Die Jugendkommission Zuzwil hat ein Kinder- und Jugendleitbild erarbeitet, der Gemeinderat hat dieses kürzlich genehmigt. Das Leitbild legt konkrete Leitlinien und Zielsetzungen für die Jugendarbeit fest, massgeschneidert für die Gemeinde Zuzwil. Mit der Gemeinde Niederhelfenschwil wird bezüglich einer Zusammenarbeit im Bereich «Jugendarbeit» das Gespräch gesucht.Die Jugendkommission hat sich an mehreren Sitzungen mit der Erarbeitung des Kinder- und Jugendleitbildes auseinandergesetzt. Der Gemeinderat hat das Kinder- und Jugendleitbild genehmigt. Dieses definiert die kommunale Jugendarbeit und gibt ihr Leitplanken. Die Jugendkommission hat sich bewusst für ein kurzes und «knackiges» Kinder- und Jugendleitbild entschieden. Die Jugend lebt, bewegt und verändert sich und sie braucht Tätigkeiten, Freiräume, Aktivitäten, Perspektiven und Möglichkeiten. Diese Aspekte sollten im Bereich der Jugendarbeit unbedingt beachtet werden.

Verschiedene Kapitel
Das Kinder- und Jugendleitbild ist in fünf Kapitel unterteilt: «Die Jugend – unsere Zukunft», «Jugendkommission – kommunale Jugendarbeit», «Die Vereine in Zuzwil», «Ziele und Leitlinien der Kinder- und Jugendarbeit in Zuzwil» sowie «Aktivitäten und Massnahmen im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit».

Ziele und Leitlinien
Im Kinder- und Jugendleitbild sind folgende Ziele und Leitlinien festgelegt:
– Basis sämtlicher Jugendarbeit in Zuzwil sind Mitgestaltung, Mitwirken und Mitverantwortung der Kinder und Jugendlichen. Sie sollen sich ihrem Alter entsprechend einbringen und Verantwortung übernehmen.
– Wir wollen Bedingungen und Voraussetzungen schaffen, dass sich die Kinder und Jugendlichen in Zuzwil wohl und sicher fühlen und gerne einen Teil ihrer Freizeit im Dorf verbringen.
– Wir wollen dazu beitragen, dass sich die Kinder und Jugendlichen in Zuzwil selbstbewusst entwickeln können und Verantwortung für ihr Handeln übernehmen.
– Wir wollen gemeinsam mit den Eltern und den Vereinen die Jugendarbeit in Zuzwil fördern und vernetzen.
– Wir fördern die gegenseitige Toleranz und Verständigung sowohl zwischen den Jugendlichen untereinander als auch zwischen Jugendlichen und Erwachsenen.
– Wir fördern die regionale Ausrichtung der Jugendarbeit.
– Wir fördern Gesundheit und Bewegung der Jugendlichen.
– Wir setzen uns dafür ein, dass die Kinder und Jugendlichen in Zuzwil eigene Ideen in die Gesellschaft einbringen.
– Wir setzen uns dafür ein, dass sich die Kinder und Jugendlichen aktiv am vielseitigen Vereinsleben beteiligen.
Das vollständige Leitbild kann unter www.zuzwil.ch (Downloads) heruntergeladen werden.

Zusammenarbeit prüfen
Im Leitbild sind konkrete Aktivitäten und Massnahmen zur Umsetzung der Ziele und Leitlinien beschrieben. Unter anderem soll die Zusammenarbeit mit der Gemeinde Niederhelfenschwil geprüft und gefördert werden, besuchen doch die Jugendlichen beider Gemeinden gemeinsam die Oberstufe in der Sproochbrugg. Der Gemeinderat ist überzeugt, dass sich daraus Synergien ergeben könnten. Die Gespräche sollen in diesem Jahr aufgenommen werden.

WEITERE THEMEN
Projekt Dorfbach steht vor dem Abschluss

Für die Sanierung des Dorfbachs wird ein reduziertes Bauprojekt erstellt – dieses wird im ersten Quartal 2018 vorliegen. Aufgrund der kantonalen Vorprüfung sind weitere Abklärungen und Untersuchungen notwendig. Im Investitionsbudget 2018 wurde ein zusätzlicher Betrag von gut 200‘000 Franken aufgenommen.

