Es war nicht anders zu erwarten: Diepoldsau war eine Nummer zu gross für die Faustballgemeinschaft Rickenbach-Wilen. Im Halbfinal des «Final 4»-Turniers in Jona schienen die Hinterthurgauer am Samstag lange nicht den Hauch einer Chance zu haben und sie verloren die ersten drei Sätze deutlich mit 2:11, 5:11 und nochmals 5:11. Doch dann kämpften sich die Mannen von Trainer Simon Forrer in die auf vier Gewinnsätze angesetzte Partie und verkürzten auf 2:3. Doch es sollte nicht reichen. Denn der sechste Umgang ging mit 11:8 an Diepoldsau, womit die Rheintaler in den Final einzogen.

Am Sonntag setzte es dann eine weitere Niederlage ab. 1:4 unterlagen die Hinterthugauer Neuendorf und verpassten somit eine Medaille. Der Start war vielversprechend gewesen und der erste Umgang knapp mit 11:9 gewonnen worden. Doch es sollte der letzte Satzgewinn in dieser Saison bleiben. Gleich den ersten Matchball verwertete Neuendorf im fünften Satz zum schliesslich deutlichen Sieg. Erschwerend war für RiWi dazugekommen, dass sich Hauptschläger Kevin Müller im letzten Satz des Halbfinal-Spiels am Knie verletzte und am Sonntag nicht mehr mitmachen konnte. Co-Trainer Jürg Sprenger sagte: «Wir haben trotz guten Leistungen in den beiden Partien zum Teil auch etwas unglücklich gekämpft und die Medaille klar verpasst. Wir sind aber stolz auf die guten Leistungen während der vergangenen Saison und freuen uns, dass wir bei den «Grossen» in der Finalrunde mittun konnten.»

Schweizer Meister wurde Diepoldsau, dass sich im Final überraschend deutlich mit 4:0 gegen Widnau durchsetzte.

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Trotz dieser spektakulären Rettungsaktion von Walter Gantenbein flog RiWi im Halbfinal raus.

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So hat hallowil.ch vor den Final-4-Turnier berichtet:

Im vergangenen Sommer erst in die höchste Spielklasse aufgestiegen, besteht nun für RiWi die Möglichkeit auf den Schweizer Meistertitel. Denn die Mannschaft von Trainer Simon Forrer hat sich in der Qualifikationsphase unter die besten vier Teams des Landes gespielt und ist nun bei der Entscheidung «Final 4» dabei. Dabei werden die Karten noch einmal neu gemischt. Am Samstag finden die Halbfinals statt, am Sonntag die Finals.

Als Viertplatzierter der Vorrunde trifft RiWi auf Qualifikations-Sieger Diepoldsau, der nur eines der sechzehn Quali-Spiele verloren hat. Die Hinterthurgauer sind deutlicher Aussenseiter. So darf erwartet werden, dass RiWi am Sonntag um Platz drei spielt – wohl gegen Neuendorf. Dabei sind die Erfolgsaussichten deutlich grösser.