Seit Mitte 2016 läuft in den Sozialen Diensten der Stadt Wil ein dreijähriges Pilotprojekt zur Optimierung der Sozialhilfepraxis, welches primär die systematische Rückforderung von Sozialhilfeleistungen zum Inhalt hat. Zur Umsetzung des Pilotprojekts wurden für die drei Jahre 100 Stellenprozente bewilligt. Ein erster Zwischenbericht liegt nun vor – mit erfreulichen Ergebnissen: die Mehreinnahmen aus der Rückerstattung übersteigen den Aufwand deutlich.Das Pilotprojekt hat zum Ziel, das im Einflussbereich der Sozialen Dienste Liegende zu tun, um die Entwicklung der Sozialhilfekosten zu beeinflussen. Dabei werden drei Zielsetzungen verfolgt:
- Systematische Rückforderung der Sozialhilfeleistungen bei ehemaligen Sozialhilfeklientinnen und -klienten
- Periodische Fallrevision bei den laufenden Fällen
Trennung der Fallaufnahme von der längerfristigen Fallführung in der Sozialhilfe (Intake-Modell).

Bewährtes Inkae-Modell
Der Stadtrat hat den Zwischenbericht des Departements Soziales, Jugend und Alter SJA zu diesem Pilotprojekt zur Kenntnis genommen. Er zeigt sich erfreut, dass die prognostizierten Mehreinnahmen von 130‘000 Franken im Jahr 2017 durch die systematische Rückerstattung erzielt wurden.

Das Intake-Modell hat sich grundsätzlich bewährt. Zusammen mit der internen Verschiebung von Beratungsstellenprozenten zur wirtschaftlichen Hilfe wurden von Frühjahr 2015 bis Herbst 2016 bei den vom Intake befreiten Sozialarbeitenden entsprechende Ressourcen freigespielt, die sie für eine engmaschigere Fallführung einsetzen konnten. So konnten 2016 weit mehr Fälle von Sozialhilfe abgelöst werden, als in den zwei Jahren davor. Seit anfangs 2017 kann das Intake-Modell aufgrund des weiteren Anstiegs der Fälle nur noch begrenzt umgesetzt werden, was sich wieder in einer tieferen Ablösequote bemerkbar macht:

Engmaschige Fallführung
Bedenkt man, dass sich die Kosten eines Sozialhilfefalls mit einer Person auf rund 2‘000 Franken pro Monat respektive 24‘000 Franken pro Jahr belaufen, so führen 20 Fälle, die weniger abgelöst werden, zu Mehrausgaben von 480‘000 Franken im Jahr.

«Das Intake-Modell und die engmaschige Fallführung haben messbare Auswirkungen auf die Anzahl Sozialhilfefälle und die damit verbundenen Kosten», kommentiert Stadtrat Dario Sulzer. Der nächste Bericht zu diesem Pilotprojekt wird in einem halben Jahr vorgelegt. Bei gleichbleibender Wirkung soll die auf das Pilotprojekt befristete 100%-Stelle in den Sozialen Diensten über das Pilotprojekt hinaus bestehen.

WEITERE THEMEN
Erfolgreiches 4.Vernetzungstreffen zum Thema Frühförderung in der Stadt Wil

Am 2. November 2017 fand bereits das 4. Vernetzungstreffen «Frühförderung in der Stadt Wil» im evangelischen Kirchengemeindehaus statt. Es stiess wiederum auf grosses Interesse; insgesamt nahmen rund 70 Fachpersonen und Akteure aus dem Bereich der Frühen Förderung teil.

Bei diesem vierten Anlass zu diesem Thema stand die Entwicklung der emotionalen Kompetenz bei Kindern im Zentrum. Dr. Margrit Stamm, die schweizweit bekannte Professorin für Erziehungswissenschaften, leitete mit ihrem Referat «Ich will – und zwar jetzt. Lässt sich emotionale Kompetenz schon früh fördern?» in das Thema ein. Danach hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, in Roundtables über das Gehörte ins Gespräch zu kommen und sich mit den Kernaussagen der Referentin auseinander zu setzten. Unter anderem wurde dabei beispielsweise die Aussage diskutiert, dass die Entwicklung von Frustrationstoleranz das Herzstück der emotionalen Kompetenzentwicklung sei.

Zum Abschluss des Anlasses informierte die Departementssekreätrin Soziales, Jugend und Alter, Suzanne Naef Thalmann, über die geplante Umsetzung des vom Wiler Stadtparlament bewilligten Konzepts «Frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung (FBBE)» ab 2018. Im ersten Quartal 2018 soll hierfür die neu geschaffene Fachstelle frühkindliche Betreuung, Bildung und Erziehung (FBBE) der Stadt Wil besetzt werden, welche danach in einem ersten Schritt die Subvention der Spielgruppenangebote auf 2019 an die Hand nimmt. Das Konzept FBBE ist auf der Website der Stadt Wil unter www.stadtwil.ch/fbbe zu finden.

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Festlicher Lichterglanz in der Wiler Altstadt
In den kommenden Tagen stellt der städtische Werkhof in der Wiler Altstadt erneut die beliebten Weihnachtsbäume auf dem Hofplatz, dem Bärenbrunnenplatz, neben dem Baronenhaus und am Beginn der Marktgasse auf. Auch der Pankratiusbrunnen wird wieder bekranzt. Geschmückt und beleuchtet werden die Tannen und der Kranz wieder während der Adventszeit bis anfangs Januar 2018 festlichen Lichterglanz in der Altstadt verbreiten.

Jedes Jahr werden verschiedene Plätze in der Wiler Altstadt mit Weihnachtsbäumen festlich geschmückt und beleuchtet. Auf dem Hofplatz steht jeweils der grösste Baum, in diesem Jahr gespendet von Familie Züger aus Züberwangen. Die mächtige Tanne wird am Donnerstag, 30. November 2017, gefällt, verladen und anschliessend per Pneukran auf dem Hofplatz aufgerichtet. Am Montag zuvor, dem 27. November 2017, wird der Baum auf dem Bärenbrunnenplatz aufgestellt; Spender dieser Tanne ist Daniel Possa aus Wil. Am gleichen Tag werden neben den grösseren Bäumen auch verschiedene kleinere Bäume in der Kirchgasse neben dem Baronenhaus sowie in der Marktgasse vor der Kantonalbank aufgestellt. Ende Monat installiert Elektro Steinlin die Beleuchtung des Pankratiusbrunnens, der zuvor von der Stadtgärtnerei Wil bekranzt wird.

Die Weihnachtsbeleuchtung wird die Altstadt vom Sonntag, 3. Dezember 2017, bis Samstag, 6. Januar 2018, erstrahlen lassen.