Da es nicht sinnvoll und im Rahmen des gesprochenen Kredits auch nicht möglich ist, zwei Varianten zu projektieren, hat der Schulrat entschieden, zuerst ein Variantenstudium durchzuführen. Er hat den Architekten Hubert Bischoff damit beauftragt. Die Verkehrsplanung wurde mit Vertretern der Kapo SG und des Strassenkreisinspektorats sowie zusätzlich einem Verkehrsplaner besprochen. Dazu fand jeweils ein Augenschein vor Ort statt. Parallel zum Variantenstudium hat sich der Schulrat mit den Bedingungen des «Sponsorings» beschäftigt und dazu auch beim Amt für Gemeinden Abklärungen getroffen. Das Variantenstudium konnte inzwischen abgeschlossen werden.

Bedingungen für private Gelder erfüllt

Sowohl der Turnverein wie auch der private Geldgeber wollen das Geld rechtzeitig zur Verfügung stellen. Der private Geldgeber hat sich zudem bereit erklärt, die Anonymität vor dem Variantenentscheid aufzugeben. Somit sind die Bedingungen des Schulrates erfüllt und es kommen beide Varianten in Betracht. Der Schulrat hat entschieden, dass er keine Anonymität akzeptieren kann und eine breitere Variante mit Unterteilbarkeit nur möglich ist, wenn die privaten Gelder und Bankgarantien vorhanden sind.

Fussgängerübergang mit Mittelinsel

Aufgrund der Zahlen der im Jahr 2019 erfolgten Verkehrs- und Fussgängerzählung besteht grund- sätzlich die Möglichkeit, vor dem Schulhaus einen Fussgängerübergang mit Mittelinsel zu realisieren. Um den Autoverkehr und die Fusswege zu entflechten, werden die Parkplätze vor dem Schulhauseingang aufgehoben und im Rahmen des Projekts neue Mehrzweckhalle der notwendige Parkplatzersatz geschaffen. Der Schulrat hat dem Gemeinderat den Antrag gestellt, einen Nachtrag zum Strassenbauprogramm für den Bau des Fussgängerübergangs einzureichen. Der Gemeinderat hat dem Antrag zugestimmt.

Aus der Prüfung verschiedener Parkierungslösungen resultierten zwei mögliche Varianten: Parkplätze neben der Halle oder Parkplätze unter der Halle (Einstellhalle). Die Variante Einstellhalle erwies sich als die Lösung mit dem besten Kosten-Nutzen-Verhältnis.

Kostendach wird eingehalten

Das Variantenstudium hat bestätigt, dass es möglich ist, mit einem Kostendach von 7.5 Mio. Franken an öffentlichen Geldern eine neue Mehrzweckhalle zu erstellen. Hinzu kommen die Kosten für den Bau einer PV-Anlage. Seit dem 1. Oktober 2022 besteht die Pflicht zur Nutzung der Sonnenenergie bei Gebäuden mit mehr als 300m2 anrechenbarer Gebäudefläche. Der Schulrat wird sich im Rahmen der Projektierung damit beschäftigen und die Kosten klären, heisst es im aktuellen Mitteilungsblatt.

Zwei Varianten liegen auf dem Tisch

Aus dem Variantenstudium resultierten die beiden nachfolgenden Varianten:

Variante 1 Einfachhalle: eine Mehrzweckhalle 16 x 28m, Unterteilbarkeit als Option (in der Projektierung zu klären) mit Kosten von 7.5 Mio. öffentliche Gelder + PV-Anlage.

Variante 2 ist eine Einfachhalle verbreitert, eine Mehrzweckhalle 19 x 28m, unterteilbar, mit Kosten von 7.5 Mio. öffentliche Gelder + PV-Anlage; Fr. 700'000 privater Geldgeber und Turnverein.

Weiteres Vorgehen

Rechtliche Abklärungen haben ergeben, dass es nach der Gutheissung des Projektierungskredits an der Schulbügerversammlung in der Zuständigkeit des Schulrates liegt, den Variantenentscheid zu fällen. Eine Variantenabstimmung ist daher nicht vorgesehen. Der Schulrat will den Variantenentscheid im Februar 2023 fällen. Sind bis Ende Januar die privaten Gelder bzw. eine Bankgarantie nicht vorhanden, entfällt der Variantenentscheid und der Schulrat projektiert eine Einfachhalle. Der Schulrat wird die Bevölkerung im Rahmen einer Informationsveranstaltung über die Ergebnisse des Variantenstudiums informieren und aufzeigen, wieso er sich für welche Variante entschieden hat. Nach dem Variantenentscheid beginnt die Projektierung. Ziel ist, im November 2023 über den Baukredit abstimmen zu können.