Die Netzwerkanlässe des Jungunternehmerzentrums haben Tradition. Beim Apéro lassen sich Kontakte neu knüpfen oder vertiefen, beim Rundgang durch ein Unternehmen gibt es jeweils spannende Einblicke. Besonders dann, wenn noch kaum jemand vom Unternehmen gehört hat, wie das kürzlich in Necker der Fall war. Manche hätten den Weg nach Necker wohl nur dank ihres Navis gefunden, meinte Aurelio Zaccari bei der Begrüssung. Der Präsident des Trägervereins Jungunternehmerzentrum hatte dieses Problem nicht, war er doch ganz in der Nähe zur Schule gegangen. «Bis vor kurzem wusste ich aber nichts über die Firma. Umso gespannter bin ich jetzt darauf, was ich heute Abend erfahren werde.»

Weltweit erfolgreich, verankert in Necker

Felix Näf, Sales Manager der Mosmatic, präsentierte zu Beginn des Rundgangs einige eindrückliche Zahlen. Erzählte, dass die Firma seit 1978 besteht, Niederlassungen in den USA, Kanada und Australien hat, über mehr als 30 internationale Patente verfügt und in der Schweiz drei Prozent ihres Umsatzes erzielt. Doch verankert sei das Unternehmen in Necker, wo 110 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus über zehn Nationen tätig sind. Die Zahlen liessen die Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer aufhorchen; kaum jemand hätte damit gerechnet, dass im beschaulichen Necker Dinge produziert werden, die weltweit enorm gefragt sind. Doch was für Dinge?

Autowäsche mit Produkten aus Necker

Einen Einblick in die Produktepalette gab Kundenberater Arthur Lörli kurz darauf vor dem kürzlich erstellten Produktionsgebäude. Dort befinden sich zwei Waschboxen, wie sie so mancher kennt, der sein Auto selber reinigt. Arthur Lörli erklärte anhand verschiedenster Teile, was die Mosmatic produziert. Etwa die Deckenkreisel unter dem Dach der Waschbox. Sie ermöglichen, dass der Schlauch problemlos um das ganze Auto geführt werden kann. Zudem fertigt Mosmatic auch Behälter für Bürsten oder Lanzen.

Eine Innovation hob Lörli während seiner unterhaltsamen Präsentation besonders hervor: die mobile Unterbodenreiniger-Rampe. Sie kommt etwa dann zum Einsatz, wenn Lastwagen von einem Bauernhof wegfahren und von allfälligen Krankheitserregern befreit werden müssen. «Unsere Produkte kommen auch in Skandinavien zum Einsatz – zur Reinigung von grossen Fischernetzen. Oder in China, wo wir Strassenwaschmaschinen verkaufen», sagte Lörli stolz. Und fügte noch weiteres ein Beispiel an: «So mancher Dampfabzug bei McDonalds in den USA funktioniert dank Mosmatic.»

Umweltbewusst Wärme und Strom produzieren

Beim Rundgang durch die Innenbereiche wies Felix Näf darauf hin, dass mit der Abwärme der Produktionsmaschinen das Gebäude beheizt werde und dass die Photovoltaikanlage auf dem Dach einen Teil des benötigten Stroms liefere. Immer wieder stellten die Jungunternehmer Fragen, die Näf gerne beantwortete. Etwa jene nach qualifizierten Mitarbeitern. «Ja, wir finden immer gute Leute, denn wir bieten für unsere Mitarbeitenden sehr viel. Nicht nur vergünstigte Massagen während der Arbeitszeit», antwortete er zufrieden. «Stolz sind wir auch auf unsere Lernenden, die regelmässig erfolgreich abschliessen.» Und nach der auffallenden Ordnung in allen Räumen gefragt, sagte Näf schmunzelnd: «So sieht es bei uns immer aus, nicht nur dann, wenn Besuch kommt.»

Beim Apéro in der geräumigen Kantine hatten die Jungunternehmer viel Gesprächsstoff. Sie waren beeindruckt von der Firma – und so mancher dürfte bei der nächsten Autowäsche wohl an die Mosmatic AG in Necker denken. Daniela Huijser

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Felix Näf, Sales Manager der Mosmatic AG, gab einen spannenden Einblick in die innovative Firma. (Bild: Yannik Gabathuler)

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Arthur Lörlis Präsentation verschiedener Mosmatic-Reinigungsgeräte stiess auf reges Interesse.

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Im Untergrund erfuhren die Jungunternehmer einiges über die umweltbewusste Energieversorgung der Mosmatic AG.