Nach einer Bevölkerungsumfrage im November und mit Unterstützung der Gemeinde Kirchberg konnte das Projekt «Büro Mitenand» lanciert werden. Im Februar wurde eine Genossenschaft gegründet und im Gebäude der Regionalwerk Toggenburg (RTW) im Industriegebiet Bazenheid sind die passenden Räumlichkeiten gefunden worden.  Modern ausgerüstete Büro- und Seminarräume können den Coworkern angeboten werden. Rund 20 Arbeitsplätze, ausgerüstet mit Internet, Bildschirmen und Korpussen, stehen ab Montag zur Verfügung. Simon Seelhofer, Präsident der Verwaltung, sagt, dass das «Büro Mitenand» vorerst eine zweijährige Pilotphase durchlaufe. «Wir gehen aber von einer stetig zunehmenden Nachfrage aus», sagt Seelhofer.

Schnittstelle zwischen Home-Office und Arbeitsplatz

Der Standort bietet laut den Verantwortlichen diverse Vorteile. Einerseits ist er gut erschlossen – inklusive «beinahe-Autobahnanschluss». Zudem befindet sich das Büro in einem modernen Neubau mit guter Infrastruktur. Die Zusammenarbeit mit RWT ermöglicht das Angebot eines Seminarraums. Karl Brändle, Gemeindepräsident von Bütschwil-Ganterschwil, ist Verwaltungsrat der RWT. Er ist überzeugt, dass das «Büro Mitenand» Erfolg haben wird.

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Simon Seelhofer, Präsident der Verwaltung, bei seiner Eröffnungsansprache.

Patrik Solis, kaufmännischer Leiter der Genossenschaft, nutzt selber ein Coworking-Büro: «Man ist ungestört und kann effizient arbeiten. Je nach Bedürfnis kann aber im Kaffeeraum mit anderen Leuten kommuniziert werden.» Er sagt, dass ihnen die Situation mit dem Corona-Virus in die Hand gespielt habe und das Bedürfnis für solche Einrichtungen mehr denn je vorhanden ist. Viele grössere Arbeitgeber würden in Zukunft ihren Angestellten die Möglichkeit für Home-Office anbieten. Wer zu Hause keinen Platz hat oder zu grosse Ablenkungen befürchtet, könne in Bazenheid seinen eigenen Büroplatz mieten. Ebenfalls ideal sei es für Studenten. Man entgehe übervollen Bibliotheken und könne für eine Arbeit tageweise einen Arbeitsplatz zu speziellen Studenten-Konditionen mieten.