr, doch strömten viele Besucher ins Dorfzentrum, um etwas Passendes zu finden. Die jüngeren Jahrgänge vergnügten sich auf der Hüpfburg und Bahnen wie dem Wirbelsturm oder setzten den Chilbi-Batzen für Süssigkeiten und Spielzeug ein. Die älteren liessen es sich in den vielen Vereinsbeizli gut gehen und benutzten die Gelegenheit zum Schwatz mit Leuten, denen sie nicht gerade jeden Tag im Dorf begegnen. Die Volksmusikfreunde kamen in der alten Moschti auf ihre Rechnung. Die fröhliche Stimmung jedenfalls wirkte ansteckend.

Ökumenischer Chilbi-Gottesdienst – FG-Jubiläum
Das 100-Jahr-Jubiläum der Frauengemeinschaft prägte am Sonntagvormittag den gut besuchten ökumenischen Gottesdienst am Dorfbach mit dem Thema „Dient einander…“ Pfarrer Markus Lohner, Wil, und Gemeindeleiter Rolf Tihanyi waren hoch erfreut über die rege Teilnahme. Tihanyi meinte zum Schluss sogar, dass der alljährliche Chilbi-Gottesdienst etwas vom Besten sei, was es in Zuzwil gebe. In einem Gespräch mit Heidi Schlauri versuchte er den Werdegang, die Veränderungen und die Bedeutung der Frauengemeinschaft aufzuzeigen. Vom ursprünglichen Ziel vor 100 Jahren, nämlich der Förderung des religiösen Lebens der katholischen Frauen, entwickelte sich die FG zu einer konfessionell offenen Gemeinschaft, die den sozialen Austausch pflegt und mit interessanten Aktivitäten möglichst viele der 270 Mitglieder ansprechen will.
Die Bürgermusik umrahmte die besinnlichen Augenblicke und spielte am Mittag zum kleinen Konzert auf. Auch der Musiker-Nachwuchs nutzte die Plattform für einen gelungenen Auftritt.

Umstellung für den Unihockey-Club
Dass das heisse Sommerwetter dieses Jahres dem UHC Zuzwil-Wuppenau einiges Kopfzerbrechen bereiten würde, war nicht vorauszusehen. Der Verein hatte schon letztes Jahr verschiedene Pizzas vom mobilen Holzofen angeboten. Wegen des absoluten Feuerverbots durfte der Holzofen nicht eingesetzt werden, weil er Funken aus der Glut versprühen kann. Es war Ironie des Schicksals, dass zwei Tage vor der Chilbi das absolute Verbot durch den Kanton St. Gallen aufgehoben wurde. Die aktiven Mitglieder des UHC hatten in der Zwischenzeit bereits nach Alternativen Ausschau gehalten und sich für Hamburger und Cheeseburger vom Gasgrill und Pommes Frites aus der Friteuse entschieden.

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UHC - Test der ersten Hamburger durch Selbstverzehr

Kinderflohmarkt
Der Kinderflohmarkt wurde am Samstagnachmittag zu eine Zitterpartie. Mit viel Engagement bauten die Kinder mit ihren Eltern das Angebot auf und schauten immer wieder besorgt gegen den Himmel, denn ab und an störten kleine Regengüsse die Vorbereitungen. Am Sonntag mussten sich die jugendlichen Verkäuferinnen und Verkäufer wieder eher vor der Sonne schützen.

Erfahrene Organisatoren
Mitten im Chilbi-Geschehen traf man auf zwei gut gelaunte Chilbi-Chefs. Peter Gort und Jürg Gähwiler haben ihren Laden im Griff und berichteten, dass das Aufstellen der verschiedenen Stände auch dieses Jahr problemlos vonstattenging. Ungefähr gleich viele Marktfahrer wie im Vorjahr boten ihre Waren an. Die beiden Organisatoren freuten sich über die Disziplin und den meist langjährigen Kontakt mit den Schaustellern. Auch der Abbau der Stände am Sonntagabend verlaufe meist reibungslos und zügig, denn jeder sei froh, wenn er zeitig zu Hause ankomme. Neu sei dieses Jahr der Auftritt des Vereins elektronische Tanzkultur im Zelt hinter dem Gemeindehaus. Ziel dieses Vereins ist laut Facebook die Kulturförderung der elektronischen Tanzmusik und von allem, was dazugehört. Das Angebot richte sich an plus-minus 18-Jährige, so Jürg Gähwiler mit einem Schmunzeln.

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Die Chilbi-Chefs Jürg Gähwiler und Peter Gort