Nach einem über weite Strecken unbefriedigenden Saisonstart im Jahr 2018 hat sich der BC Uzwil gefangen. Im Jahr 2019 hat er am Wochenende auch das dritte und vierte Spiel siegreich gestaltet. Am Samstag gab es auswärts gegen Yverdon einen 6:2-Erfolg, wobei einzig zwei der drei Herren-Einzel verloren gingen. Gar noch besser lief es am Sonntag in Allschwil beim 7:1-Erfolg gegen Uni Basel. Die einzige Niederlage setzte es im Damen-Doppel ab – und auch diese nur hauchdünn mit 19:21 im Entscheidungssatz. Das spannendste Spiel vom Wochenende zeigte der 19-jährige Julien Scheiwiller. Im Männereinzel traf er auf Yverdons Routinier Jan Fröhlich. Dabei war Scheiwiller meistens im Vorteil. Er hatte im zweiten und dritten Satz sogar insgesamt sechs Matchbälle. Doch am Schluss reichte es nicht.

Die Uzwiler Mannschaft präsentierte sich souverän und abgeklärt. Allgemein scheint mit dem Rückrundenstart der Schalter umgelegt geworden zu sein. Das Mannschaftsgefüge stimmt wieder. Dazu tragen die beiden neu verpflichteten Amalie Hertz Hansen und Adam Cwalina bei. Doch auch die Leistungsträger um Tenzin Pelling, Christian Bösiger und Artem Pochtarev fanden zur gewohnten Stärke zurück und halten, was sie versprechen. Und selbst die beiden Nachwuchshoffnungen Scheiwiller und Nicolas Müller punkten fleissig mit.

Plan B in der Hinterhand

Die beiden Kantersiege wurden personell in gewohnter Manier bestritten. Erwähnenswert ist, dass sich Spielertrainer Iztok Utrosa erneut selbst als überzähliger ausländischer Spieler aus dem Rennen nahm. Ein Rezept, das scheinbar aufgeht. Doch natürlich weiss man um die Klasse von Utrosa. Und so gilt es nicht zu vergessen, dass Uzwil jederzeit einen ebenso starken Plan B in der Hinterhand hätte. 

Mit den beiden Siegen ist Platz zwei verteidigt worden. Da Leader Argovia zwei Niederlagen bezog, liegt Uzwil nur noch vier Zähler hinter den Aargauern und rückt ihnen auf die Pelle. Drei Runden sind noch zu spielen in der NLA-Qualifikationsrunde.

Der Meister in Niederuzwil

Weiter geht es für den BC Uzwil am Sonntag, 10. Februar ab 14 Uhr mit dem Heimspiel in Niederuzwil gegen den amtierenden Schweizer Meister La Chaux-de-Fonds. Dabei kommt es zur Revanche für die Niederlage im Playoff-Final der vergangenen Saison. In der Hinrunde hatte man sich im Neuenburger Jura 4:4 getrennt. (pd/sdu)

Resultate, Nationalliga A:
10. Runde:
Yverdon – Uzwil 2:6
St.Gallen-Appenzell – Tafers 2:6
La Chaux-de-Fonds – Basel 7:1
Zürich – Argovia 6:2

11. Runde:
Basel – Uzwil 1:7
St.Gallen-Appenzell – Argovia 5:3
Tafers – Zürich 5:3
La Chaux-de-Fonds – Yverdon 5:3

Rangliste:
1. Argovia 11/31. 2. Uzwil 11/27. 3. La Chaux-de-Fonds 11/26. 4. Tafers 11/25. 5. Zürich 11/23. 6. Yverdon 11/21. 7. St. Gallen-Appenzell 11/15. 8. Baesel 11/8.

Nächste Spiele (12. Runde):
Samstag, 9. Februar: Argovia – Tafers (14.30 Uhr).
Sonntag, 10. Februar: Yverdon – Basel (13.00 Uhr), Uzwil – La Chaux-de-Fonds (14.00 Uhr), Zürich – St. Gal-len-Appenzell (14.00 Uhr).