Im August 2017 hat der Gemeinderat das Vorprojekt «Sanierung Dorfbach, Abschnitt Thur bis Im Hag» vorgestellt, nachdem dieses von den kantonalen Stellen vorgeprüft wurde. Am Informationsabend sowie an den Sprechstunden im September 2017 konnte eine grosse Projektakzeptanz festgestellt werden. Der Gemeinderat will den Schwung nutzen und das reduzierte Bauprojekt so bald als möglich auflegen und umsetzen. Das reduzierte Bauprojekt ist notwendig, um die Bewilligungen und die Kostenzusicherungen von Bund und Kanton zu erhalten.

Einsprachen sistiert
Zur Sicherung des Gewässerraums wurden im August und September 2017 der Baulinienplan sowie der Teilzonenplan öffentlich aufgelegt. Dagegen sind Einsprachen eingegangen. Einzelne Anregungen aus den Einsprachen fliessen in das reduzierte Bauprojekt ein. Bis zur öffentlichen Auflage des reduzierten Bauprojekts bleiben diese sistiert.

Nachweise erbringen
Im Vorprüfungsbericht vom Juni 2017 verlangte das kantonale Tiefbauamt von den Fachbüros weitere Nachweise. Dafür werden unter anderem in den Bereichen Hydrogeologie, Bodenschutz, Gefahrenkarte, Bepflanzung, Gestaltung und Bewirtschaftung Kosten anfallen. Für diese Nachweise wurden die Aufträge erteilt, sodass das Projekt im ersten Quartal 2018 abgeliefert werden kann.

Sanierung dringend
Die Sanierung des Dorfbachs, Abschnitt Thur bis Im Hag, ist dringend. Sobald die Beitragszusicherungen von Bund und Kanton vorliegen, kann die Bevölkerung über den Gesamtkredit an der Urne abstimmen. Bis dann wird auch die Kostenbeteiligung der Gemeinde geklärt sein. Ein Anliegen aus interessierten Kreisen, wonach ein Entlastungsstollen auf die Machbarkeit zu prüfen sei, wurde aufgenommen.

Kosten
Die Kostenschätzung aus dem Jahr 2015 für das Sanierungsprojekt rechnete mit Planungskosten bis zur Projektgenehmigung mit rund 420‘000 Franken. Im Frühjahr 2015 und 2016 hat die Bürgerschaft entsprechende Kredite von total 335‘000 Franken bewilligt. Mit dem Vorprüfungsbericht verlangte das kantonale Tiefbauamt weitere Nachweise. Die Kostenprognose bis zum rechtskräftigen Sanierungsprojekt beläuft sich neu auf 540‘000 Franken. Im Investitionsbudget 2018 wurde ein Betrag von 205‘000 Franken eingestellt.

Gerenbach miteinbeziehen
Das Vorprojekt sowie die Vorprüfungen der kantonalen Stellen haben aufgezeigt, dass im Zusammenhang mit dem Projekt Dorfbach der Abfluss des Gerenbachs mit möglichst einfachen Mitteln zu sanieren ist. So kann auch das Dorf Weieren vor Hochwasser geschützt werden. Es sind Bestrebungen im Gang, den Gerenbach nicht auf seiner gesamten Länge durch das Siedlungsgebiet auszubauen. Vielmehr sollen Synergien mit dem Dorfbach genutzt werden.

Informationsveranstaltung
Am Montag, 5. Februar 2018, 19 Uhr, informiert der Gemeinderat zusammen mit dem Ortsplaner Armin Meier, Strittmatter Partner AG, in der Aula des Schulhauses Züberwangen über die Abstimmungsvorlage vom 4. März 2018 bezüglich Teilzonenplan «Neufeld».

An diesem Abend werden auch Fragen beantwortet. Das Gutachten Teilzonenplan «Neufeld» ist auf der Homepage unter www.zuzwil.ch (Downloads) aufgeschaltet.

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Aus dem Gemeinderat: Weniger Einwohner
Die Gemeinde Zuzwil zählte per Ende 2017 4‘745 Einwohnerinnen und Einwohner, das sind 28 Personen oder 0,6 Prozent weniger als Ende 2016. Ein Blick in die Statistik zeigt folgendes Bild: Von den 4‘745 Personen haben 4‘217 das Schweizer Bürgerrecht und 528 oder 11,1 Prozent sind ausländische Staatsangehörige.

In Züberwangen sind insgesamt 1‘309, in Zuzwil 3‘436 Einwohnerinnen und Einwohner verzeichnet. Während dem letzten Jahr zogen 298 Menschen zu, in der gleichen Zeit meldeten sich 329 ab. Im Jahr 2017 wurden 32 Geburten und 29 Todesfälle registriert. 2‘463 Personen sind römisch-katholisch, 1‘028 evangelisch und 1‘254 gehören einer anderen Konfession an oder sind konfessionslos.